Omega "Seamaster Aqua Terra GMT Worldtimer Master Chronometer"
Mitte Mai veröffentlichte die Swatch Group eine Artikelserie über die neuen Modelle, die auf der „TIME TO MOVE 2019“ – einer Ausstellung von sechs Marken aus dem Prestige- und Luxussegment in der Schweiz – präsentiert wurden. Dieser vierte Artikel stellt den dritten Teil der Omega-Neuheiten vor.

Beeindruckt von der detaillierten Nordhalbkugelscheibe
Dieses Mal möchte ich Ihnen das neue Omega-Modell vorstellen, das ich persönlich am faszinierendsten und technisch interessantesten finde: die Seamaster Aqua Terra GMT Worldtimer Master Chronometer, die zufälligerweise erstmals in der Lobby des Omega-Hauptsitzes präsentiert wurde.
Was mich daran am meisten faszinierte, war die lasergeätzte Weltkartenscheibe in der Mitte des Zifferblatts, deren Mittelpunkt der Nordpol ist. Ihre Präzision und ihr geschmackvolles Design sind verblüffend.
Wenn man an Lasergravur denkt, kommt vielen wahrscheinlich ein Verfahren aus der Uhrenindustrie in den Sinn, bei dem Buchstaben, Zahlen, Embleme usw. auf den Gehäuseboden graviert werden. Die Lasertechnologie hat jedoch bemerkenswerte Fortschritte gemacht.
Die Bearbeitung verschiedenster Materialien ist heute problemlos möglich, und viele Künstler nutzen diese Technologie für ihre Werke. Das Schneiden und Gravieren von Papier, Leder und Kunststoff sowie das Eingravieren von Namen auf Metalloberflächen ist mittlerweile im Handel erhältlich. Ähnlich wie bei 3D-Druckern kosten die günstigsten Modelle weniger als 60.000 Yen und sind somit für jedermann erschwinglich. Mit den in Fabriken eingesetzten Großmaschinen lassen sich sogar Metallteile mit Nano-Präzision herstellen.

Die Weltkartenscheibe dieser Seamaster Aqua Terra GMT Worldtimer Master Chronometer ist aus Titan Grad 5 gefertigt und wurde mittels Laserablation hergestellt (ein Laser wird auf die Oberfläche eines Materials angewendet, um es zu schmelzen, zu verdampfen oder in Plasma umzuwandeln).
Diese Technologie ermöglicht vielfältige Oberflächenbearbeitungen durch die Anpassung von Wellenlänge und Pulsdauer des verwendeten Lasers. Obwohl Details rar sind, besagt die Pressemitteilung, dass die Ozean- und Landbereiche der Scheibe mithilfe dieser Laserablationstechnologie erzeugt wurden. Die Textur und das leuchtende Blau des Ozeanbereichs sind beeindruckend, doch je genauer man hinsieht, desto mehr fasziniert der Landbereich, der bis ins kleinste Detail dreidimensional dargestellt ist, sogar die Gebirgsketten. Darüber hinaus sollen beide Farben auf natürliche Weise durch die chemische Reaktion des Lasers entstanden sein.
Wenn man an die Weltkartenscheiben denkt, die für Weltzeitanzeigen verwendet werden, stellt man sie sich wahrscheinlich aus Emaille vor, aber die mit Laserablationstechnologie hergestellten Titanscheiben bieten eine andere Art von Schönheit und können zu einem viel günstigeren Preis hergestellt werden.
Die Bedeutung des Zifferblatts, des „Gesichts“ einer Uhr, nimmt zu. Es besteht kein Zweifel, dass der verstärkte Einsatz dieser Technologie zur Entwicklung noch attraktiverer Uhren führen wird, nicht nur von Weltzeituhren.
Das Modell mit Edelstahlgehäuse und Kautschukarmband kostet knapp unter einer Million Yen, nämlich 950.000 Yen (ohne Steuern). Das Uhrwerk ist selbstverständlich das Master Chronometer Kaliber 8938 mit extrem hoher Magnetfeldresistenz.
Es wird interessant sein zu sehen, wie Omega diese Technologie in Zukunft einsetzen wird, und wir freuen uns darauf zu sehen, was sie daraus in ihren nächsten Produkten entwickeln werden.
