Die Daytona, ein legendäres Rolex-Modell, wurde 2023 überarbeitet. Die größte Änderung betrifft das Uhrwerk. Das Meisterwerk Kaliber 4130 wurde leicht verbessert und trägt nun den Namen Kaliber 4131. Auch das Äußere wurde modernisiert und präsentiert sich nun in einem zeitgemäßeren Stil. Charakteristisch sind vermutlich die kürzeren Bandanstöße und die auf den ersten Blick schmalere Lünette.
Text von Masayuki Hirota (Chronos-Japan)

Daytonas neues Kaliber 4131 mit transparentem Gehäuseboden
Seit ihrer Markteinführung 1963 gilt die Rolex Oyster Perpetual Cosmograph Daytona als Meisterwerk. Anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums wurde dieses Modell neu gestaltet. Die Änderungen sind zwar minimal, spiegeln aber die aktuelle Philosophie von Rolex wider.
Die wichtigste Neuerung ist die Verbesserung des Meisterwerks Kaliber 4130. Das Uhrwerk, von dem man ursprünglich annahm, es sei nicht verbesserungsfähig, verfügt nun in einigen Modellen über einen Goldrotor. Darüber hinaus wurde die Anzahl der Rotorlager deutlich erhöht, nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch zur Verbesserung der Aufzugsleistung.

Auf den ersten Blick ähnelt die neue Daytona dem Vorgängermodell, ist aber tatsächlich deutlich anders. Das Foto zeigt ein Modell mit Platingehäuse und eisblauem Zifferblatt. Rolex hat dies noch nicht offiziell bestätigt, aber es ist wahrscheinlich, dass das Zifferblatt PVD-beschichtet ist. Dieses Modell ist zudem das erste professionelle Modell mit transparentem Gehäuseboden. Automatikwerk (Kal. 4131). 44 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 72 Stunden. Platin (Durchmesser 40 mm, Dicke 11.90 mm). Wasserdicht bis 100 m.
Soweit ich das beurteilen kann, handelt es sich nicht um Keramiklager, wie sie von anderen Unternehmen verwendet werden, sondern Rolex hat sich für Standardlager entschieden, um die Effizienz zu steigern.
Der Grund dafür ist unklar, möglicherweise wollte man so die Geräusche vermeiden, die bei Keramiklagern auftreten. Der Abstand zwischen Rotor und Gehäuseboden ist so gering, dass man kaum glauben mag, dass es sich um eine Rolex handelt – die geringe Gehäusedicke wurde also nicht beeinträchtigt.
Das Kaliber 4131 weist noch eine weitere Besonderheit auf: ein neues Genfer Streifenmuster mit einer leichten Linie zwischen den einzelnen Wellen, das Rolex nach eigenen Angaben patentiert hat.

Rolex, die Marke, die sich scheinbar stets wenig um Äußerlichkeiten gekümmert hat, hat sich deutlich gewandelt. Tatsächlich ist die neue Platinversion das erste professionelle Modell mit einem transparenten Gehäuseboden.
