Im November 2020 wurde eine neue Uhr vorgestellt, die die Aufmerksamkeit von Uhrenliebhabern auf sich zog: die Patek Philippe Grande Sonnerie 6301P. Sie ist eine wahre Grand Complication, ausgestattet mit einer Grande Sonnerie, einer Petite Sonnerie und einer Minutenrepetition, die allesamt zu den herausragendsten Funktionen komplizierter Uhren zählen.

Die Uhr verfügt über ein echtes schwarzes Emaille-Zifferblatt – ein begehrtes Merkmal unter Uhrenliebhabern, das nur bei den komplizierten Modellen von Patek Philippe zu finden ist. Das Schlagwerk befindet sich bei 3 Uhr, die Gangreserveanzeige bei 9 Uhr. Handaufzug (Kal. GS 36-750 PS IRM). 95 Steine. 25.200 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve: ca. 72 Stunden (Schlagwerk: ca. 24 Stunden). Platin (Durchmesser 44.8 mm, Dicke 12 mm). Nicht wasserdicht. Aktueller Marktpreis.
Artikel, die in der im Dezember 2020 erschienenen Januar-Ausgabe veröffentlicht wurden
Eine neue Abstammungslinie, die mit Großmeister Chime verbunden ist
Spricht man von Patek Philippes Grand Sonnerie, denkt man als erstes an die Grandmaster Chime 5175, die 2014 auf den Markt kam. Die 5175 war jedoch ein besonderes Spitzenmodell, von dem nur sieben Exemplare gefertigt wurden und das mit insgesamt 20 komplizierten Mechanismen ausgestattet war, darunter neben dem Schlagwerk auch ein ewiger Kalender.
Die neue 6301P ist mit einem neuen Uhrwerk ausgestattet, das die Tradition des Kalibers 300 der Grandmaster Chime fortführt, jedoch speziell auf den Schlagwerkmechanismus spezialisiert ist. Damit verkörpert sie als erste Armbanduhr des Unternehmens die Grand Sonnerie in ihrer reinsten Form. Trotz ihrer Komplexität wirkt die Uhr durch ihr scheinbar schlichtes Design erfrischend und ist das Geheimnis ihrer anhaltenden Beliebtheit bei anspruchsvollen Uhrenliebhabern.

Anders als Minutenrepetitionen, die Stunden und Viertelstunden automatisch auf Abruf schlagen, benötigen Grand Sonnerie-Uhren eine ausreichende Gangreserve, um die erforderliche Anzahl an Gongschlägen bei gleichbleibender Klangqualität zu erzeugen. Dieses Modell löst dieses Problem durch zwei Sätze von jeweils zwei Zugfedern (insgesamt vier) für die Zeitanzeige und einen für das Schlagwerk. Die Zeitanzeige erreicht eine Gangreserve von ca. 72 Stunden, das Schlagwerk von ca. 24 Stunden. Dadurch schlägt der Gong im Laufe eines Tages insgesamt 1056 Mal automatisch, stündlich und viertelstündlich, während die Zeitanzeige gleichzeitig für etwa drei Tage aktiv bleibt. Dies macht die komplexe Uhr alltagstauglich. Bemerkenswert ist auch, dass all dies in einem Uhrwerk mit nur 703 Komponenten untergebracht ist, das lediglich 37 mm Durchmesser und 7.5 mm Dicke aufweist.
Philippe Barat, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens, erklärte: „Die Herausforderung bestand darin, einen springenden Sekundenzeiger zu integrieren und gleichzeitig die Dicke des Uhrwerks beizubehalten.“ Tatsächlich geht die Herausforderung dieser Grand Sonnerie weit über den Schlagwerkmechanismus hinaus. Trotz ihres äußerst komplexen Innenlebens verfügt sie über einen springenden kleinen Sekundenzeiger bei 6 Uhr, der sich sekündlich in Schritten bewegt. Anstelle einer herkömmlichen Springfeder kommen ein Siliziumzahnrad (Auslösestern) und ein Auslösehebel zum Einsatz, die das Räderwerk sekündlich blitzschnell freigeben und so den springenden Sekundenzeiger ermöglichen. Der Einsatz von Siliziumteilen reduziert Gewicht und Drehmomentverluste durch Reibung und ermöglicht gleichzeitig die Anpassung und Kontrolle des Energieverbrauchs des Räderwerks. Zudem wird das Taumeln des Sekundenzeigers minimiert, und seine präzisen Sprünge im Sekundentakt verleihen der Grand Sonnerie nicht nur ein neues, ungewöhnliches Aussehen, sondern unterstreichen auch ihre Präzision.

Auch die Darstellung des Uhrwerks wurde sorgfältig durchdacht. Ein besonderes Highlight des Schlagwerks ist die Bewegung des Fliehkraftreglers, der die Geschwindigkeit des Hammerschlags auf den Gong steuert. Bei früheren Minutenrepetitionen von Patek Philippe war dieser Regler durch eine Calatrava-Kreuzbrücke verdeckt. Herr Balla erklärt: „Um sie von früheren Minutenrepetitionen abzugrenzen, haben wir uns entschieden, den Fliehkraftregler der neuen Grand Sonnerie nicht mit einer Calatrava-Kreuzbrücke zu verdecken. Dadurch ist die Bewegung des Reglers beim Anschlagen des Gongs nun vollständig sichtbar.“
Die 6301P verkörpert perfekt Patek Philippes Philosophie, dass selbst eine Grand Complication alltagstauglich sein muss. Obwohl es sich um eine Uhr mit Schlagwerk handelt, ist die Grand Sonnerie ein unverwechselbares Modell, das sich dank modernster Technologie deutlich von einer Minutenrepetition unterscheidet. Sowohl in puncto Mechanik als auch Ästhetik zählt diese Grand Complication zu den Highlights des Jahres 2020.
Kontaktinformationen: Patek Philippe Japan Informationszentrum TEL: 03-3255-8109

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