Ein Testbericht zur neuen TAG Heuer Aquaracer Professional 200 Solargraph, einer robusten, leichten Allzweck-Sportuhr.

FEATURE Eindruck
2023.03.21

Dies ist ein ausführlicher Test des TAG Heuer Aquaracer Professional 200 Solargraph mit Titangehäuse – ein neues Modell, das erst 2023 auf den Markt kam. Welche einzigartigen Eigenschaften verleihen das Titangehäuse und das lichtbetriebene Quarzwerk dieser Uhr? Wir beleuchten sie aus verschiedenen Perspektiven.

Aquaracer Professional 200 Solar Graph

TAG Heuer Aquaracer Professional 200 Solargraph
Dieses leichte Modell mit Titangehäuse ist das zweite Solargraph-Modell. Die sandgestrahlte Oberfläche unterstreicht das robuste Design, der Sekundenzeiger ist polarblau. Es verfügt über ein lichtbetriebenes Quarzwerk (Kal. TH50-00). Das Titangehäuse (40 mm Durchmesser) ist bis 200 m wasserdicht. Der Preis beträgt 368.500 Yen (inkl. MwSt.).
Text und Fotos von Tsubasa Nojima
Artikel veröffentlicht am 21. Juli 2023


Ein Testbericht des einzigartigen Aquaracer „Solargraph“

 2021 entschied sich TAG Heuer für die Neuauflage seiner Aquaracer-Kollektion von Taucheruhren. Das neue Modell, die Aquaracer Professional 200, behielt die ikonische 12-eckige Lünette bei, verfügte aber zusätzlich über einen kratzfesten Keramikeinsatz. Durch die Reduzierung der Gehäusedicke und die Verkürzung der Bandanstöße wurde eine angenehme Handhabung erreicht, die sich auch für den Büroalltag eignet.

 Im darauffolgenden Jahr festigte das Unternehmen die Grundlage der Kollektion mit der Veröffentlichung der eleganteren Aquaracer Professional 200 und der Aquaracer Professional 1000 Super Diver, die eine deutlich verbesserte Wasserdichtigkeit boten.

 Das Modell, das wir diesmal unter die Lupe nehmen, ist die Aquaracer Professional 200 Solargraph, eine Variante der Aquaracer Professional 200. Wie der Name „Solargraph“ bereits vermuten lässt, ist dieses Modell mit einem lichtbetriebenen Quarzwerk von La Joux-Perret ausgestattet.

Aquaracer Professional 200 Solar Graph

Das Zifferblatt besteht offenbar aus teilweise transparentem Material, um das Laden des Zusatzakkus zu ermöglichen, aber zumindest ist mir das beim Hinsehen nicht aufgefallen. Die zwölfeckige Lünette macht die Uhr nicht nur sofort als Aquaracer erkennbar, sondern erleichtert auch das Drehen.

 Anders als batteriebetriebene Quarzuhren, deren Zeiger aufgrund mangelnder Energie stehen bleiben, nimmt eine solarbetriebene Quarzuhr ihren Betrieb sofort wieder auf, sobald sie kurz dem Licht ausgesetzt wird. Laut Herstellerangaben reichen bereits zwei Minuten helles Sonnenlicht aus, um die Uhr für etwa einen Tag aufzuladen. Das macht sie zu einer zuverlässigen Uhr für jede Situation, auch dort, wo ein Batteriewechsel schwierig ist.

 Die Solargraph wird 2022 als Edelstahlgehäusemodell und 2023 als Titangehäusemodell auf den Markt kommen. Dieses Mal schauen wir uns das kürzlich erschienene Titangehäusemodell an.


Das Titan-Außenmaterial verleiht ihm einen robusten und stoischen Charakter.

 Der erste Eindruck dieses Modells ist schlichtweg „robust“. Das Äußere, einschließlich Lünette, Gehäuseboden und Armband, besteht aus sandgestrahltem Titan Grad 2. Es gibt keine Lünetteneinlage; die Skala ist direkt in die Lünette eingraviert.

 Die 2021 erschienene Aquaracer Professional 300 zeichnete sich durch ein Edelstahlgehäuse mit satiniertem und poliertem Finish sowie eine Keramiklünette aus. Ihr Erscheinungsbild kann als gelungene Weiterentwicklung der Aquaracer gelten, die Sportlichkeit und Eleganz vereint. Dieses Titanmodell hingegen ist völlig anders und erinnert so sehr an deutsche Militäruhren wie Sinn und Tutima.

 Die verschiedenen Designmerkmale, darunter die 12-eckige Lünette und das Zifferblatt mit horizontalem Muster, lassen jedoch eindeutig erkennen, dass dieses Modell zur Aquaracer-Kollektion gehört.

Aquaracer Professional 200 Solar Graph

Das schlanke Gehäuse mit seinen sandgestrahlten Kanten passt angenehm unter die Manschette. Die große Krone ist leicht zu bedienen und lässt sich nach dem Einstellen der Uhrzeit problemlos wieder einschrauben.

 Ein häufiger Kritikpunkt an Taucheruhren im Allgemeinen, nicht nur an denen einer bestimmten Marke, lautet: „Ist sie nicht ähnlich wie XX (eine bekannte Taucheruhr)?“

 Sie mögen zwar ähnlich sein, aber eine Taucheruhr gehört zu den Werkzeugen, denen Taucher ihr Leben anvertrauen. Deshalb wurden Normen wie ISO und JIS entwickelt, die die erforderlichen Funktionen und Leistungsmerkmale klar festlegen.

 Optisch müsste sie mit Leuchtfarbe beschichtet sein, 12 gut sichtbare Indizes aufweisen und über einen Mechanismus zur Messung der verstrichenen Zeit verfügen, beispielsweise eine einseitig drehbare Lünette.

 Abgesehen von den technischen Daten muss die Krone vergrößert werden, um die Bedienbarkeit zu verbessern. Außerdem kann ein Kronenschutz angebracht werden, um ein Brechen der Krone zu verhindern. Das Gehäuse wird voraussichtlich satiniert, damit Kratzer weniger auffallen, und dicker sein, um eine hohe Wasserdichtigkeit zu gewährleisten.

 Wenn wir dem Sprichwort „Form folgt Funktion“ folgen, dann gilt: Je solider eine Taucheruhr gefertigt ist, desto ähnlicher sieht sie naturgemäß aus. Entscheidend ist hierbei der große Unterschied zwischen etwas, das am Ende ähnlich aussieht, und etwas, das nur auf den ersten Blick ähnlich wirkt.

 Und was ist mit der Aquaracer? Darauf gehen wir später noch genauer ein, aber ihre 12-eckige Lünette und das horizontal gemusterte Zifferblatt verliehen ihr eine unverwechselbare Persönlichkeit, und das war mehr als nur ein Designunterschied.