2018 präsentierte die Fondation Cartier pour l'art contemporain die erste große Einzelausstellung des jungen japanischen Architekten Junya Ishigami. Die Ausstellung war ein überwältigender Erfolg und erhielt begeisterte Kritiken von Experten und Publikum im In- und Ausland. Die britische Zeitung The Guardian bezeichnete sie als das bedeutendste Architekturereignis des Jahres 2018, und sie wurde mit dem Gold Award in der Kategorie Ausstellungsgestaltung des Mailänder Designpreises 2019 ausgezeichnet. Die erste Station der Welttournee dieser Ausstellung findet vom 18. Juli bis 7. Oktober 2019 in Shanghai statt, in enger Zusammenarbeit mit dem Shanghai Museum of Contemporary Art (PSA).
Im Jahr 2010 gewann er den Goldenen Löwen auf der Architekturbiennale in Venedig.

Der 1974 in der Präfektur Kanagawa geborene Junya Ishigami zählt zu Japans jungen Architektengenerationen, die in den 2000er-Jahren in die Fußstapfen von Toyo Ito und Kazuyo Sejima traten, deren Werke kürzlich in einer großen Ausstellung im Museum of Modern Art in New York gezeigt wurden. Nach seinem Studium an der Tokyo University of the Arts und ersten Berufserfahrungen als Architekt bei SANAA gründete er 2004 sein Architekturbüro Junya Ishigami & Associates. Seine scheinbar unkonventionellen und frei von architektonischen Regeln und Zwängen wirkenden Arbeiten wurden schnell für ihre außergewöhnliche Qualität anerkannt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Eine wahre Ode an die Freiheit


Es werden verschiedene Modelle in unterschiedlichen Größen ausgestellt, zusammen mit zahlreichen Collagen und Skizzen.
In „Feeling Architecture“ untersucht Ishigami Funktion, Form, Maßstab und Umwelt in der Architektur und entwirft eine Vision für die Zukunft des Fachs. Anhand von über 30 Modellen sowie umfangreichen Videos und Zeichnungen beleuchtet die Ausstellung die komplexen Prozesse von 20 Projekten – von der ersten Idee bis zur Realisierung. Die für die Ausstellung zusammengestellten Modelle wurden eigens für die Ausstellung der Fondation Cartier pour l’art contemporain im Jahr 2018 angefertigt.

Eine vielseitige Herangehensweise an die Arbeit
Kindergärten, Kirchen, Kunstmuseen, Landschaftsgärten, private Restaurants, Gartenhäuser, Denkmäler und urbane Skulpturen – die Vielfalt der in der Ausstellung gezeigten Architektur verdeutlicht den Reichtum und die Komplexität dieses flexiblen Werkkorpus, der ständig neu gestaltet wird.

