Es gibt viele Meisterwerke unter den Fliegeruhren. Doch die „Pilotenuhren“ von IWC, die Robustheit und Funktionalität in den Vordergrund stellen, stechen besonders hervor. Obwohl sich Uhrwerk und Verarbeitung deutlich weiterentwickelt haben, ist die Grundkonstruktion seit fast 80 Jahren unverändert geblieben. Entdecken wir ihre Faszination aufs Neue.
Text von Masayuki Hirota (Chronos-Japan)
[Artikel veröffentlicht am 1. Januar 2023]
IWC Fliegeruhren: Eine Kollektion seit den 1940er Jahren
Die in den 1930er-Jahren eingeführten „Fliegeruhren“ von IWC erhielten ihren bis heute unverwechselbaren Charakter erst mit der „Mark X“ im Jahr 1943. Sie boten nicht nur verbesserte Wasser- und Magnetfeldresistenz, sondern auch optimale Ablesbarkeit und ein zweiteiliges Gehäuse mit integrierter Lünette und Mittelteil, um ein Herausspringen des Glases selbst bei plötzlichem Druckabfall zu verhindern. Obwohl es je nach Modell Unterschiede gibt, entspricht die grundlegende Konstruktion der IWC-Fliegeruhren bis heute.

Nach der Mark X von 1944 perfektionierte die Mark II von 1948 den Stil der Fliegeruhr. Sie zeichnete sich durch ein hochgradig luftdichtes, zweiteiliges Gehäuse und ein antimagnetisches Weicheisengehäuse für hervorragende Magnetfeldresistenz aus. Im darauffolgenden Jahr, 1949, wurde sie auch an die Flugbesatzungen der Royal Air Force (RAF) ausgegeben.
Der Chronograph 41 Top Gun mit Keramikgehäuse ist mehr als nur klein
Die Fliegeruhren von IWC verfügen in der Regel über einen verschraubten Gehäuseboden und ein Innengehäuse aus Weicheisen. Dies verbessert die Wasser- und Magnetfeldbeständigkeit, führt aber zwangsläufig zu einem größeren Gehäuse. Insbesondere Modelle mit Keramikgehäuse besitzen ein Innengehäuse aus Weicheisen und einen Stahlring zum Verschrauben des Gehäusebodens, wodurch der Durchmesser nahezu 45 mm beträgt.

Trotz ihres Keramikgehäuses besticht diese Fliegeruhr durch ihre kompakte Größe von nur 41.9 mm Durchmesser. Sie verfügt über die gleichen Merkmale wie ihre Vorgängermodelle, darunter ein verschraubter Gehäuseboden und ein Weicheisen-Innengehäuse für verbesserte antimagnetische Eigenschaften. Die Wasserdichtigkeit wurde auf 10 bar erhöht. Dank des „EasX-CHANGE“-Systems lassen sich die Armbänder mühelos wechseln. Automatikwerk (Kal. 69380). 33 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 46 Stunden. Keramik (Durchmesser 41.9 mm, Dicke 15.5 mm). Wasserdicht bis 10 bar. Preis: 1.281.500 Yen (inkl. MwSt.).
Der Grund für das Hinzufügen des Rings ist, dass das direkte Aufschrauben des Gehäusebodens auf das Keramikgehäuse leicht zu Absplitterungen führen würde. Die neue Pilot's Watch Chronograph 41 Top Gun aus dem Jahr 2023 hat jedoch trotz ihres Keramikgehäuses einen kleineren Durchmesser von 41.9 mm.
All dies war möglich, ohne auf das Weicheisen-Innengehäuse zu verzichten. Zusätzlich wurde die Wasserdichtigkeit von 6 auf 10 bar erhöht. Leicht, robust und kompakt mit einem Keramikgehäuse für verbesserte Bedienbarkeit – die Pilot's Watch Chronograph 41 Top Gun ist die ultimative Fliegeruhr.

Das von IWC gefertigte Automatikwerk ist ebenfalls gut verarbeitet.
IWC verwendet seit vielen Jahren verbesserte Versionen (Grandjean-Werke) von ETA- und Sellita-Werken. In den letzten Jahren setzt das Unternehmen jedoch vermehrt auf eigene Werke (oder solche, die in Zusammenarbeit mit dem Tochterunternehmen Val Fleurier entwickelt wurden). Auch die Fliegeruhren bilden hier keine Ausnahme: Der Pilot's Watch Chronograph 41 Top Gun ist mit dem hauseigenen automatischen Chronographenwerk der Kaliberreihe 69000 ausgestattet. Dieses Werk, das das Kaliber ETA 7750 ersetzt, besteht zwar aus Komponenten von Val Fleurier, das Grunddesign stammt jedoch von IWC.

Dies ist ein hauseigenes automatisches Chronographenwerk, das in den Fliegeruhren von IWC zum Einsatz kommt. Obwohl es nahezu identisch groß ist mit dem bisher von IWC verwendeten Kaliber ETA 7750, ist sein Innenleben völlig anders. Es bietet nicht nur eine robuste Unterstützung für den Chronographenmechanismus, sondern verfügt auch über einen Mechanismus, der ein Verstellen der Zeiger selbst bei Stößen verhindert. Darüber hinaus gewährleistet der beidseitig aufziehende Mechanismus mit Sperrklinken ein ausreichendes Aufziehen auch bei normaler Nutzung.
Die Kaliber-69000-Serie zeichnet sich durch zwei Hauptmerkmale aus: Zum einen wurde die Effizienz des automatischen Aufzugs verbessert, zum anderen ist sie besonders robust. IWC verwendet seit vielen Jahren das vielseitige Kaliber ETA 7750 in seinen Fliegeruhren. Dieses Uhrwerk ist unidirektional.
Im Gegensatz dazu wurde das hauseigene Kaliber 69000 auf ein beidseitig aufziehendes System mit Sperrklinken zum Aufziehen der Zugfeder umgestellt. Dies ermöglicht ein zuverlässiges Aufziehen auch bei geringen Armbewegungen und ist zudem verschleißfest. Obwohl es nicht so ausgefeilt ist wie das höherwertige Kaliber 89000, ist es für einen einfachen Chronographen mehr als ausreichend.
Darüber hinaus wird der Chronographenmechanismus von einer einzigen Brücke getragen, was ihn besonders robust macht. Er bietet zudem eine hohe Stoßfestigkeit. Wie beim Kaliber ETA 7750 schlägt beim Stoppen des Chronographen nicht nur der Bremshebel, sondern auch der Rückstellhammer auf die Nocke, sodass sich die Chronographenzeiger selbst bei starken Stößen nicht bewegen. Es handelt sich um ein typisch IWC-typisch langlebiges und benutzerfreundliches Uhrwerk.
Die große Pilotenuhr 43: Eine Wahl für Kenner

Die „Big Pilot“-Uhr ist dank des kleineren Kalibers 82000 kompakter. Das Gehäuse ist 3 mm kleiner als bei Modellen mit dem Kaliber 52000. Auch dieses Modell vereint die für IWC typische Kombination aus robustem, hochpräzisem Uhrwerk und hochwertigem Gehäuse. Das „EasX-CHANGE“-System ermöglicht einen einfachen Armbandwechsel. Automatikaufzug (Kal. 82100). 22 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 60 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 43 mm, Dicke 13.6 mm). Wasserdicht bis 10 bar. Preis: 1.254.000 Yen (inkl. MwSt.).
Es gibt viele hervorragende, schlichte Dreizeigeruhren, nicht nur Chronographen. Die klassische „Mark XX“ ist ein Muss, aber meine persönliche Empfehlung ist die „Big Pilot's Watch 43“. Dieses Modell ist eine um 3 mm verkleinerte Version der klassischen „Big Pilot's Watch“ durch den Austausch des Uhrwerks. Obwohl sie wie eine typische Fliegeruhr aussieht, machen sie ihr hochwertiges Äußeres und das flache Gehäuse für jede Gelegenheit geeignet.
Worauf Sie bei einer Pilotenuhr achten sollten
Einer der Gründe für die große Beliebtheit der IWC-Fliegeruhren ist ihre hochwertige Verarbeitung. Während viele Hersteller mittlerweile ihre Gehäuse selbst fertigen, tut IWC dies bereits seit den 1980er-Jahren. Ursprünglich konzentrierte man sich auf Titangehäuse, doch durch die Nutzung der Vorteile der eigenen Fertigung konnte IWC die Qualität seiner Gehäuse kontinuierlich verbessern. Fliegeruhren sind hierfür ein gutes Beispiel.
Bei Fliegeruhren mit integrierter Lünette und Mittelteil ist es schwierig, polierte und satinierte Oberflächen am Gehäuse zu kombinieren. Zwar wird die Lünette üblicherweise separat gefertigt, doch IWC hält typisch an der zweiteiligen Gehäusekonstruktion fest. Auch wenn es schwer ist, ein Finish zu erzielen, das an Luxusuhren erinnert, ist es den erfahrenen Uhrmachern von IWC gelungen, Funktionsuhren mit dem Charme eleganter Dresswatches zu versehen.

Kaliber 82000-Serie, die Perfektion der IWC-Automatikuhren
Einer der Gründe, warum die Big Pilot's Watch 43 als empfehlenswert gilt, ist ihr Uhrwerk. Das vollständig in Eigenregie gefertigte Kaliber 82000 kombiniert einen automatischen Pellaton-Aufzug mit einem robusten Basiswerk. Obwohl das Automatikwerk bereits für seinen exzellenten Aufzug und seine Verschleißfestigkeit bekannt ist, verlängert der Austausch wichtiger Komponenten wie der Sperrklinken durch Keramik seine Lebensdauer.
Das Basiswerk verfügt über eine freischwingende Unruh, die auch bei starken Stößen unempfindlich gegenüber Gangabweichungen ist. Es ist also ein Werk, das die für IWC typische Robustheit und hohe Präzision verkörpert. Meiner Meinung nach repräsentieren die Kaliber 89000, 52000 und dieses Kaliber 82000 die Essenz von IWC am besten.

Das 2018 vorgestellte Uhrwerk der nächsten Generation von IWC verfügt über ein Pellaton-Automatikaufzugssystem mit verbesserter Verschleißfestigkeit, eine freischwingende Unruh und einen Schutz gegen Verformung der Unruhspirale. Automatischer Aufzug (Durchmesser 30 mm, Höhe 6.6 mm). 33 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 60 Stunden.
Der Charme von Fliegeruhren ist kaum zu übersehen.
Die Fliegeruhren von IWC wurden ursprünglich ausschließlich für den professionellen Einsatz entwickelt. Die Weiterentwicklung von IWC hat jedoch nicht nur die Leistung verbessert, sondern ihnen auch die Anmutung einer Luxusuhr verliehen. Die aktuellen Fliegeruhren mögen auf den ersten Blick schlicht wirken, doch ihre hohe Qualität spürt man sofort beim Anfassen. Neben den beiden hier erwähnten Modellen gibt es viele weitere, die einen Blick wert sind. Wir laden Sie herzlich ein, in unser Geschäft zu kommen und die Entwicklung selbst zu erleben.
Kontaktinformationen: IWC Tel. 0120-05-1868

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