F: Was sind PVD und DLC, die ich in Beschreibungen von Uhrengehäusen sehe? Worin besteht der Unterschied?

A: PVD und DLC sind Arten der Plattierung.
PVD und DLC werden heutzutage häufig in Beschreibungen von Uhrengehäusen verwendet. Es handelt sich dabei um Beschichtungsverfahren, die jedoch den Vorteil bieten, widerstandsfähiger als herkömmliche Beschichtungen (Nassplattierung) und daher weniger kratzempfindlich zu sein.
PVD
PVD steht für Physical Vapor Deposition (physikalische Gasphasenabscheidung). Es handelt sich um ein Trockenbeschichtungsverfahren, bei dem Metall in einer Hochtemperatur-Vakuumkammer ionisiert und abgeschieden wird. Der Film ist hart, und Standard-PVD kann in verschiedenen Farben außer Schwarz aufgebracht werden. Verschiedene Metalle lassen sich ionisieren, wobei Titanlegierungen am häufigsten verwendet werden. Heutzutage haben preiswerte, vergoldete Uhren fast immer Gehäuse, die mittels PVD-Verfahren beschichtet und nicht vergoldet sind.

Bislang waren DLC-Beschichtungen für Uhrengehäuse fast ausschließlich schwarz. 2019 brachte Chronoswiss jedoch die Flying Regulator Open Gear Les Secs auf den Markt, bei der die DLC-Beschichtung in einem satten Blau erstrahlt. Automatikwerk (Kal. C.301). 33 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 42 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 44 mm, Höhe 13.35 mm). Wasserdicht bis 100 m. Weltweit auf 50 Stück limitiert. 153 Millionen Yen (zzgl. MwSt.).
DLC
DLC ist ein Material, das Kohlenstoff anstelle einer Legierung verwendet. Die Härte der Membran bleibt gleich, aber der flexible Kohlenstoff ist sehr widerstandsfähig gegen Abblättern. Daher blättert die Farbe selbst bei Stößen kaum ab. Es heißt jedoch, dass es sehr schwierig sei, andere Farben als Schwarz herzustellen. Eine der wenigen Ausnahmen ist die Chronoswiss Flying Regulator Open Gear Les Secs mit ihrem blauen, DLC-beschichteten Gehäuse.
PVD-Beschichtungen neigen im Vergleich zu DLC eher zum Ablösen, sind aber dicker (bis zu 5 Mikrometer) und können oft nachbehandelt werden. DLC hingegen ist sehr widerstandsfähig, die Beschichtung jedoch dünn (bis zu 2 Mikrometer) und kann nicht nachbehandelt werden. Für Uhren, die stark beansprucht werden, empfehlen wir DLC, da es eine robustere Beschichtung bietet, aber in der Regel teurer ist.

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