Die Begriffe analog und digital werden häufig im Zusammenhang mit Armbanduhren verwendet. Während die meisten mechanischen Uhren über eine analoge Zeitanzeige mit Zeigern verfügen, gibt es auch digitale mechanische Uhren, die die Zeit mit Zahlen anzeigen und bereits eine lange Geschichte haben.

F: Was ist eine Digitaluhr? Stimmt es, dass es auch mechanische Uhren mit Digitaluhr gibt?
A :Eine Uhr, die die Zeit mit Zahlen anstelle von Zeigern anzeigt, wird als Digitaluhr bezeichnet.
Heutzutage sind die meisten Quarzuhren mit LCD-Anzeige mit Digitalanzeigen ausgestattet.
Auch in mechanischen Uhren gibt es Digitalanzeigen, wenn auch nur in geringer Anzahl. Tatsächlich blicken Digitalanzeigen auf eine lange Geschichte zurück. Denn einige mechanische Uhren besaßen bereits Digitalanzeigen, bevor LED und LCD in den 1970er-Jahren populär wurden. Es gibt sogar Aufzeichnungen über Digitaluhren aus der Renaissance, bei denen die Zeit durch Licht auf der Rückseite einer rotierenden Scheibe angezeigt wurde. Werfen wir einen Blick auf ihre Geschichte.

Die heute weit verbreitete Digitaluhr, die die Zeit sofort ändert, wurde 1883 von dem österreichischen Uhrmacher Josef Pallweber entwickelt. Später brachten Hersteller wie IWC und Cortevert digitale Taschenuhren nach Pallwebers Vorbild auf den Markt. Die Bedienung des digitalen Displays erwies sich jedoch als schwierig, weshalb diese Uhren nur wenige Jahre lang produziert wurden.
Man geht davon aus, dass Digitaluhren erstmals in den frühen 1920er-Jahren auf Armbanduhrgröße verkleinert wurden. Hersteller wie Corte Vert und Niton schafften es, Digitalanzeigen in rechteckige Gehäuse einzubauen. In den 50er-Jahren führten auch amerikanische Marken wie Elgin Digitalanzeigen ein. Auch auf sogenannten „Arztuhren“, die von Ärzten getragen werden, finden sich Digitalanzeigen.

Diese limitierte Armbanduhr ist eine Reproduktion der Pallweber-Taschenuhr von IWC aus dem Jahr 1884. Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine originalgetreue Nachbildung, doch im Inneren verbirgt sich ein völlig neues Uhrwerk: Zwei Federhäuser erzeugen ein höheres Drehmoment für den Antrieb der Scheiben, und ein neu entwickeltes Schaltsystem ermöglicht den blitzschnellen Wechsel zwischen den drei Scheiben. Handaufzug (Kal. 94200). 54 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 60 Stunden. 18KRG (45 mm Durchmesser). Wasserdicht bis 3 bar. Weltweit auf 250 Stück limitiert.
Vor den 70er-Jahren basierten alle Digitalanzeigen auf rotierenden Scheiben, die von Federn oder Motoren angetrieben wurden. Daher kamen sie nur in leistungsstarken mechanischen Uhren oder Tischuhren zum Einsatz. LEDs und LCDs hingegen, die ab den 70er-Jahren populär wurden, eigneten sich ideal für Digitaluhren, da sie keine beweglichen Teile besitzen.
Zu den bekanntesten Digitaluhren zählen derzeit die A. Lange & Söhne Zeitwerk und die Casio G-SHOCK. Erstere nutzt die leistungsstarken mechanischen Eigenschaften einer Uhr und verfügt über einen Mechanismus, der blitzschnell zwischen großen Stunden- und Minutenanzeigen umschaltet.
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