F: Welche Steine werden in der Bewegung verwendet?

A: Synthetischer Rubin zur Reduzierung von Reibung und Verschleiß
Um Reibung und Verschleiß zwischen den Zapfen des Uhrwerks und den Brücken bzw. der Hauptplatine zu reduzieren, verwenden die meisten mechanischen Uhrwerke (und einige hochwertige Quarzwerke) synthetischen Rubin (oder synthetischen Saphir) in den Lagern. In seltenen Fällen werden Diamanten verwendet, da diese jedoch zu hart sind und Verschleiß an den Zapfen verursachen, ist synthetischer Rubin heute der einzige verwendete Edelstein.
Seit der Entwicklung von Verfahren zur Herstellung synthetischer Rubine in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich die Anzahl der in Uhrwerken verwendeten Lagersteine erhöht. Für ein mechanisches Handaufzugswerk beträgt die Mindestanzahl sieben Lagersteine. 17 oder mehr Lagersteine gelten jedoch als wünschenswert. Konkret handelt es sich dabei um die oberen und unteren Lagersteine des Sekundenrades (jeweils zwei Steine), des dritten Rades (jeweils zwei Steine), des vierten Rades (jeweils zwei Steine), des Ankerrades (jeweils zwei Steine), der Palettensteine links und rechts der Ankergabel (jeweils zwei Steine), der oberen und unteren Lagersteine der Ankergabel (jeweils zwei Steine), des Impulslagersteins (ein Stein), der oberen und unteren Lagersteine der Unruhgabel (jeweils zwei Steine) sowie der oberen und unteren Lagersteine der Stoßsicherung (jeweils zwei Steine).
Übrigens besitzen manche preiswerte Quarzwerke keine Lagersteine. Theoretisch haben diese keine lange Lebensdauer. Außerdem steigt die Anzahl der Lagersteine mit der Anzahl der Funktionen. Beispielsweise verfügen viele komplizierte Uhren über mehr als 100 Lagersteine.

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