Alpina wurde 1883 gegründet und 2002 von den Gründern von Frederique Constant als Schwestermarke für robuste, sportliche Uhren wiederbelebt. Eines der Modelle, das die Marke Alpina bekannt machte, war die vom Skifahren inspirierte Avalanche Regulator, die 2005 auf den Markt kam. Dieses Modell kombinierte ein ungewöhnliches, kissenförmiges Edelstahlgehäuse mit einem damals seltenen Regulator-Zifferblatt. Nach einer längeren Pause seit 2006 brachte Alpina 2020 die Alpiner Regulator Automatic mit einem schlankeren, runden Gehäuse heraus. Ich hatte die Gelegenheit, dieses Modell zu tragen und kann seine Faszination für die alpine Landschaft der Adirondacks im US-Bundesstaat New York gut nachvollziehen.
Text von Mark Bernardo
Artikel veröffentlicht am 10. Juli 2021
Alpinas Regulator-Stil, der seit 2006 existiert

Das markante 45-mm-Edelstahlgehäuse der Alpina Regulator Automatic ist von einem flachen Saphirglas umgeben. Die leicht gewölbte Lünette ist satiniert. Die ebenfalls satinierten, polierten und facettierten Bandanstöße laufen spitz zu und gehen in das warmbraune Lederarmband über. Der massive Gehäuseboden ziert das Alpina-Logo und ein Bergmotiv. Die verschraubte Krone trägt auf ihrer polierten Oberfläche ein dreieckiges Alpina-Emblem, das an einen Berggipfel erinnert.

Das dunkelblaue Hauptzifferblatt ist mit Genfer Streifen verziert. Diese Veredelung, die man üblicherweise bei Uhrwerken findet, ist auf dem Zifferblatt selten. Wie viele Regulatoruhren verfügt auch dieses Modell über eine markante zentrale Stundenanzeige. Die Stunden- und Minutenanzeigen bei 10 und 6 Uhr sind beide mit einem Sonnenschliff versehen und tragen große weiße arabische Ziffern. Die Stunden- und Minutenzeiger sind in Form schmaler Dreiecke gestaltet und erinnern an Berggipfel.

Die Indizes des Hauptzifferblatts sind fünfeckig und kombinieren ein Rechteck mit einem Dreieck, das an das Alpina-Logo erinnert. Sie sind im Fünf-Minuten-Abstand angeordnet, jedoch fehlen die Indizes zwischen 9 und 11 Uhr, die sich mit dem Minutenzähler überschneiden. Zwar lässt sich die Zeit auf dem Zifferblattrand mit etwas Mühe erahnen, doch ist dies eine Enttäuschung für alle, die Wert auf gute Ablesbarkeit legen, selbst bei einer Regulatoruhr.

Das automatische Kaliber AL-650 basiert auf einem ETA-Werk. Es ersetzt das Unitas-6498-basierte Werk, das von 2005 bis 2006 im Avalanche Regulator verbaut wurde. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Werken liegt in der Aufzugsart: Das alte Werk wird manuell aufgezogen, das neue ist ein Automatikwerk. Das frühere, ein Taschenuhrwerk, war größer und hatte eine niedrigere Frequenz von 18.800 Halbschwingungen pro Stunde, bot aber mit rund 53 Stunden eine deutlich längere Gangreserve als das neue Modell mit etwa 38 Stunden.

Das Armband aus dickem, weichem Kalbsleder mit kontrastierenden Ziernähten unterstreicht den Outdoor-Charakter der Uhr. Es wird mit einer Dornschließe aus Edelstahl mit dem Alpina-Logo auf der satinierten Oberfläche sicher am Handgelenk befestigt. Die Kombination aus braunem Lederarmband, satiniertem Gehäuse und strukturiertem, dunkelblauem Zifferblatt macht die Alpiner Regulator Automatic zu einer eleganten und vielseitigen Alltagsuhr. Ihr außergewöhnliches Regulator-Zifferblatt sorgt garantiert für Gesprächsstoff im Büro oder auf der Piste. Auch der attraktive Preis von 2104 US-Dollar macht sie zu einer überzeugenden Wahl.
Neben diesem Modell ist die Alpina Regulator Automatic in verschiedenen Ausführungen erhältlich, darunter ein Modell mit schwarzem Zifferblatt, eine auf 833 Stück limitierte Edition mit roten Details und Ziernähten sowie eine Version mit Armband. Um die Verbundenheit mit den Bergen zu unterstreichen, spendet Alpina für jede auf ihrer Website verkaufte Uhr 100 US-Dollar an die National Parks Foundation, deren offizieller Partner die Marke ist.
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