Welche Gehäusedicke hat eine flache Uhr? / Fragen und Antworten zur Hauptfeder – Antworten auf Ihre Fragen zur Uhr

2020.04.26

F: Wie dick muss ein Gehäuse sein, um als dünne Uhr zu gelten?

Masayuki Hirota

A: In letzter Zeit arbeiten verschiedene Hersteller an flacheren Uhren. Nicht nur Bulgari und Piaget, die den Trend anführen, sondern auch Panerai und Grand Seiko, denen man zuvor nachsagte, sich nicht für flache Uhren zu interessieren, haben begonnen, dünnere Modelle auf den Markt zu bringen. Dafür gibt es vermutlich mehrere Gründe.

Ein Grund dafür ist, dass die Babyboomer, die den Uhrenboom einst auslösten, ihre Vorliebe für schwere, klobige Uhren verloren haben. Natürlich ist das keine Verallgemeinerung, aber während die Zahl derer, die Sportuhren bevorzugen, wächst, verlieren schlichte Uhren rapide an Attraktivität. Ein weiterer Grund ist die Anpassung an den eher konservativen chinesischen Markt. Zwar ändert sich dies derzeit, doch in der Vergangenheit bevorzugte man in China schlichte, unauffällige Uhren, die man dezent unter dem Ärmel tragen konnte.


Panerai, bekannt für seine dicken Gehäuse mit hoher Wasserdichtigkeit, konzentriert sich seit den 2010er-Jahren verstärkt auf flachere Uhren. Die 2016 vorgestellte Luminor Due ist ein Paradebeispiel für die schlanken Uhren des Unternehmens. Mit einer Gehäusedicke von nur 10.5 mm ist sie das flachste Modell der Kollektion und vereint extreme Dünne mit Robustheit. Neben der Luminor Due brachte Panerai in der Vergangenheit auch Modelle wie die Radiomir 1940 3 Days Automatic Acciaio – 45 mm auf den Markt. Diese reduziert die Gehäusedicke der Radiomir durch den Einsatz des nur 3.95 mm flachen Kalibers P4000. Foto: Masanori Yoshie

Wie dick muss eine Uhr sein, um als dünn zu gelten? Jedes Unternehmen hat seine eigenen Definitionen, aber eine Uhr mit einer Gehäusedicke von 10 mm oder weniger gilt im Allgemeinen als dünn. Manche Hersteller bezeichnen sogar Uhren mit einer Gehäusedicke von 7 mm oder weniger, oder sogar 5 mm oder weniger, als ultradünn.

Flache Uhren eignen sich gut für den Alltag, da sie nicht an den Manschetten stören. Ist das Gehäuse jedoch zu dünn, ist das Uhrwerk anfälliger für Magnetisierung und kann bei Stößen beschädigt werden. Insbesondere starke Erschütterungen können dazu führen, dass sich die Zeiger verschieben oder verbiegen. Aus diesem Grund ist bei einigen Modellen, die Wert auf Praktikabilität legen, die Gehäusedicke bewusst auf etwa 10 mm begrenzt.

Wenn Sie die Uhr täglich tragen möchten, ist eine Gehäusedicke von 8 mm oder mehr, idealerweise 10 mm oder mehr, empfehlenswert. Sind Sie jedoch im Umgang mit Uhren geübt, können Sie auch problemlos eine flachere Uhr täglich tragen.

Piagets „Altiplano Ultimate Concept“ – eine 2 mm dicke Uhr – ist endlich auf dem Markt erhältlich.


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