Ballband ist eine amerikanische Schuhmarke, die vom Markt verschwunden war. Unter Beibehaltung der klassischen Fertigungsmethode wurde die Innensohle verbessert, um den Tragekomfort zu erhöhen. Dank der Leidenschaft des Schuhherstellers Masaki Nagashima wurden diese Sneaker in der heutigen Zeit wiederbelebt.
Fotografien von Masanori Yoshie

Die Ballband-Sneaker sind in zwei Ausführungen erhältlich: dem High-Top-Modell „42 Jackie“ und dem Low-Top-Modell „16 Charles“. Beide werden vulkanisiert, verfügen über dreifach gepolsterte Innensohlen und sind mit Obermaterial aus Canvas und Leder erhältlich. Das Foto zeigt das marineblaue Ledermodell „42 Jackie“. Es kostet 22.000 Yen.
Eine Neuauflage eines langjährigen Sneaker-Klassikers mit viel Liebe zum Detail
Im Juni eröffnete der erste BALL BAND Store in Tokio. Obwohl BALL BAND in Japan nicht sehr bekannt ist, handelt es sich um eine traditionsreiche Schuhmarke, die 1891 in Mishawaka im Norden Indianas, in den Anfängen der Sneaker, gegründet wurde. Anfangs produzierte die Marke Gummistiefel, doch in den 1950er-Jahren wurden ihre Sneaker mit dem ikonischen „Red Ball“-Logo zum Verkaufsschlager. Mit der zunehmenden Modernisierung der Produktion in den 1970er-Jahren entsprach die aufwendige Konstruktion des Unternehmens jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen, und die Marke verschwand vom Markt. Erst 2008 feierte BALL BAND sein Comeback. Schuhproduzent Masaki Nagashima belebte die Marke nach der Markenanmeldung vorübergehend wieder, und im Herbst 2017 gelang ihr mit einer Ausstellung ein umfassendes Comeback.
Nagashima, ein Liebhaber amerikanischer Schuhe, kaufte sich auf Geschäftsreisen stets Jack Purcells, PF Flyers, Keds und andere Schuhe von BF Goodrich. Darunter befanden sich auch Sneaker mit Ballband, deren Aussehen ihm sehr gefiel.
Diese Sneaker zeichnen sich durch das Vulkanisationsverfahren aus, das um 1840 erfunden wurde. Bei diesem Verfahren wird flüssiger Gummi schnell erhitzt und gehärtet, wodurch die Materialien direkt miteinander verbunden werden. So lassen sich unterschiedliche Materialien für Obermaterial und Sohle integrieren. Im Vergleich zu Sneakern mit herkömmlichen Klebstoffen sind diese Sneaker flexibler und widerstandsfähiger gegen Biegebewegungen. Der einzige Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, dass sich das Nahtband an den Biegestellen nach jahrelangem Tragen leicht lösen kann. Daher wurde bei diesem Ledermodell die Naht oberhalb des Nahtbandes zusätzlich vernäht, um ein Ablösen zu verhindern. Dies war möglich, da die von uns beauftragte Fabrik auch Sneaker im Opanke-Verfahren herstellt (ein Schuhherstellungsverfahren, bei dem eine schalenförmige Sohle über das Obermaterial genäht wird).
Ein weiteres besonderes Merkmal ist die dreifach gepolsterte Innensohle. Sie bewahrt das ursprüngliche Design und bietet gleichzeitig modernen Komfort, beispielsweise durch einen Mechanismus, der Schweiß nach unten ableitet. Der Mittelteil ist mit geringer Rückfederung, der Fersenbereich mit hoher Rückfederung ausgestattet, was den Tragekomfort deutlich erhöht. Für die optimale Absatzhöhe sorgen die Innensohle und die Fersenkappe, die den Schuh um 10 mm anheben. Dieses Modell verwendet übrigens weiches Schrumpfleder anstelle des üblichen Canvas für das Obermaterial. Aufgrund des speziellen Wärmebehandlungsverfahrens war die Auswahl des Leders offenbar besonders anspruchsvoll. Wir können diese Sneaker wärmstens empfehlen – sie sind schlicht, aber mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Kontaktinformationen: Goldwin Kundendienstzentrum Tel. 0120-307-560
