Junghans, eine Uhrenmarke aus dem Schwarzwald, präsentiert derzeit in ihrem Firmenmuseum in Schramberg, dem Sitz des Unternehmens, eine Sonderausstellung mit dem Titel „Junghans Uhren – Meilensteine der Uhrmachergeschichte“. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte und Innovationen des Unternehmens in den vergangenen fast 100 Jahren anhand von rund 370 wertvollen Stücken, von der ersten vollwertigen Armbanduhr aus dem Jahr 1927 bis hin zu modernen funkgesteuerten und solarbetriebenen Modellen.

Text von Rüdiger Bucher
[Artikel veröffentlicht am 14. Januar 2025]
Die Geschichte der Junghans-Uhren nähert sich 100 Jahren.

Junghans ist eine führende deutsche Uhrenmarke. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Schramberg im Schwarzwald. 2018 wurde das Junghans-Terrassebau-Museum eröffnet, ein Firmenmuseum mit der markanten Terrassenbau-Architektur. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Junghans-Uhrengeschichte präsentiert das Museum derzeit die Sonderausstellung „Junghans Uhren: Meilensteine der Uhrmachergeschichte“. Die ausgestellten Uhren zeugen von zahlreichen Rekorden, Innovationen und wegweisenden Designs.
Die erste authentische Junghaus-Armbanduhr erschien 1927.
Junghans produzierte erstmals in den 1920er-Jahren Armbanduhren, doch die erste richtige Armbanduhr, die 1927 auf den Markt kam, erschien etwas später als bei vielen anderen Marken. Zwar gab es bereits um die Jahrhundertwende kleine Armbanduhren für Damen, doch erst nach dem Ersten Weltkrieg wurden Herren-Taschenuhren durch Armbanduhren ersetzt.

Um 1900 verkaufte Junghans jährlich über 300 Millionen Uhren und war damit zeitweise der größte Uhrenhersteller der Welt. Die Hauptprodukte waren jedoch Wecker und Taschenuhren. 1927 entwickelte das Unternehmen eine stoßfeste Armbanduhr für den nordamerikanischen Markt, deren Zifferblatt die Aufschrift „NOBRK“ (Non-Breakable) trug.
Etwa 370 Objekte aus den 1920er bis 2000er Jahren

Die Ausstellung ist in Zeiträume von den 1920er- bis zu den 2000er-Jahren unterteilt. Rund 370 Objekte aus der Sammlung des Junghans-Archivars Norbert Grünberger werden gezeigt. Jeder Zeitraum umfasst Texte, Fotografien und Werbeanzeigen aus der jeweiligen Zeit sowie Prototypen und Modelle unmittelbar vor der Serienproduktion. Für Sportbegeisterte ist insbesondere die Dokumentation von Junghans' Rolle als offizieller Zeitnehmer bei den Olympischen Spielen 1972 in München interessant.
Highlights vergangener Modelle

Die Ausstellung umfasst zahlreiche Highlights, von NOBRK-Uhren über den Säulenradchronographen von 1949 (ausgestattet mit dem Kaliber J88) und die erste elektronische Uhr aus dem Jahr 1967 bis hin zu modernen funk- und solarbetriebenen Uhren. Ebenfalls zu sehen sind frühe Meister- und Max-Bill-Uhren sowie die erste funkgesteuerte Uhr, die Mega 1, entworfen von Hartmut Esslinger, dem Schöpfer des Apple II-Personalcomputers von Apple Computer. Ihr asymmetrisches Gehäuse besticht noch heute durch seine einzigartige Ausstrahlung.
Ausstellungsübersicht
Das Museum Junghans-Terrassenbau in Baden-Württemberg (Bundesland Deutschland) ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Es befindet sich in der Lauterbachstraße 68 in Schramberg (PLZ 78713). Der Eintritt kostet 8 Euro (4 Euro ermäßigt). Führungen sind nach vorheriger Anmeldung zum Festpreis von 50 Euro für maximal 25 Personen möglich. Die Ausstellung ist vorerst noch zu sehen, ein Enddatum steht noch nicht fest.



