F: Die Vergoldung meines Uhrengehäuses hat sich abgeblättert. Kann das repariert werden?
Vergoldete Gehäuse, wie sie oft bei günstigen Uhren zu finden sind, können aufgearbeitet werden, wenn sie wie früher mit echtem Gold vergoldet wurden. Die heutzutage häufiger anzutreffenden, aus Titan gefertigten Gehäuse können jedoch nicht aufgearbeitet werden.

A: Alte Uhren können repariert werden.
Vergoldete Gehäuse findet man häufig bei günstigen Uhren. Alte Vergoldungen sind empfindlich und können sich unter rauen Umweltbedingungen ablösen. Uhrenhersteller vergolden in der Regel nicht neu, einige Uhrenreparaturwerkstätten bieten diesen Service jedoch an. Da die Vergoldung entfernt und neu aufgetragen werden muss, sind die Reparaturkosten hoch. Aus diesem Grund ist die Aufarbeitung von Vergoldungen nicht sehr verbreitet.
Die meisten heutigen Vergoldungen bestehen nicht aus Gold, sondern aus einer Titanfolie, die Gold imitieren soll. Sie ist deutlich widerstandsfähiger als echte Vergoldung, und neuere Beispiele erzielen eine Farbe, die dem Original sehr nahekommt. Allerdings ist die Folie hart und lässt sich nur schwer entfernen, sodass eine Nachbearbeitung unmöglich ist.

Ob die Uhr vergoldet oder goldplattiert ist, erkennt man an der Gravur auf dem Gehäuse.
Ist eine Uhr tatsächlich vergoldet, trägt das Gehäuse in der Regel eine Gravur wie „VERGOLDET“. Ein vergoldetes Gehäuse ohne Gravur gilt als Fälschung. Übrigens: In der Uhren- und Schmuckindustrie heißt es, dass sich eine Vergoldung von 1 Mikron (1/1000 mm) innerhalb eines Jahres abnutzt.
Manche alte amerikanische Taschenuhren sind nicht nur goldplattiert, sondern auch vergoldet, wodurch eine mehrere zehn Mikrometer dicke Beschichtung entsteht. Diese vergoldeten Gehäuse tragen oft den Aufdruck „Lebenslange Garantie“, um zu betonen, dass die Beschichtung jahrzehntelang hält.
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