Es gibt einen Uhrmacher, der mit seinen Zeitmessern mit zeitgenössischen oder historischen Künstlern zusammenarbeitet oder ihnen Tribut zollt. Er interpretiert deren Meisterwerke auf den Zifferblättern seiner Uhren neu und nutzt dabei traditionelle Techniken, die er über viele Jahre perfektioniert hat. So bringt er seine Individualität zum Ausdruck. Wir stellen Ihnen hier sechs Uhren vor, die das Zifferblatt als Leinwand nutzen.
Parmigiani Fleurier x Marcello Lo Giudice
„Tonda 1950 Marcello Lo Giudis“

Michel Parmigiani, Gründer von Parmigiani Fleurier, war so begeistert von den kraftvollen, abstrakten Landschaften des italienischen Malers Marcello Lo Giudice, dass er eines von Lo Giudices Werken, „Eden, Edens Meer“, als Motiv für die Tonda 1950 Marcello Lo Giudice wählte – eine auf 12 Stück limitierte Edition. Jedes der zwölf Miniaturzifferblätter ist ein Unikat und zeigt einen anderen Ausschnitt des Werkes.
Der erste Schritt bei der Zifferblattherstellung besteht darin, die glatte Oberfläche des Sockels mittels Lasergravur zu strukturieren. Anschließend trägt der Maler die Farbe auf und erzeugt so das Zifferblatt in Miniaturform. Diese Technik, zuerst die Struktur zu erzeugen und dann die Farbe hinzuzufügen, entspricht exakt der von Lo Giudice in seinen eigenen Kreationen angewandten Methode. Michel Parmigiani beschreibt das Ergebnis als „ein Glasprisma, das weißes Licht in eine Vielzahl von Farben mit jeweils unterschiedlichem Brechungsindex spaltet“.
Die Zeiger in Form von Salbeiblättern sind schmaler als bei anderen Tonda-Modellen und verdecken so weniger das Zifferblatt. Das 39 mm große Gehäuse aus 18-karätigem Roségold trägt die Gravur „Unique Piece“, eine Seriennummer sowie die Namen „Marcello“ und „Michelle“, was auf die Kooperationsform hinweist. Die Uhr ist mit dem Automatikwerk Kaliber PF702 ausgestattet und verfügt über eine Gangreserve von ca. 48 Stunden, die durch den Saphirglasboden sichtbar ist.
Eine weitere Zusammenarbeit mit Parmigiani Fleurier zeigt sich im Alligatorlederarmband der Uhr: Wie bei allen Uhren von Parmigiani Fleurier wurde auch dieses Armband von den Lederhandwerkern von Hermès handgefertigt.
Hublot x Shepard Fairey
"Big Bang Mecha-10 Shepard Fairey Gray"

Falls Ihnen Shepard Fairey noch nie etwas gesagt hat, sind Ihnen seine Werke wahrscheinlich schon begegnet – es sei denn, Sie haben den US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 und Barack Obamas zwei Amtszeiten verschlafen. Das ikonische Obama-„HOPE“-Poster unterschied sich deutlich von den früheren Arbeiten des in Los Angeles lebenden Streetart-Künstlers und Grafikdesigners, der für sein Modeprojekt OBEY bekannt ist.
Im Rahmen der Initiative „Hublot Loves Art“, die aktiv mit Künstlern zusammenarbeitet, präsentierte Hublot in Kooperation mit Fairey die Big Bang Meca-10 Shepard Fairey. Diese Uhr, angetrieben vom skelettierten Handaufzugskaliber HUB1201, benötigte rund zwei Jahre Entwicklungszeit. Mit einer Gangreserve von ca. 10 Tagen ist sie Teil der 2016 lancierten Meca-10-Kollektion. Die Shepard Fairey Edition ist in zwei Farben erhältlich: Grau und Blau, jeweils limitiert auf 100 Stück. Das Sternzahnrad-Logo des Künstlers prangt im Fenster bei 3 Uhr, und ein allmählich erscheinender roter Punkt signalisiert, dass die Gangreserve sich dem Ende nähert. Das 45-mm-Gehäuse ist aus Kohlefaser gefertigt und mit Texalium überzogen. Es ist mit floralen Stammesmotiven verziert – ein Markenzeichen von Faireys künstlerischem Stil. Lünette, Bandanstöße und Seiteneinsätze bestehen aus schwarzem Fiberglas. Polierte und mikrogestrahlte, schwarz PVD-beschichtete Titan-H-Schrauben befestigen die Lünette am Gehäuse. Fairey lieferte auch das geprägte Design für das Armband.
