Rado ist zweifellos ein Vorreiter der Materialrevolution in der Uhrenindustrie. Seit den 1960er-Jahren bringt das Unternehmen eine Reihe von Uhren aus bahnbrechenden Materialien auf den Markt. Bei neuen Modellen denkt man sofort an Uhren aus revolutionären, nie zuvor gesehenen Materialien. Doch die ersten Neuheiten, die Rado 2019 präsentiert, sind überraschenderweise Neuauflagen zweier Klassiker aus den 1960er-Jahren. Warum bringt Rado gerade jetzt Neuauflagen heraus? Der Grund liegt nicht nur in den neuen Materialien, sondern auch in der Geschichte und dem Stolz der Marke.

Rado-Uhr

Rado Captain Cook Mark II
Auf dem Zifferblatt befindet sich bei 12 Uhr ein rotierender roter Anker. Neben dem Edelstahlarmband ist ein austauschbares NATO-Armband für einen lässigen Look im Lieferumfang enthalten. Ein weiteres Highlight ist das moderne Uhrwerk mit langer Gangreserve von ca. 80 Stunden. Automatischer Aufzug. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Edelstahl (Durchmesser 37.0 mm, Dicke 14.3 mm). Wasserdicht bis 22 bar. Weltweit auf 1962 Stück limitiert. Preis: 230.000 Yen.
Fotografien von Eiichi Okuyama
Text von Yasuhito Shibuya

Neu gestaltete Zukunft von RADO

 Rado hat sich in der Uhrenindustrie als „Meister der Materialien“ oder, anders ausgedrückt, als „Materialinnovator“ einen Namen gemacht. Seit der Einführung der weltweit ersten kratzfesten Uhr, der DiaStar 1, im Jahr 1962 – einer Kombination aus Wolframcarbid, einer in Schneidwerkzeugen verwendeten harten Legierung, und Saphirglas, dem nach Diamant zweithärtesten Kristall – konzentriert sich die Marke auf die Forschung und Entwicklung neuer Materialien und kreiert Gehäuse aus zuvor unbrauchbaren Werkstoffen wie Hightech-Keramik und synthetischen Diamanten. Seit über einem halben Jahrhundert ist Rado führend in der Materialrevolution bei Armbanduhren.

 Rados Innovationskraft beschränkt sich jedoch nicht nur auf Materialien. Durch die Nutzung der hervorragenden Eigenschaften neuer Materialien hat das Unternehmen stets originelle Designs kreiert. Auch im Bereich Design hat Rado der Welt immer wieder zukunftsweisende Uhren präsentiert. Mit anderen Worten: Rado ist sowohl ein Vorreiter bei Uhrenmaterialien als auch ein Vorreiter im Uhrendesign.

 Rado hat zwei limitierte Reproduktionsmodelle herausgebracht, mit denen man den Charme des Designs aus den 1960er Jahren, den Ursprüngen der Marke, in Originalgröße genießen kann: die Rado Captain Cook Mark II und die Rado Tradition 1965 M Auto.

 Warum also hat Rado ausgerechnet diese beiden Modelle aus seinem riesigen Archiv ausgewählt, um sie nach mehr als einem halben Jahrhundert neu aufzulegen? Die Antwort liegt darin, dass dieses Design die Elemente verkörpert, die an die Zukunft weitergegeben werden sollten.

 Die oben abgebildete Rado Captain Cook Mark II ist eine originalgetreue Nachbildung des Designs eines sportlichen, wasserdichten Modells, das 1962 auf den Markt kam und über eine innere Lünette verfügt, die über die Krone bei 4 Uhr bedient wird.

 Die zweifarbige, rot-weiße Innenlünette, die normalerweise als Minutenskala dient, sich aber drehen lässt, um die verstrichene Zeit bis zu 60 Minuten auf einen Blick abzulesen, ist ideal für den täglichen Gebrauch. Das Edelstahlarmband, gefertigt mit modernster Technologie, besticht durch seine hochwertige Verarbeitung und hohen Tragekomfort und bewahrt gleichzeitig das klassische und elegante Design.


Rado Tradition 1965 M Auto
Wie das Gehäuse verfügt auch dieses quadratische Modell über rechteckige Stunden- und Minutenzeiger sowie Indizes und ein quadratisches Datumsfenster bei 6 Uhr – alles in einem einheitlichen, linearen Design. Ein drehbarer Anker dient gleichzeitig als Index bei 9 Uhr. Das Original besaß eine Wochentags- und Datumsanzeige, doch durch die reine Datumsanzeige wirkt die Uhr klarer und schlichter. Automatikaufzug (ETA-Kaliber 2671). 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 38 Stunden. Edelstahl (28.0 mm x 35.0 mm, 10.6 mm dick). Wasserdicht bis 5 bar. Weltweit auf 1965 Stück limitiert. Preis: 210.000 Yen.

 Die Rado Tradition 1965 M Auto, die neben den beiden anderen Modellen im Bild zu sehen ist, ist eine Uhr mit einem markanten, rechteckigen Gehäuse. Sie wurde 1965 lanciert und ist von den Wolkenkratzern Manhattans in New York inspiriert. Neben einer angenehm beruhigenden, retro-modernen Ausstrahlung besticht sie durch die minimalistische, kühne und zugleich coole Ästhetik, die die Hightech-Keramikuhren seit den 1980er-Jahren bis heute prägen.

 Selbst im Segment der preiswerten Designeruhren findet man selten ein so schlichtes, quadratisches Design. Je länger man es betrachtet, desto frischer und wertvoller wirkt es.

 Beide Modelle verfügen außerdem über den ikonischen, im Uhrzeigersinn rotierenden roten Anker auf dem Zifferblatt – ein Detail, das sich perfekt für eine Neuauflage eignet –, beinhalten aber auch moderne Errungenschaften wie Saphirglas und die neuesten automatischen mechanischen Uhrwerke.

 Daher kann es ohne besondere Vorkehrungen täglich genutzt werden, und jeder kann es unbesorgt genießen.

 Die Stückzahlen der limitierten Auflage richten sich nach dem Geburtsjahr; das Modell rechts umfasst 1962 Stück. Die Modelle auf dieser Seite haben ein silbernes bzw. ein blaues Zifferblatt; von beiden gibt es jeweils 1965 Stück.

 Jedes einzelne Modell ist eine „zukünftige Version eines Meisterwerks“, das Rado Uhrenliebhabern seit über einem halben Jahrhundert präsentiert.

Kontaktinformationen: Rado/Swatch Group Japan ☎03-6254-7330