Onyx erweitert die Möglichkeiten von Luxus-Sportuhren. Die Girard-Perregaux Laureato 42 mm mit einem wunderschönen Zifferblatt.

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2022.09.06

Das Segment der luxuriösen Sportuhren erfreut sich wachsender Beliebtheit und diversifiziert sein Spektrum. Die neue Girard-Perregaux Laureato ist das erste Serienmodell mit einem Zifferblatt aus schwarzem Onyx. Das tiefschwarze Zifferblatt eröffnet eine neue Welt des Luxus.

Fotografien von Kazunao Maeda
Text von Mitsuru Shibata
Artikel veröffentlicht am 06. August 2022

Girard-Perregaux "Laureato"
Automatikwerk (Kal. GP01800). 28 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 54 Stunden. 18 Karat Gold (Durchmesser 42 mm). Wasserdicht bis 100 m. Preis: 4.202.000 Yen (inkl. MwSt.).


Die Originalität des Laureato hebt ihn von anderen Luxus-Sportwagen ab.

 Die Laureato, die heute maßgeblich für den Erfolg von Girard-Perregaux verantwortlich ist, wurde 1975 eingeführt. Mit ihrer achteckigen Lünette und dem ins Gehäuse integrierten Armband war sie damals ein beliebtes Modell und gehört zur Kategorie der luxuriösen Sportuhren, die aktuell eine Renaissance erlebt. Was sie jedoch von anderen Luxus-Sportuhren abhob, war ihr hauseigenes Quarzwerk GP-350 – eines der ersten Schweizer Uhrwerke der Marke.

 Mit ihrer zukunftsweisenden Technologie und ihrem anspruchsvollen Design war die Laureato wohl von Anfang an für Originalität und Innovation prädestiniert. Seitdem wurde sie mit fortschrittlicher Technologie und zeitgemäßem Design weiterentwickelt. Obwohl sie 2010 zeitweise nicht mehr im Sortiment war, feierte sie nach einer limitierten Neuauflage 16 im Folgejahr ihr Comeback als Flaggschiff-Kollektion. Ihr rasanter Aufstieg zur neuen Generation luxuriöser Sportuhren ist bekannt, und ein neues, unverwechselbares Merkmal wurde hinzugefügt: das Zifferblatt aus schwarzem Onyx.


Onyx-Zifferblätter gehören mittlerweile zum Standard.

Das schwarze Onyx-Zifferblatt besitzt eine einzigartige, mineralische Textur, die sich deutlich vom glänzenden Schimmer mehrschichtiger Lackierungen oder Emaille unterscheidet. Seine glatte Oberfläche erinnert an Glas, und seine tiefschwarze Farbe scheint das Licht zu absorbieren.

 Onyx, im Japanischen als Achat bekannt, zeichnet sich durch einzelne weiße Streifen im Rohstein aus. Schwarzer Onyx entsteht durch künstliches Färben und erhält dadurch einen tiefen, glasartigen Schwarzton. Zusammen mit Natursteinen wie Spinell und Turmalin ist er für Accessoires beliebt, doch aufgrund seiner geringen Härte, Stoßempfindlichkeit und Absplitterungsneigung ist er ein seltenes Material, das nur selten für Zifferblätter verwendet wird.

 Es ist nicht das erste Mal, dass die Laureato Onyx für ihr Zifferblatt verwendet. Die Infinity Edition, die 20 anlässlich des Abschlusses eines Exklusivvertriebsvertrags mit Wempe, einem traditionsreichen deutschen Uhren- und Schmuckhersteller, erschien, zeichnete sich durch ein Onyx-Zifferblatt aus, das auch in anderen Kollektionen Verwendung fand. Sie wurde in 42-mm- und 38-mm-Edelstahlmodellen angeboten. Allerdings handelte es sich dabei um eine limitierte Auflage; dies ist das erste Mal, dass Onyx für ein reguläres Modell verwendet wird.

Die kleinen Kalenderfenster sind präzise gefertigt. Die schönen, scharfen Kanten fügen sich nahtlos in das Zifferblatt ein, sodass der Kalender selbst harmonisch mit diesem verschmilzt.

 Girard-Perregaux ist zwar bekannt für seine Zifferblätter, die in der traditionellen Grand-Feu-Emaille- und Cloisonné-Technik von Donze Cadrans, einer Tochtergesellschaft von Ulysse Nardin, gefertigt werden, doch Onyx ist selten, erfordert aber das gleiche Maß an Geschicklichkeit und 15 filigrane Arbeitsschritte.

 Zunächst wird eine etwa 4 mm dicke Onyxplatte acht Wochen lang in eine schwarze chemische Lösung eingelegt und anschließend über eine Woche lang im Vakuum getrocknet. Danach wird sie sorgfältig ausgewählt, in die Form des Zifferblatts zugeschnitten und mit einer Polierscheibe von Hand abgerundet. In weiteren Bearbeitungsschritten werden die kleinen Kalenderfenster präzise ausgeschnitten, während die Dicke von 4 mm auf 0.4 mm reduziert wird. Ein abschließender Polierprozess sorgt für eine wunderschöne, spiegelglatte Oberfläche.

Etwa 4 mm dicke Onyxplatten werden acht Wochen lang in eine schwarze chemische Flüssigkeit eingelegt und anschließend über eine Woche lang im Vakuum getrocknet. Danach werden sie gereinigt, sorgfältig geprüft und ausgewählt. Anschließend werden sie auf die Form und Größe des Zifferblatts zugeschnitten.

 Das so entstandene schwarze Onyx-Zifferblatt unterscheidet sich zwar von dem Glanz von Lack oder Emaille, besticht aber durch ein tiefes Schwarz, wie es nur Naturstein bieten kann. Die Indizes und das „GP“-Logo heben sich deutlich davon ab, und die Schatten der Zeiger erzeugen eine unvergleichliche Schönheit. Schon der Anblick zieht den Blick magisch an.

Die diamantgeschliffenen Zeiger sind außergewöhnlich scharf und scheinen auf dem tiefschwarzen Zifferblatt zu schweben, wobei jeder reflektierte Schatten zur Schönheit der Uhr beiträgt.

 Viele Luxus-Sportuhren kombinieren ein robustes, kantiges Gehäuse und Armband aus Edelstahl mit einem aufwendig verzierten Zifferblatt. Dieser Kontrast ist eines ihrer Verkaufsargumente. Die neue Laureato hingegen besticht durch ihre Originalität mit einem ausdruckslosen Schwarz, das beinahe Dunkelheit suggeriert. Dies ist nicht auf Verzierungen zurückzuführen, sondern auf das natürliche Material des schwarzen Onyx, das seine einzigartige Schönheit zum Ausdruck bringt.


Das goldene Gehäuse unterstreicht die Ästhetik und sorgt für den gleichen bequemen Sitz.

 Während in den letzten Jahren sportliche Modelle wie die Omega Speedmaster auf den Markt kamen, wird schwarzer Onyx häufig als elegantes Zifferblattmaterial für Dresswatches verwendet. Die Laureato konzentriert sich genau darauf und erschließt so neue Möglichkeiten für luxuriöse Sportuhren. Das Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold verstärkt diesen Eindruck. Sein dezenter Glanz harmoniert perfekt mit dem Schwarz und erzeugt einen luxuriösen und zugleich eleganten Look.

Das ikonische Gehäuseteil vereint eine achteckige Lünette mit einem überwiegend satinierten Gehäuse mit polierten Kanten. Die Kombination aus dem dezenten 18-karätigen Bronzegold und dem schimmernden Onyx ist exquisit.

 Sie bringt die verborgene architektonische Schönheit der Laureato wirkungsvoll zur Geltung. Ein kreisrunder Einsatz ist in die markante achteckige Lünette eingelassen und bildet eine harmonische Fortsetzung des Gehäuses. Diese durchgehende, filigrane Form ist dreidimensional mit den Bandanstößen verbunden, die sich elegant an das Handgelenk schmiegen. Sie verkörpert die italienische Ästhetik und die anmutige Dynamik, die die Marke über die Jahre kultiviert hat, und die warme Ausstrahlung des 18-karätigen Weißgoldgehäuses unterstreicht diese Ästhetik einmal mehr.

 Das Modell ist in zwei Ausführungen erhältlich: mit dem abgebildeten Lederarmband und mit einem Metallarmband. Ich persönlich würde die Variante mit Lederarmband wählen. Das Metallarmband wirkt zwar luxuriöser, aber das Lederarmband ist in puncto Leichtigkeit und Tragekomfort unschlagbar. Und wenn man unter Luxus-Sportuhren heutzutage eher einen lässigen und alltagstauglichen Look versteht, wirkt die Vollgoldversion etwas zu aufdringlich.

 Das Armband hingegen vereint luxuriöse Eleganz mit der formellen Strenge einer Dresswatch und einer dynamischen Sportlichkeit. Es fügt sich perfekt in den Alltag ein und verleiht Ihrem Tag ein Gefühl der Zufriedenheit. Und ich bin überzeugt, dass Laureato mit dieser Uhr die nächste Generation luxuriöser Sportswear einläutet.

Kontaktinformationen: Sowind Japan Tel. 03-5211-1791

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