Auch nach 50 Jahren noch führend: Die Breguet Caliber 502-Serie, ein Meisterwerk, das stetig weiterentwickelt wird.

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2022.10.03

Masamasa Hirota, Chefredakteur von Chronos Japan, wählt willkürlich einige der besten Uhrwerke dieser Serie aus und erläutert sie. Diesmal betrachten wir das Kaliber 502 von Breguet. Dieses Uhrwerk ist eine Weiterentwicklung der Kaliber-70/71-Serie, die 1971 auf den Markt kam, und gilt als Meisterwerk flacher, hochwertiger Automatikwerke.

Cal.502.3QSE1

Das Grunddesign der Kaliberreihe 502 ist über ein halbes Jahrhundert alt. Die Idee, das Uhrwerk durch Verschiebung der Rotorachse zu verfeinern, ist jedoch nach wie vor aktuell. Breguets kontinuierliche Verbesserungen haben zu erstklassiger Leistung geführt. Das Foto zeigt das Kaliber 502.3QSE1. Durchmesser: 27 mm. 35 Steine. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve: ca. 45 Stunden. Freischwingend. Silizium-Spiralfeder.
Fotograf: Eiichi Okuyama
Fotografien von Eiichi Okuyama
Masamasa Hirota (Kronos Japan): Interview und Schreiben
Text von Masayuki Hirota (Chronos-Japan)
Artikel veröffentlicht am 3. August 2022


Die Basis ist ein dünnes automatisches Rohwerk.

 Breguet fertigt weiterhin Uhren des genialen Uhrmachers Abraham-Louis Breguet. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg des Unternehmens ist zweifellos der unverwechselbare Breguet-Stil. Ebenso wichtig sind jedoch die exzellenten Uhrwerke.

 Nouvelle Lemania und Frédéric Piguet zählten zu den führenden Schweizer Herstellern von Luxuswerken. Seit dem Beitritt zur Swatch Group im Jahr 2000 hat Breguet viele der herausragenden Uhrwerke dieser beiden Unternehmen übernommen. Müsste man jedoch ein Meisterwerk hervorheben, wäre es die ultraflache Kaliber-502-Serie mit dezentralem Rotor. Sie basierte auf der Kaliber-70/71-Serie. In dieser Zeit arbeiteten viele Uhrenhersteller an der Entwicklung flacher Automatikwerke, und es kamen Mikrorotoren und periphere Rotoren auf den Markt, bei denen der Rotor am äußeren Rand des Uhrwerks angebracht ist.

 Im Gegensatz dazu wählte man bei der Kaliber-70/71-Serie bewusst einen größeren Rotor als einen Mikrorotor und positionierte ihn außerhalb der Werkmitte, um sowohl eine geringe Dicke als auch eine hohe Aufzugseffizienz zu erzielen. Da die Rotorachse nicht mit dem Sekundenrad, das Stunden- und Minutenzeiger bewegt, kollidiert, konnte die Dicke des automatischen Aufzugsmechanismus deutlich reduziert werden. Dieses Uhrwerk, das mühelos eine Dicke von nur 2.4 mm erreichte, war ein Meisterwerk flacher Automatikaufzüge.

 Breguet verwendet dieses Uhrwerk unter der Bezeichnung Kaliber 502 seit den 1980er Jahren. Die Kaliberreihe 70/71, deren Grundkonstruktion aus dem Jahr 90 stammt, war jedoch selbst in den 71er Jahren nicht mehr neu. Da zudem für flache Uhrwerke eine hohe Präzision erforderlich war, wirkte die Kaliberreihe 70/71 mit ihrem geringen Trägheitsmoment der Unruh im Vergleich zu den modernen Automatikwerken anderer Hersteller zunehmend weniger präzise.


Seit den 2000er Jahren haben umfangreiche Aktualisierungen es zu einem hochspezialisierten High-End-Gerät gemacht.

 Seit den 2000er-Jahren hat Breguet die Leistung dieses klassischen Uhrwerks durch eine Erhöhung der Frequenz von 18.000 auf 21.600 Halbschwingungen pro Stunde sowie durch die Verwendung einer Silizium-Spirale und -Hemmung deutlich verbessert. Die neuesten Kaliber 502, darunter die Kaliber 502.3 DR1 und 502.3QSE1, zeichnen sich neben diesen Verbesserungen auch durch eine verfeinerte Werkveredelung aus. Merkmale wie der sehr feine Genfer Streifenschliff und die irisierende, gestreifte Oberfläche zeugen von höchster Qualität.

Kal. 502.3 DR1

Charakteristisch für Breguet ist die exzellente Veredelung des Uhrwerks. Details wie handgerundete Fasen, irisierender Schliff und flacher Genfer Streifenschliff sind bis heute charakteristisch für Breguet. Die Abbildung zeigt das Kaliber 502.3 DR1. Durchmesser 27 mm. 37 Steine. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 46 Stunden. Freischwingend. Silizium-Spiralfeder.

 Ein Uhrwerk, dessen Grundkonstruktion über 50 Jahre alt ist, zählt noch immer zu den führenden Uhrmachern. Das ist an sich schon bemerkenswert, doch Breguets wahre Größe liegt darin, dass das Unternehmen diese Technik stetig weiterentwickelt. Breguet fertigt viele Meisterwerke unter den Uhrwerken. Doch das automatische Kaliber 502 verkörpert wohl am deutlichsten den Ansatz des Unternehmens, Tradition und Innovation zu vereinen. Dieses Uhrwerk kann nur Breguet herstellen.


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