Die Santos de Cartier von Cartier, eine Ikone der Uhrenindustrie, die sich auch nach einem Jahrhundert noch weiterentwickelt.

FEATURE Andere
2022.08.01
PR: CARTIER

Die Santos, 1904 vorgestellt und 11 auf den Markt gebracht, ist eine Ikone, die nicht nur Cartier, sondern die gesamte Uhrenindustrie symbolisiert. Warum steht diese Kollektion also auch heute noch an der Spitze? Die Antwort liegt in Cartiers Bestreben, die Qualität kontinuierlich zu verfeinern, ohne dabei die Essenz zu verändern.

Fotografien von Eiichi Okuyama
Text von Masayuki Hirota (Chronos-Japan)
Artikel veröffentlicht am 1. Juli 2022





Mehrzweckcharakter ermöglicht durch die Weiterentwicklung von Interieur und Exterieur

 Cartier hatte lange Zeit Teile von externen Zulieferern bezogen, doch mit der Fertigstellung einer neuen Manufaktur im Jahr 2001 wandelte sich die Marke zur Manufaktur und fertigte ihre Uhren vollständig im eigenen Haus. Das Unternehmen hatte zwar das Kaliber 8000 MC und die dazugehörigen Mechanismen entwickelt, verfügte aber über kein entsprechendes Produktionssystem. Mit der gesammelten Technologie und dem Know-how eröffnete Cartier eine neue Manufaktur in La Chaux-de-Fonds. 09 präsentierte das Unternehmen sein eigenes Manufakturwerk, das Kaliber 1904 MC, und begann im darauffolgenden Jahr mit der Eigenproduktion der äußeren Komponenten. Der Höhepunkt dieser Bemühungen zeigt sich in der neuen Santos de Cartier, die 18 lanciert wurde.

Santos de Cartier

Cartier "Santos de Cartier"
Die 2018 erschienene Santos de Cartier ist in zwei Größen erhältlich. Dies ist das größere LM-Modell, obwohl sein Gehäuse nur 39.8 mm breit ist. Es verfügt über ein „QuickSwitch“-System zum einfachen Wechseln von Armband und Lederarmband sowie ein „SmartLink“-System zur Anpassung der Armbandlänge. Automatikaufzug (Kal. 1847 MC). 23 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve: ca. 40 Stunden. Edelstahl und 18-karätiges Gelbgold (47.5 mm x 39.8 mm x 9.08 mm). Wasserdicht bis 10 bar. Inklusive austauschbarem Kalbslederarmband. Preis: 1.518.000 Yen (inkl. MwSt.). Es gibt auch ein MM-Modell (41.9 mm x 35.1 mm x 8.8 mm).

 Ihr Design orientierte sich an der Santos Galbee von 1978. Doch als Ausdruck der Weiterentwicklung von Cartier präsentierte sie sich als völlig eigenständige Uhr. Der größte Unterschied lag im Uhrwerk. Eine verbesserte Version des Standardwerks ETA 2892A2 wurde durch das hauseigene Kaliber 1847 MC ersetzt. Das Magic-Click-System, das anstelle von Zahnrädern Sperrklinken zum Aufziehen des Automatikwerks nutzt, verbesserte die Aufzugseffizienz deutlich und ermöglichte so ein ausreichendes Aufziehen selbst bei sitzender Tätigkeit. Auch die Magnetfeldresistenz wurde durch die Verwendung eines anderen Materials für die Hemmung optimiert.

Chronographenmodell „Santos de Cartier“.

Cartier Chronographenmodell „Santos de Cartier“.
Das Uhrwerk basiert auf dem bekannten Kaliber 1904-CH MC, wurde jedoch mit einem Ein-Drücker-Mechanismus optimiert und der Drücker auf die 9-Uhr-Position verlegt. Die Lünette ist mit kratzfestem ADLC beschichtet, Indizes und Zeiger sind mit Leuchtmasse versehen. Das flache Gehäuse bleibt bei diesem Modell unverändert. Automatikaufzug (Kal. 1904-CH MC). 37 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 47 Stunden. Edelstahl + ADLC (51.3 mm x 44.9 mm, 12.4 mm dick). Wasserdicht bis 10 bar. Alligatorlederarmband (austauschbares Kautschukarmband im Lieferumfang enthalten). Preis: 1.284.000 Yen (inkl. MwSt.).

 Gleiches gilt für den Chronographen. Das Kaliber 1904-CH MC ist kein nachträglich aufgesetztes Modul, sondern ein von Cartier gefertigtes, einteiliges Uhrwerk. Es verfügt über eine vertikale Kupplung, die auch im laufenden Betrieb einen Leistungsverlust verhindert, und wurde über einen langen Zeitraum gealtert, um die Zuverlässigkeit zu optimieren. Zudem wurde es auf einen Ein-Drücker-Chronographen umgestellt, um die Ästhetik der Santos de Cartier nicht zu beeinträchtigen.

Skelettmodell „Santos de Cartier“.

Cartier Skelettmodell „Santos de Cartier“.
Da Cartier nun selbst Uhren herstellt, überrascht es nicht, dass auch die neue Santos de Cartier mit skelettierten Gehäusen ausgestattet ist – ein Markenzeichen der Marke. Als vielseitiges Modell für jeden Anlass wurde das Gehäuse auf Edelstahl umgestellt. Indizes und Zeiger sind mit Super-LumiNova®, einer Leuchtfarbe, beschichtet. Handaufzug (Kal. 9612 MC). 20 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 70 Stunden. Edelstahl + ADLC (47.5 mm x 39.8 mm, 9.4 mm dick). Wasserdicht bis 10 bar. Dunkelgraues Alligatorlederarmband (ein austauschbares, seidenmattes dunkelgraues Alligatorlederarmband ist im Lieferumfang enthalten). Preis: 3.946.800 Yen (inkl. MwSt.).

 Die bedeutendsten Fortschritte wurden jedoch im äußeren Bereich erzielt. Cartier hatte die Fertigung der äußeren Komponenten zuvor ausgelagert, produziert nun aber Gehäuse und Armband im eigenen Werk in La Chaux-de-Fonds. Dadurch verfügt die Santos de Cartier nun über das QuickSwitch-System für einen einfachen Armband- und Bandwechsel sowie das SmartLink-System zur Anpassung der Armbandlänge.

 Sowohl Quick Switch als auch Smart Link sind unglaublich benutzerfreundlich. Beim Quick Switch lässt sich das Armband durch einfaches Drücken eines Knopfes auf der Gehäuserückseite abnehmen. Beim Smart Link kann die Länge mühelos angepasst werden, indem ein in das Armbandglied integrierter Knopf gedrückt wird, wodurch der Sicherungsstift entfernt wird. Oftmals geht eine einfache Bedienung mit einer weniger sicheren Verbindung einher. Cartier hingegen vereint die Stabilität eines einteiligen Designs mit höchster Benutzerfreundlichkeit.

Cartier QuickSwitch-System

Das Quick-Switch-System, mit dem sich Armband oder Lederarmband mühelos wechseln lassen, zeugt von der hohen Qualität von Cartier. Ein einfacher Druck auf den Knopf auf der Gehäuserückseite genügt, um Armband oder Lederarmband schnell zu entfernen. Das präzise gefertigte Teil, das mit dem Gehäuse in Eingriff kommt, sorgt für nahezu spielfreien Halt, selbst bei seitlichen Bewegungen.
Cartier SmartLink System

Das Smart-Link-System ermöglicht eine einfache Anpassung der Armbandlänge. Es handelt sich zwar nicht um ein völlig neues System, Cartier hat es jedoch durch die Übernahme weiterentwickelt. Dank der hohen Verarbeitungspräzision sind die in die Glieder integrierten Knöpfe kaum sichtbar. Durch die verbesserte Präzision wurde das Spiel nach links und rechts reduziert, obwohl das Armband vollständig zerlegbar ist.

 Es gibt noch Verbesserungspotenzial. Obwohl die Basisversion der Santos de Cartier bis 10 bar wasserdicht ist, beträgt ihre Gehäusedicke nur 9.4 mm (LM) bzw. 8.8 mm (MM). Der ebenfalls bis 10 bar wasserdichte Chronograph misst sogar nur 12.4 mm. Cartiers Stärke liegt aktuell nicht nur in der hauseigenen Fertigung, sondern auch in der deutlichen Verbesserung der Uhrenqualität.

Santos de Cartier

Vincent Wulveryck © Cartier
Cartier "Santos de Cartier"
Cartier bevorzugte lange Zeit einfarbige Zifferblätter. In den letzten Jahren experimentiert die Marke jedoch mit einer Vielzahl von Farben. Die Santos de Cartier bildet da keine Ausnahme und ist auch in einem Modell mit leuchtend blauem Zifferblatt erhältlich. Automatikwerk (Kal. 1847 MC). 23 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 40 Stunden. Edelstahl (47.5 mm x 39.8 mm, 9.08 mm dick). Wasserdicht bis 10 bar. Edelstahlarmband (austauschbares marineblaues Kalbslederarmband inklusive). Preis: 998.800 Yen (inkl. MwSt.).