Alles hat einen Namen, und jeder Name hat eine Bedeutung und einen Grund für seine Benennung. Woher stammt also der Name dieser berühmten Uhr? In dieser Kolumne lüften wir die Geheimnisse hinter den Namen von Uhren und stellen sie Ihnen anhand ihrer Geschichten vor.
Diesmal werden wir den Ursprung des Namens „LUC“ von Chopard untersuchen, der im Jahr 2021 sein 25-jähriges Jubiläum feiert, da der damalige Vizepräsident von Chopard, Karl-Friedrich Scheufele, 1996 die „Chopard Manufacture“ in Fleurier, Schweiz, gründete und dort mit der hauseigenen Entwicklung und Produktion begann.

Diese frühe „LUC 1860“ ist mit Chopards erstem Manufakturwerk, dem Kaliber LUC 1.96, ausgestattet, das 1996 fertiggestellt wurde. Es zeichnet sich durch stumpfe Bandanstöße und eine abgerundete Lünette aus, was ihm einen klassischen und authentischen Eindruck verleiht. Das Werk wurde mit dem Genfer Siegel ausgezeichnet. Erstveröffentlichung: 1996. Automatikwerk (Kal. LUC 1.96). 32 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 65 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold (36.5 mm Durchmesser). Wasserdicht bis 30 m. Weltweit auf 1860 Stück limitiert. Aus einer Privatsammlung.
Fotografien von Masanori Yoshie
(Artikel veröffentlicht am 2. März 2021)
Chopard "LUC"
2021 jährt sich die Gründung der Chopard-Manufaktur im Jahr 1996 zum 25. Mal. Sie ist allein verantwortlich für die Fertigung der Chopard-Manufakturwerke und der dazugehörigen „LUC“-Kollektion. „LUC“ ist heute Chopards Flaggschiff-Kollektion. „LUC“ steht für die Initialen des Firmengründers Louis-Ulysse Chopard. Diese Kollektion zeichnet sich dadurch aus, dass sie zu Chopards Ursprüngen als Manufaktur zurückkehrt und die Uhren mit eigenen Manufakturwerken entwickelt und ausstattet.
Chopard begann 1860 als Uhrenwerkstatt in der Schweizer Jura-Region. Von Anfang an spezialisierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von luxuriösen Taschenuhren und hochpräzisen Uhrwerken und expandierte schnell ins Ausland, wo es wohlhabende Kunden, darunter den russischen Kaiser, für sich gewinnen konnte.
Chopard eröffnete daraufhin eine Filiale in La Chaux-de-Fonds und verlegte seinen Hauptsitz nach Genf, was zu weiterem Erfolg führte. Der Zweite Weltkrieg verursachte jedoch finanzielle Schwierigkeiten. Da zudem kein Nachfolger in Sicht war, erwog Chopard den Verkauf des Unternehmens, als man Karl Scheufele aus Eszech kennenlernte, einen deutschen Schmuckhersteller, der einen Lieferanten für Uhrwerke suchte. 1963 übernahm Karl Scheufele die Geschäftsführung von Chopard.
Dieses Zusammentreffen der beiden Unternehmen leitete eine neue Ära für Chopard ein, das sich mit seinen eleganten Schmuckuhren, die Chopards Uhrmacherkunst mit Eszehas Schmuckexpertise verbanden, weltweit einen Namen machte.
Ein weiterer besonderer Reiz von Chopard liegt darin, dass es ein Familienunternehmen geblieben ist. In den 1980er-Jahren traten Karl Scheufeles Kinder, die Geschwister Karl-Friedrich und Caroline, in das Unternehmen ein. Seit 2001 sind Karl-Friedrich und Caroline gemeinsam Präsidenten, während Karl Scheufele als Vorsitzender fungiert.

Anders ausgedrückt: Alle Chopard-Produkte basieren auf der Ästhetik der Familie Scheufele. Und soweit ich weiß, besitzt Karl-Friedrich den exquisitesten ästhetischen Geschmack in der Uhrenindustrie. Sein Erscheinungsbild, sein Weingeschmack und sein Autogeschmack sind allesamt erstklassig.
Übrigens frage ich bei meinen Interviews immer: „Was war Ihre erste Uhr?“ und Karl-Friedrichs Antwort ist mir besonders in Erinnerung geblieben.
Als Karl-Friedrich noch zur Mittelschule ging, musste er seinen Vater auf eine Geschäftsreise begleiten. Offenbar führte ihn der Geschäftstermin durch ganz Europa. Am Ende der langen Reise lobte ihn sein Vater für seine gute Arbeit und schenkte ihm eine Heuer für die Segelregatta, an der er damals teilnahm. Das war seine erste Uhr.
Mit anderen Worten, er konnte schon in jungen Jahren das Geschäft von Chopard, einer weltberühmten Luxusmarke, hautnah miterleben. Karl-Friedrich war ein Mann, der im wahrsten Sinne des Wortes die Kunst des Kaiserseins erlernte.
"LUC" wurde unter der Leitung von Karl Friedrich entwickelt und ist daher von Anfang bis Ende nach Karl Friedrichs ästhetischen Vorstellungen gestaltet.
