Die Zifferblattgestaltung hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Cartier ist dafür ein Paradebeispiel. Das Trinity-Gold-Zifferblatt der Tank Louis Cartier, die 2023 als neues Modell vorgestellt wurde, ist ein Meisterwerk, das Beschichtungstechnologie mit traditioneller Handwerkskunst vereint.
Fotos von Yu Mitamura
Text von Hiroyuki Suzuki
Text von Hiroyuki Suzuki
Artikel veröffentlicht am 20. Juli 2023
Der herausragende Zifferblattausdruck der Tank Louis Cartier

Handaufzug (Kal. 1917 MC). Gehäuse aus 18-karätigem Goldgold (33.7 mm x 25.5 mm, 6.6 mm dick). Spritzwassergeschützt. Geschätzter Preis: 1.944.000 Yen (inkl. MwSt.).
In den letzten Jahren hat die technologische Innovation in der Zifferblattherstellung ein neues Niveau erreicht, wobei eine Vielzahl von Techniken zum Einsatz kommt, darunter die traditionelle Lackierung, die galvanische Beschichtung (ein Nassplattierungsverfahren) und Trockenplattierungsverfahren wie PVD und CVD.
Die verschiedenen Farben variieren je nach Basis, und die Oberfläche ist mit einer klaren Beschichtung überzogen, wodurch durch jede Kombination eine wirklich vielfältige Optik entsteht.
2023 präsentierte Watches & Wonders zahlreiche neue Modelle mit Fokus auf Zifferblätter, doch Cartier ragte dabei besonders heraus. Nicht nur die Fertigungsmethode wird für jede Kollektion individuell angepasst, sondern selbst bei ein und demselben Modell unterscheiden sich Herstellungsverfahren und Oberflächenbeschaffenheit je nach Farbvariante deutlich.
Auch wenn dies normal erscheinen mag, gehen in Wirklichkeit nur sehr wenige Marken so weit. Gerade in diesem Jahr sahen wir viele hervorragende Beispiele für Zifferblätter mit galvanischer Beschichtung, einem etwas älteren Beschichtungsverfahren.

Besonders fasziniert hat mich das Zifferblatt aus Trinity Gold der Tank Louis Cartier. Die drei Goldfarben – Rosé, Gelb und Weiß – werden durch wiederholtes galvanisches Abscheiden (auch als elektrolytische Abscheidung bekannt) und Maskieren erzielt.
Das Tri-Gold-Modell (Gehäuse aus 18-karätigem Gold) zeichnet sich durch ein gefliestes Quadratmuster aus, und der Farbverlauf von sechs Farben, der durch die Verwendung von drei Goldtönen und einer Kombination aus matten und polierten Oberflächen entsteht, ist überaus schön.
Das dreiteilige Goldmodell (Gehäuse aus 18-karätigem Bronze), das aus einem rechteckigen Muster ähnlich dem des Maillon-Armbands besteht, basiert hingegen auf einem regelmäßigeren Design und bringt so direkt den Charakter der Trinity-Kollektion zum Ausdruck, die ihr 100-jähriges Jubiläum feiert.

Beide Modelle weisen ein in den Sockel eingraviertes Sonnenstrahlenmuster auf, und das dreifarbige Gold selbst verändert sein Erscheinungsbild auf komplexe Weise je nach Lichteinfall. Die Übergänge zwischen den drei Goldtönen werden durch leicht voluminöse, transparente Streifen getrennt, die überraschenderweise nicht mit Abziehbildern versehen, sondern vollständig handbemalt sind.
Äußerst sorgfältige Oberflächenvorbereitung, dreifarbige, dreistufige Galvanisierung und die subtilen Farbnuancen, die durch die Handbemalung unauffälliger Bereiche entstehen … Wenn das Zifferblatt, das schlicht wirkt, eine unbeschreibliche Präsenz ausstrahlt, so verbirgt sich dahinter zweifellos ein hochkomplexer Arbeitsprozess. Die dreifarbige Tank Louis Cartier ist dafür ein perfektes Beispiel.

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