Diamantbesetzte Uhren sind besondere Kreationen, die den Glanz von Schmuck mit der exquisiten Handwerkskunst der Uhrmacherei vereinen. Von der Beschaffung seltener Steine über den präzisen Schliff und die Fassung bis hin zur Materialauswahl – sie zeugen von der Handwerkskunst und dem Einfallsreichtum erfahrener Uhrmacher. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Faszination der verschiedenen diamantbesetzten Uhren der einzelnen Marken sowie die Technologien vor, die ihren Glanz ermöglichen.

Text von Martin Green
[Artikel veröffentlicht am 16. Januar 2025]
Die Brillanz von Diamanten. Die Verschmelzung von Schmuck- und Uhrmacherkunst.

Handaufzug (Kal. JCAM32). 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 50 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Gold (Durchmesser 50 mm, Höhe 25 mm). Wasserdicht bis 30 m. Weltweit auf 18 Stück limitiert. 228,8 Millionen Yen. (Anfragen) Jacob & Co. Ginza, Tel. +86 3-6281-4777
Diamantbesetzte Uhren vereinen die Pracht exklusiver Juweliere mit der technischen Raffinesse der Uhrmacherkunst. Hier beleuchten wir die technischen und ästhetischen Aspekte der Diamantverzierung von Uhren – von der Beschaffung seltener Steine bis hin zu unsichtbaren Fassungen.

Sind Diamanten wirklich so selten?
Diamanten gelten gemeinhin als extrem selten, doch tatsächlich werden weltweit große Mengen abgebaut. Zwar gibt es nur eine begrenzte Anzahl hochwertiger Rohsteine, die sich für Schmuck eignen, aber es herrscht kein extremer Angebotsmangel. Bei Uhren übersteigt der Wert der zu Schmuck verarbeiteten Diamanten jedoch den Preis der Rohsteine bei Weitem. Dies liegt am Aufwand für die sorgfältige Auswahl und Verarbeitung, den anspruchsvollen Fassungstechniken und dem zusätzlichen Markenwert.
Wie ein Diamant entsteht
Diamanten entstanden vor etwa 9000 bis 30 Milliarden Jahren tief in der Erdkruste, in einer Tiefe von 145 bis 640 km. Unter extremem Druck und Hitze verbanden sich Kohlenstoffatome zu dem härtesten natürlichen Material der Erde. Vulkanische Aktivität transportierte sie anschließend näher an die Erdoberfläche, doch viele gingen dabei verloren. Die verbliebenen Steine wurden beim Abkühlen des Magmas im umgebenden Gestein eingeschlossen und bildeten so die sogenannten Kimberlit-Schlote.
Indien war einst der Hauptproduzent, später kamen Südafrika, Angola, Botswana usw. hinzu. Qualität und Produktionsmenge variieren stark je nach Region, und im Durchschnitt müssen 200 bis 250 Tonnen Erz verarbeitet werden, um ein Karat in Schmuckqualität zu gewinnen.
Vom Rohdiamanten zum Genie: Die fünf Cs
Ein Rohdiamant liegt wie ein trübes Glasstück mit seinem verborgenen Licht im Verborgenen. Erst durch das Polieren und Schleifen entfaltet er sein strahlendes Funkeln und seinen Zauber. Die fünf „Cs“, die in der Uhren- und Schmuckwelt als Maßstab für diese Schönheit gelten, werden als Kriterien für die Bewertung dieser Schönheit herangezogen.
Zunächst zum Karat. Es handelt sich um eine Gewichtseinheit, wobei 1 Karat 0.20 g entspricht. Der Begriff stammt vom Johannisbrotbaum, dessen Samen ein einheitliches Gewicht haben. Bei Uhren ist die Anzahl der Steine wichtiger als deren Größe, weshalb Pavé-Fassungen bevorzugt werden, bei denen kleine Diamanten dicht aneinandergesetzt werden.
Als Nächstes kommt der Schliff. Damit ist die Form des Steins gemeint. Der Brillantschliff, der die Lichtreflexion maximiert, ist der Standard, aber der Baguetteschliff, der ein dezenteres Funkeln erzeugt, ist ebenfalls beliebt. Theoretisch hat er ein höheres Karatgewicht, da weniger Material vom Stein abgetragen wird.
Reinheit und Farbe beziehen sich auf den Grad der Transparenz und der Farbgebung. Die meisten Edelsteine weisen Einschlüsse auf, die jedoch, sind sie klein, mit bloßem Auge kaum sichtbar sind. Bei gleichmäßiger Farbe ist der Unterschied kaum erkennbar, und in Weißmetall gefasst wirken sie noch farbloser. Luxusmarken wählen häufig Edelsteine mit einer Reinheit von VVS2 oder höher und einer nahezu farblosen Farbe.
Der letzte Schritt ist die Zertifizierung. Große Diamanten werden von einer Bewertungsstelle begutachtet und zertifiziert, kleine Diamanten hingegen nicht. Sie müssen jedoch ausnahmslos dem Kimberley-Prozess entsprechen und konfliktfrei sein.
Einstelltechniken

Automatischer Aufzug (Kal. UN-172). 25 Steine. 1 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 72 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Gold (Durchmesser 45 mm, Höhe 13 mm). Wasserdicht bis 50 m. Preis auf Anfrage. (Anfragen) Ulysse Nardin / Sowind Japan Tel. +8000 03-5211-1791
Sobald die Steine ausgerichtet sind, müssen sie von einem erfahrenen Steinmetz gefasst werden. Bei Brillantschliffen werden Löcher gebohrt und die Umgebung mit Krappen versehen. In manchen Fällen kann das Fassen teurer sein als der Rohstein selbst.

Die Ulysse Nardin Blast Tourbillon Sparkling hat ein Aussehen, das an zerbrochenes Eis erinnert, mit Baguette-Steinen und speziell geformten Steinen, die mit einer "unsichtbaren Fassung" befestigt sind, die das Metall verbirgt.
Diamanten stehen im Mittelpunkt

Der Preis soll aufgrund der übermäßigen Verwendung gelber Diamanten in die Höhe geschnellt sein. Handaufzug (Kal. JCAM39). 19 Steine. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 72 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold (52.2 mm x 43.5 mm, 12 mm dick). Wasserdicht bis 30 m. Einzigartiges Stück. Preis: 3,52 Milliarden Yen.
Viele diamantbesetzte Uhren basieren zwar auf schlichten Modellen, es gibt aber auch Designs, bei denen Diamanten im Mittelpunkt stehen, wie beispielsweise die „Billionaire“-Kollektion von Jacob & Co. Gehäuse und Armband sind harmonisch integriert, und die Steine sind groß und von einheitlicher Farbe. Auch Modelle mit gelben Diamanten sind erhältlich.




