Die von Gerald Genta entworfene Ingenieur schaffte es trotz ihrer begeisterten Anhängerschaft nie in den Standardbereich. Doch der Boom luxuriöser Sportuhren und die Wiederentdeckung von Gentas Designs haben den Klassiker zurück ins Rampenlicht gerückt. Die neue Ingenieur mit integriertem Armband orientiert sich am Modell von 1976, wurde aber modernisiert und erfüllt somit höchste Ansprüche. Dadurch ist sie eine vielseitige Uhr für eine neue Ära.

Basierend auf dem Genta-Design hat sich die neue Ingenieur zu einer vielseitigen Uhr weiterentwickelt. Wie der Designer betont, wurde besonderer Wert auf Ergonomie gelegt, wodurch sie sich sehr angenehm am Handgelenk trägt. Das Armband ist zudem sehr engmaschig und bietet daher kaum Spielraum. Auf eine Feinjustierung der Schließe wurde bewusst verzichtet, um ein besonders flaches Gehäuse zu gewährleisten. Automatikaufzug (Kal. 32111). 27 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 120 Stunden. Edelstahlgehäuse (40 mm Durchmesser, 10.8 mm dick). Exklusiv in ausgewählten Boutiquen erhältlich. 1.567.500 Yen (inkl. MwSt.).
Interview und Text von Masayuki Hirota (Chronos-Japan)
Herausgegeben von Yukiya Suzuki (Chronos-Japan)
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2023 von Kronos Japan]
Die Ingenieur Automatic 40, eine Wiederbelebung des Genta-Designs

Die 1955 erschienene IWC Ingenieur war ein Modell für Kenner mit herausragenden antimagnetischen Eigenschaften. Ihr Prototyp war die Fliegeruhr Mark 11. Durch den Austausch des Handaufzugskalibers 89 gegen ein Automatikwerk wurde sie für den zivilen Gebrauch adaptiert. Um ihren Charakter widerzuspiegeln, wurde der Modellname „Ingenieur“ (französisch für Ingenieur) gewählt.
Die Ingenieur erfuhr 76 eine grundlegende Veränderung. Die Ingenieur SL wurde zu einem Modell mit integriertem Armband weiterentwickelt, entworfen vom innovativen Uhrendesigner Gérald Genta. Fortan prägte Gentas sportliches Design den unverwechselbaren Charakter der Ingenieur. Nach den 2010er-Jahren verloren Gentas Entwürfe jedoch außerhalb Japans an Beliebtheit, und die Ingenieur wurde zu einem konventionelleren Design umgestaltet.
Angesichts des Booms bei Luxus-Sportuhren beschloss IWC, das Design der ursprünglichen SL wiederzubeleben. Die neue Ingenieur ist jedoch keine bloße Neuauflage. Man kann sagen, dass die Essenz der Ingenieur SL von 1976 in die 2013 erschienene Ingenieur Automatic 40 eingeflossen ist. So entspricht beispielsweise das Gittermuster auf dem Zifferblatt dem der SL, während die Kronenschutzbügel vom Modell aus dem Jahr 2013 übernommen wurden.

Die größten Änderungen liegen weniger im Design als im Detail. Der Gehäuseboden ist nun flacher, und das Mittelgehäuse verjüngt sich leicht zur Spitze hin. Die spiegelnden Kanten wurden ebenfalls stärker hervorgehoben, wodurch der Kontrast zum Satin-Finish verstärkt und die Dreidimensionalität der Uhr betont wird. Das Gittermuster auf dem Zifferblatt entstand durch Schleifen der Oberfläche nach dem Ausstanzen mit einer Presse. Die meisten Vorgängermodelle der Ingenieur hatten Zifferblätter aus Weicheisen, das sich nur schwer bearbeiten lässt, anstatt aus Messing. Ein aufwendiges Finish zu erzielen, war daher schwierig, doch dieses Modell meisterte diese Herausforderung durch das Schleifen.
Das Uhrwerk ist das Kaliber 32111, ein von IWC verfeinertes Rohwerk von Val Fleurier. Wie wir in diesem Magazin bereits mehrfach erwähnt haben, handelt es sich um ein Automatikwerk mit exzellenter Aufzugsleistung und Präzision. Darüber hinaus verfügt das neue Modell über ein Weicheisen-Innengehäuse, das eine hohe Magnetfeldresistenz bietet. Obwohl das Unternehmen die genaue Magnetfeldresistenz nicht veröffentlicht hat, gibt Designer Christian Knoop 44.000 A/m an, und auf dem Werbeplakat werden 46.700 A/m genannt. Angesichts der Gehäusedicke von 10.8 mm dürfte dies ausreichend sein.
Die neue Ingenieur mit ihrem ikonischen Design, der hochwertigen Verarbeitung und der überzeugenden Leistung wird sicherlich jeden ansprechen, selbst diejenigen, die keine IWC-Fans sind. Als Uhr ist sie äußerst ausgewogen.

Das Highlight der neuen Ingenieur ist das Modell mit dem einzigartigen aquablauen Zifferblatt. Dieses ist plattiert statt lackiert, um das feine Gittermuster zu erhalten. Das bewusst schmale Armband verleiht ihr einen unverwechselbaren Charakter im Vergleich zu anderen Luxus-Sportuhren. Die technischen Daten entsprechen denen des oben genannten Modells. Exklusiv in ausgewählten Boutiquen erhältlich. Preis: 1.567.500 Yen (inkl. MwSt.).

http://www.webchronos.net/features/93076/

http://www.webchronos.net/features/92805/

http://www.webchronos.net/features/51596/
