Die Veröffentlichung von Kollaborationsmodellen zwischen Uhrenmarken und Künstlern hat sich zu einer jährlichen Tradition entwickelt. Die unkonventionellen Designs, die sich von Standardmodellen unterscheiden, überraschen Uhrenliebhaber immer wieder aufs Neue. Dieses Mal stellen wir vier Künstler-Kollaborationsuhren von Hublot, Roger Dubuis und Maurice Lacroix vor.
Text von Maria Bettina Eich
Artikel veröffentlicht am 7. Juli 2023
Hublot x Takashi Murakami

Die Schweizer Uhrenmarke Hublot und der japanische Künstler Takashi Murakami verbindet ihre Ästhetik und der Wunsch, Grenzen zu überwinden. Der 1962 geborene Murakami hat mit seinen charakteristischen floralen Designs die Regeln der Kunstwelt revolutioniert. Hublot ist bekannt dafür, in der Uhrenindustrie mit Stilkonventionen zu brechen und neue Designs zu etablieren.
Hublot, dessen Konzept „Kunst der Fusion“ (die Verschmelzung verschiedener Materialien und Ideen) lautet, kombiniert Streetstyle und eigene Materialien mit Edelsteinen und Uhrwerken und verleiht ihnen den letzten Schliff einer Luxusmarke. Diese Markenphilosophie hat Hublot zu einem Trendsetter gemacht, ähnlich wie Takashi Murakami, der die Kategorien „High“ und „Low“ miteinander verschmelzen lässt.
In den letzten Jahren haben sich die Nutzer zwar an die einzigartigen Modelle von Hublot gewöhnt, doch viele Modelle sorgen nach wie vor für Überraschung. Die erste Zusammenarbeit zwischen Hublot und Takashi Murakami, die 2021 angekündigte Classic Fusion Takashi Murakami All Black, war ein großer Erfolg.
Die Beziehung zwischen Hublot und Takashi Murakami scheint sehr gut zu sein, und 2023 kündigten sie eine Kollektion mit 13 Unikaten und 13 einzigartigen NFT-Kunstwerken an. Das 13. Modell der Kollektion, die Classic Fusion Takashi Murakami Black Ceramic Rainbow, wurde von den ersten beiden Kollaborationsmodellen inspiriert.

Automatikwerk (Kal. UNICO). 30 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 72 Stunden. Schwarzes Keramikgehäuse (Durchmesser 45 mm, Dicke 13.45 mm). Drehbarer Zifferblatt mit 12 Blütenblättern und 384 farbigen Edelsteinen. Wasserdicht bis 50 m. Unikat. (Anfragen) LVMH Watch & Jewelry Japan Hublot Tel. 03-5635-7055
Hublot x Samuel Ross

Automatikwerk (Kal. HUB6035). 26 Steine. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 72 Stunden. Titangehäuse (44 mm Durchmesser). Wasserdicht bis 30 m. Weltweit auf 50 Stück limitiert. Preis: 14.828.000 Yen (inkl. MwSt.).
Hublot arbeitet im Rahmen des Projekts „Hublot Loves Art“ mit vielen talentierten Künstlern und Designern zusammen, das die Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Bereichen zum Ziel hat.
Einer dieser Künstler ist Samuel Ross, der ebenfalls unkonventionell arbeitet. Der 1991 geborene Brite gilt als Genie der Designszene und wurde von dem 2021 verstorbenen Modedesigner Virgil Abloh gefördert. Samuel Ross bewies sein Talent nicht nur im Bühnenbild, sondern auch im Grafikdesign und gründete sogar sein eigenes Modelabel.

Die Zusammenarbeit zwischen Samuel Ross und Hublot brachte die Big Bang Tourbillon Samuel Ross hervor, eine Uhr mit einzigartigem Design und komplexem Mechanismus. Das für seine Entwürfe charakteristische Sechseckmuster findet sich im Saphirglaszifferblatt, im Gehäuse, im Gehäuseboden und im Titan-Mesh-Armband wieder.
Die Kombination aus dunkelgrauem Titangehäuse und leuchtendem Orange erzeugt einen sportlichen Kontrast. Das skelettierte automatische Tourbillon-Uhrwerk Kaliber HUB6035 passt perfekt zum kraftvollen und coolen Design der Uhr.
Roger Dubuis x Hajime Sorayama

Automatikwerk (Kal. RD720SQ). 32 Steine. 2 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 72 Stunden. Titangehäuse (Durchmesser 42 mm, Dicke 12.7 mm). Wasserdicht bis 100 m. Weltweit auf 28 Stück limitiert. Ausverkauft. (Anfragen) Roger Dubuis Ginza Boutique, Tel. +8800 03 5537 5317
Roger Dubuis arbeitete mit dem Illustrator Hajime Sorayama zusammen. Der 1947 geborene Sorayama ist bekannt für seine metallisch wirkenden, hyperrealistischen 3D-Zeichnungen weiblicher Roboter. Roger Dubuis hat Sorayamas charakteristisches Design auf sehr kreative Weise in die Uhr integriert.
Die Excalibur Sorayama MB ist mit dem für die Excalibur-Serie typischen Skelettwerk ausgestattet. Die markante sternförmige Brücke wurde neu gestaltet und spiegelt Sorayamas unverkennbaren Stil wider. Die geschwungene, abgerundete Form und die polierte, glänzende Oberfläche sind eine Hommage an sein bekanntestes Werk „Sexy Robot“.
Maurice Lacroix x Benzilla

Quarzwerk. Gehäuse aus Oceanbound-Kunststoff (40 mm Durchmesser, 11 mm dick). Wasserdicht bis 10 bar. 97.900 Yen (inkl. MwSt.). (Anfragen) Maurice Lacroix (DKSH MES Japan) cg.csc1@dksh.com
Maurice Lacroix hat ein Kollaborationsmodell mit dem thailändischen Künstler BENZILLA angekündigt, das auf der Icon Tide-Serie basiert.
Der 1984 geborene Benzilla lässt sich in seinem künstlerischen Ausdruck von Street Culture, Mode, Musik und Charakterdesign inspirieren. Seine farbenfrohen Kunstwerke zeichnen sich durch eine comicartige Dynamik aus. Benzilla bevorzugt es, Farbe auf große Flächen wie Wände oder tragbare Materialien zu sprühen.
Benzilla, der bereits mit mehreren Marken zusammengearbeitet hat, hat gemeinsam mit Maurice Lacroix die „Icon #Tide Benzilla“ entworfen. Das Zifferblatt ziert ein farbenfrohes Motiv mit seinem charakteristischen dreiaugigen Alien „LOOOK“ im Zentrum.
Das orangefarbene Gehäuse aus recyceltem Kunststoff und das türkisfarbene Kautschukarmband ergänzen die Illustration auf dem Zifferblatt und ergeben so ein cooles und poppiges Schmuckstück.

Gemeinschaftsuhren mit Künstlern, die die Uhrenindustrie beleben.
Obwohl beide Uhren von Hublot stammen, unterscheidet sich das in Zusammenarbeit mit Samuel Ross entstandene Modell deutlich vom ausdrucksstarken Design des in Zusammenarbeit mit Takashi Murakami entstandenen Modells. Gemeinsam ist den beiden Uhren jedoch, dass sie Formen und Motive der modernen urbanen Kultur aufgreifen.
Gleiches gilt für die Zusammenarbeit von Roger Dubuis und Hajime Sorayama sowie von Maurice Lacroix und Benzilla. Alle vier Künstler sind eng mit der Welt verbunden und lassen sich von aktuellen Ereignissen auf der Straße, in der Mode und in der Popkultur inspirieren. Sie beweisen damit, dass sich auf kleinstem Raum – wie einem Zifferblatt, einem Gehäuse oder einem Armband – viel Kreativität entfalten kann.

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