Wie wirkt sich die COVID-19-Pandemie auf den globalen Uhrenmarkt aus? Das deutsche Online-Portal Chrono24 hat interessante Daten zu den Auswirkungen veröffentlicht. Daraus lässt sich schließen, dass Konsumenten, die die COVID-19-Pandemie nicht länger ertragen können, eine Gegenreaktion zeigen.
Das Potenzial des Online-Handels gewinnt inmitten der COVID-19-Pandemie an Bedeutung.
Während die COVID-3-Pandemie andauert, prognostizieren viele Unternehmer ein Wachstum des Online-Handels. Ein Indiz dafür liefert das deutsche Unternehmen Chrono24, das Daten zur Entwicklung des Online-Handels während der Pandemie veröffentlicht hat. Der Artikel mit dem Titel „Globale Trends beim Kauf und Verkauf von Uhren während der globalen Coronavirus-Krise“ erschien am 26. März. Die Daten zeigen, dass sich der Uhrenmarkt, zumindest online, langsam von den Auswirkungen der Pandemie erholt.

Wie Uhrenliebhaber wissen, ist Chrono24 eines der weltweit größten Online-Portale für den Uhrenhandel. Mit 3000 Händlern und 20.000 Privatverkäufern, die rund 470.000 Uhren anbieten, übertrifft es herkömmliche Uhrenhändler bei Weitem. Das jährliche Handelsvolumen beträgt ca. 15 Milliarden Euro (umgerechnet ca. 1755 Milliarden Yen, bei einem Wechselkurs von 1 Euro = 117 Yen). Das Unternehmen finanziert sich durch Provisionen der Aussteller. Obwohl Chrono24 als Vermittler fungiert, haben das großzügige Garantiesystem und die proaktive Lokalisierung das Unternehmen zu einem unverzichtbaren Akteur auf dem globalen Uhrenmarkt gemacht.
Die Daten beginnen mit den Worten: „Nachdem sich die Coronavirus-Krise außerhalb Chinas auszubreiten begann, kam es zu einem starken Rückgang der Handelstage, aber wir sehen bereits erste Anzeichen einer Erholung.“ Die wöchentlichen Umsätze lagen 15–20 % unter dem Niveau vor der Coronavirus-Pandemie, aber in jedem Land begann sich die Lage Ende März zu erholen.

Chrono24 verwendet zwei KPIs: „Sitzungen“, die die Anzahl der Zugriffe anzeigen, und „Bestellungsanträge“, die die tatsächlichen Transaktionen darstellen. Das Unternehmen hat diese beiden wichtigen KPIs offengelegt. Es ist jedoch unklar, ob die veröffentlichten Informationen im Vergleich zu einem bestimmten Zeitraum positiv oder negativ sind. Dieser Punkt sollte berücksichtigt werden. Zudem werden die Bestellungsanträge über einen Treuhandservice abgewickelt und entsprechen nicht dem endgültigen Transaktionsbetrag. Da die Postzustellung in vielen Ländern aufgrund der COVID-19-Pandemie derzeit eingeschränkt ist, ist es wahrscheinlich, dass viele Artikel trotz erfolgter Zahlung nicht versendet werden können. Daher ist mit einer großen Diskrepanz zwischen dem Bestellungsantrag und dem tatsächlichen Transaktionsbetrag zu rechnen. Eine Übersicht folgt.

