
Text von Shigeru Sugawara
Obwohl sich die Funktionen und Anzeigestile von GMT-, Dualzeit- und Weltzeituhren unterscheiden, werden sie alle als Uhren mit GMT-Funktion betrachtet, da sie – wie bereits erwähnt – auf dem Grundprinzip der 24 Zeitzonen der Welt und der einstündigen Zeitunterschiede basieren. Ein wichtiger Punkt wurde bisher jedoch noch nicht angesprochen: die Handhabung der Minuten. Im Weltzeitsystem für Uhren gelten Minuten überall als gleich, selbst wenn es regionale Zeitunterschiede gibt. Wenn beispielsweise Tokio und Paris acht Stunden auseinanderliegen und es in Tokio 20:10 Uhr ist, entspricht dies 12:10 Uhr in Paris – die zehn Minuten sind also identisch.
Bei Modellen mit einem einzigen Minutenzeiger dient dieser zur Anzeige von Heimat- und Ortszeit, unabhängig von der Zeitzone. Bei Modellen mit zwei Zeitanzeigen auf dem Zifferblatt, jede mit eigenem Minutenzeiger, sind die beiden Minutenzeiger fest miteinander verbunden und können nicht frei bewegt werden.
In der Realität existieren derzeit etwa 40 Standardzeitzonen, die auf UTC (Koordinierte Weltzeit) basieren. Einige dieser Regionen haben Zeitunterschiede von 30 oder 15 Minuten festgelegt. Aktuell gibt es Zeitunterschiede von 30 Minuten in Französisch-Polynesien, Neufundland (Kanada), Venezuela, Iran, Afghanistan, Indien, Sri Lanka, Myanmar, Nordkorea, Zentralaustralien und auf Lord-Howe-Insel, während Zeitunterschiede von 15 Minuten in Nepal, Eucla (Australien) und auf Chatham-Insel (Neuseeland) gelten. Die in den einzelnen Regionen geltende Standardzeit kann sich jedoch aus politischen Gründen ändern.
Mechanische GMT-Uhren, die auf dem GMT-Mechanismus basierten, konnten Zeitunterschiede in Stundenschritten ausgleichen, jedoch nicht minutengenau. Man ging davon aus, dass dies technisch nicht möglich sei, da 24 Zeitzonen nahezu alle Zeiten in den wichtigsten Städten der Welt abdeckten und daher eine darüber hinausgehende praktische Funktion bei einer mechanischen Uhr überflüssig sei.
