Die Tank Française, die 1996 als erste Uhr mit einem in das Gehäuse integrierten Metallarmband auf den Markt kam, wurde dieses Jahr mit einem umfassenden Design-Update neu aufgelegt. Neben dem überarbeiteten, integrierten Design hat auch das Äußere eine bemerkenswerte Weiterentwicklung erfahren und präsentiert die neueste Technologie der Cartier-Manufaktur, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts gegründet wurde.

Interview und Text von Shigeru Sugawara
Herausgegeben von Tomoshige Kase
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2023 von Kronos Japan]
Ziel war es, eine perfekte Verschmelzung von Gehäuse und Armband zu erreichen.
[Das Wesen der Herstellung]
1. Die verbundene Struktur der Glieder gewährleistet eine reibungslose Bewegung
2. Die perfekte Balance zwischen Satin und Glanz
3. Metallische Textur des römischen Index

Erhältlich in Edelstahl und 18-karätigem Gelbgold (18KYG) sowie in drei Größen: groß (nur Edelstahl), mittel und klein. (Rechts) Großes Edelstahlmodell (36.7 mm x 30.5 mm, 10.1 mm dick). Wasserdicht für den täglichen Gebrauch. Automatikwerk (Kal. 1853). 25 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 37 Stunden. Die Krone ist mit einem synthetischen Spinell-Cabochon verziert. 775.500 Yen (inkl. MwSt.). (Links) Mittleres 18KYG-Modell (32 mm x 27 mm, 7.1 mm dick). Wasserdicht für den täglichen Gebrauch. Quarzwerk. Die Krone ist mit einem Saphir-Cabochon verziert. 3.471.600 Yen (inkl. MwSt.).
Die Tank Française, die rund 80 Jahre nach der ursprünglichen Tank im Jahr 1917 auf den Markt kam, war das erste Modell mit integriertem Armband. Ihr modernes und elegantes Design, konzipiert als Armbanduhr, erfreute sich weltweiter Beliebtheit und war ein Favorit unter Prominenten.
Auf den ersten Blick wirkt die in diesem Jahr erschienene Tank Française unverändert, doch tatsächlich hat sie sich so stark weiterentwickelt, dass man sagen könnte, sie sei zwar ähnlich, aber nicht identisch. Der Schlüssel zu dieser Evolution liegt im Äußeren. Cartier wollte die Einheit von Gehäuse und Armband stärken und schuf so ein neues, stimmiges Design, bei dem das Gehäuse selbst zu einem Glied des Armbands wird.

Der entscheidende Unterschied zum Vorgängermodell liegt in der Form der Glieder des dreifachen Armbands. Früher waren die Glieder trapezförmig und entsprachen den Diagonalen an den vier Ecken des Gehäuses; zwischen ihnen befanden sich Lücken. Das neue Armband greift die Diagonalen auf, die Glieder sind jedoch nahtlos miteinander verbunden. Diese Verbindung ist allerdings nicht so einfach, wie es klingt. Daher haben die Entwickler von Cartier die Form der Glieder komplett überarbeitet und den Verbindungsstellen abgerundete, konvexe und konkave Formen gegeben, die ein synchrones Bewegen ermöglichen.
Üblicherweise sind die Glieder eines Armbands so konstruiert, dass konvexe Oberflächen aufeinandertreffen und so eine reibungslose Bewegung gewährleisten. Cartier wählte jedoch eine anspruchsvollere Form. Das Unternehmen beschreibt es als „das komplexeste Armband, das je in der Manufaktur Cartier gefertigt wurde“ und gibt an, rund 460 Stunden in die Perfektionierung des Armbands durch digitale Simulationen investiert zu haben. Das Ergebnis ist eine nahtlose Ästhetik, Langlebigkeit und die für einen angenehmen Tragekomfort unerlässliche Flexibilität.


Das neue dreigliedrige Armband besteht aus über 100 Gliedern. Stiftförmige Verbindungsstücke verbinden die Glieder, wobei die vollständige Entfernung aller Spuren der eingelassenen Stifte bei Luxusarmbändern Standard ist. Die exquisite Kombination aus polierten und satinierten Oberflächen unterstreicht die Schönheit des Armbands zusätzlich. Die Glieder der mittleren Reihe wechseln sich in polierter und satinierter Ausführung ab und bilden so eine dezent elegante Basis, die im Licht schimmert und eine subtile Eleganz ausstrahlt.
Die metallische Einheitlichkeit kommt auch auf dem Zifferblatt zum Ausdruck, wo die ikonischen römischen Ziffern der Tank dreidimensional aus Metall gefertigt und an der Oberseite poliert sind, was dem Zifferblatt einen neuen Eindruck verleiht.
Die neue Tank Française ist der Höhepunkt der Kreativität und Technik, die die Manufaktur Cartier im 21. Jahrhundert in ihre Außendesigns einfließen ließ.


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