Internationales Uhrenmuseum „MIH Gaia Watch“

Text von Masayuki Hirota (Chronos-Japan)
Zwei-Scheiben-Zeitanzeige
Das MIH (Musée international d'horlogerie) in La Chaux-de-Fonds, Schweiz, ist zweifellos eines der besten Uhrenmuseen der Welt. Neben einer umfangreichen Sammlung von Uhren beherbergt das Museum auch den Gaia-Preis, ein Auszeichnungsprogramm, das die talentiertesten Persönlichkeiten der Uhrenindustrie würdigt.
Um die antiquarischen Bücher und Archive der Museumsbibliothek zu unterstützen und die Restaurierung historisch bedeutsamer Zeitmesser zu finanzieren, brachte das MIH im September 2005 die sogenannte „MIH-Uhr“ auf den Markt. Die erste Uhr war ein von Ludwig Oechslin entworfener und von Paul Gerber montierter Titan-Chronograph mit Jahreskalender. Dieser moderne Chronograph gilt heute als Sammlerstück.

Dieses Jahr brachte MIH die MIH Gaia Watch auf den Markt, eine Uhr mit „einzigartigem Design zu einem deutlich günstigeren Preis“. Anstelle eines Jahreskalender-Chronographen wie ihr Vorgänger zeigt diese Uhr Stunden und Minuten auf zwei Scheiben an und kostet 2900 Schweizer Franken (mit einem Rabatt von 500 Schweizer Franken für Neukunden). Zum halben Preis der ursprünglichen MIH ist sie eine sehr attraktive Alternative.

Darüber hinaus hat MIH in dieses Modell Elemente integriert, die Uhrenliebhaber begeistern werden: Die Uhr ist nicht nur in der Schweiz gefertigt, sondern der gesamte Prozess, vom Design bis zur Produktion, wird ausschließlich von einem Hersteller in der Nähe von La Chaux-de-Fonds abgewickelt. Die beteiligten Hersteller und Forschungsinstitute sind:
Atelier XJC (Atelier XJC: Design)
Brasport SA (Brasport: Strap)
Cornu & Cie (Cornu: Schnalle)
Jean Singer & Cie (Jean Singer: Dial)
Laboratoire Dubois (Messung)
Sellita Watch Co (Sellita: Ebauche)
Stila SA (Stila: Case)
Timeforge (Technologieentwicklung)
Viele Uhrenliebhaber werden begeistert sein zu erfahren, dass das Zifferblatt von Jean St. Gère, auch bekannt als Singer, entworfen wurde, der bereits Zifferblätter für Patek Philippe und Rolex gestaltet hat. Das schalenförmige Gehäuse ist dem MIH-Gebäude nachempfunden, und die Minutenscheibe ist von der Gaia-Prize-Trophäe inspiriert. Auch dies ist ein attraktives Detail für Uhrenliebhaber.

