Dieses Mal werfen wir einen erneuten Blick auf die Chronographenmodelle von Omega, einer Marke, die in vielen Bereichen große Erfolge erzielt hat. Omegas Beitrag zur Raumfahrtentwicklung war bemerkenswert, und wir werden die Geschichte der Speedmaster Moonwatch, einem repräsentativen Beispiel dafür, beleuchten und uns gleichzeitig auf andere Chronographenmodelle konzentrieren.

Text von Shin-ichi Sato
[Artikel veröffentlicht am 6. Januar 2025]
Die Chronographenmodelle von Omega neu entdecken
In Omegas umfangreicher Kollektion darf ein Chronographenmodell auf keinen Fall fehlen. Der berühmteste Omega-Chronograph ist die „Speedmaster Moonwatch“, die von der NASA offiziell für den Einsatz im Weltraum zertifiziert wurde und sich zu Recht als Ikone der Armbanduhrengeschichte bezeichnen lässt. In diesem Artikel blicken wir auf die Geschichte der Speedmaster zurück und stellen Ihnen weitere Chronographenmodelle vor.
"Speedmaster Moonwatch" Ref. 310.30.42.50.01.002

Handaufzug (Kal. 3861). 26 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 50 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 42 mm, Dicke 13.2 mm). Wasserdicht bis 50 m. Preis: 2.728.000 Yen (inkl. MwSt.).
Bei der Vorstellung von Chronographen, nicht nur von Omega, darf die Speedmaster Professional Moonwatch nicht fehlen. 1965 zertifizierte die NASA die Speedmaster für den Einsatz in bemannten Raumflügen und Außenbordeinsätzen (EVA), und sie erlangte weltweite Bekanntheit als die Uhr, die offiziell im Weltraum mitgeführt wurde. Betrachten wir diesen Punkt etwas genauer.
Im Mai 1961 verkündete John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten, das Apollo-Programm mit dem Ziel, „innerhalb von zehn Jahren einen Menschen auf dem Mond zu landen und ihn sicher zur Erde zurückzubringen“. Zu diesem Zeitpunkt fehlte Amerika jedoch noch die nötige Technologie, um das Projekt zu realisieren. Daher wurde 1961 das Gemini-Programm ins Leben gerufen, um diese Lücke zu schließen. Die Omega Speedmaster war die einzige Uhr, die die Tests bestand und die vom Gemini-Programm festgelegten Spezifikationen für Armbanduhren erfüllte. Im Testbericht von 1965 hieß es eindeutig: „Omega-Armbanduhren (gemeint ist die Speedmaster) wurden für die Verwendung im Gemini-Raumschiff zugelassen.“

Dann kam der Moment, in dem die Speedmaster eine entscheidende Rolle spielte: jene 14 Sekunden, die über Leben und Tod der Apollo-13-Besatzung entschieden. Apollo 13 erlitt auf dem Flug zum Mond eine Explosion, die zum Verlust eines Großteils des Sauerstoffs, Wassers und der Energie führte. Um die letzten Energiereserven für die Rückreise zur Erde zu schonen, mussten die Astronauten den Triebwerkschub präzise manuell steuern, um die Flugbahn zu korrigieren – ohne die Hilfe automatischer Steuerungssysteme. Und es waren die Speedmaster-Uhren an den Handgelenken der Astronauten, die diese 14 Sekunden stoppten, die über Leben und Tod entschieden (detailliert dargestellt im Film „Apollo 13“, ein Muss für Speedmaster-Fans).
Die aktuelle Speedmaster Professional Moonwatch, die 2021 überarbeitet wurde, hat zahlreiche Weiterentwicklungen erfahren, ohne ihr traditionelles Design zu verändern. Symbolträchtigste dieser Verbesserungen ist das Master Chronometer-zertifizierte Handaufzugs-Chronographenwerk Kaliber 3861. Zu den allgemeinen Verbesserungen zählen eine optimierte Isochronie, verlängerte Wartungsintervalle sowie eine verbesserte Magnet- und Stoßfestigkeit. Erreicht wurden diese Verbesserungen unter anderem durch die Einführung einer Co-Axial-Hemmung. Die Master Chronometer-Zertifizierung durch das METAS (Eidgenössisches Institut für Metrologie) bedeutet, dass jede Uhr einzeln und nach dem Einschalen auf Ganggenauigkeit geprüft wird, selbst bei Einwirkung eines Magnetfelds von 15.000 Gauß und minimalen Abweichungen aufgrund der verbleibenden Gangreserve. Dies ist eine der zuverlässigsten Zertifizierungen hinsichtlich praktischer Ganggenauigkeit. Darüber hinaus ist das Armband schlanker als bei Vorgängermodellen, was der Uhr einen klassischeren Look verleiht und dank kleinerer Glieder den Tragekomfort erhöht.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es Omegas Philosophie, „Tradition zu bewahren und gleichzeitig modernste Leistung zu bieten“, deutlich widerspiegelt. Als Repräsentant von Omega und insbesondere dieses Chronographen hoffe ich, dass Sie ihn sich noch einmal genauer ansehen werden.
„Speedmaster – Erste Omega im Weltraum“ Ref. 310.30.40.50.06.001

Handaufzug (Kal. 3861). 26 Steine. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 50 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 39.7 mm, Dicke 13.4 mm). Wasserdicht bis 50 Meter. Preis: 121 Millionen Yen (inkl. MwSt.).
Die Speedmaster Moonwatch basiert auf dem ersten Modell, das von der NASA für Weltraummissionen zertifiziert wurde. War sie also die erste Omega-Uhr im Weltraum? Tatsächlich gab es bereits vor dieser Zertifizierung ein Modell, das im All eingesetzt wurde: die zweite Speedmaster, die Referenz CK 2998. Es ist belegt, dass der NASA-Astronaut Walter „Wally“ Schirra während der Sigma-7-Mission des Mercury-Programms, die am 3. Oktober 1962 begann, eine Referenz CK 2998 als seine persönliche Uhr trug.
Die im Oktober 2024 angekündigte „Speedmaster First Omega in Space“ ist eine Neuauflage der Referenz CK 2998. Eine ähnliche Neuauflage erschien bereits 2012, wurde aber leider wieder eingestellt. Diese lang erwartete Wiederbelebung markiert die erste Wiedergeburt der Uhr. Besonders hervorzuheben ist das Master-Chronometer-Uhrwerk mit Co-Axial-Hemmung, das deutliche Leistungsverbesserungen ermöglicht.
Schauen wir uns nun die Details an. Das Design ist dem Originalmodell treu, mit den charakteristischen Alpha-förmigen Stunden- und Minutenzeigern. Das graublaue Zifferblatt aus CVD-Beschichtung mit dreidimensionalem Logo bei 12 Uhr ist mit Super-LumiNova in einem gebrannten Farbton versehen, was ihm einen Vintage-Charakter verleiht. Ein weiterer wichtiger Punkt: Da dieses Modell vor der NASA-Zertifizierung hergestellt wurde, fehlt der Schriftzug „PROFESSIONAL“ auf dem Zifferblatt.

Ein weiteres Merkmal dieser Uhr ist ihr Gehäuse mit seinen symmetrischen, scharfkantigen Bandanstößen und dem kompakten Durchmesser von 39.7 mm. Die Speedmaster Professional Moonwatch hingegen verfügt über ein asymmetrisches Gehäuse mit Kronen- und Drückerschutz und einem Durchmesser von 42 mm. Dieser Größenunterschied dürfte bei der Wahl der Uhr ein wichtiger Faktor sein.
"Speedmaster Pilot" Ref. 332.10.41.51.01.002

Automatikwerk (Kal. 9900). 54 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 60 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 40.85 mm, Dicke 14.7 mm). Wasserdicht bis 100 m. Preis: 858.000 Yen (inkl. MwSt.).
Omega ist dank der Speedmaster eng mit der Raumfahrt verbunden, und das aus gutem Grund. Die Marke unterstützt aber auch seit Langem Piloten. Während des Zweiten Weltkriegs lieferte Omega über 11 Uhren an das britische Verteidigungsministerium, und die erste Speedmaster, die 1957 auf den Markt kam, war bei den Piloten der US-Luftwaffe sehr beliebt.
Die Speedmaster Pilot ist ein Modell, das diese Geschichte widerspiegelt. Als Hommage an die ursprüngliche Speedmaster übernimmt sie deren Gehäuseform und den Chronographen mit zwei Linsen. Ihren einzigartigen Reiz verdankt sie dem Zifferblattdesign, das viele Elemente von Cockpitinstrumenten aufgreift.

Die Stunden- und Minutenzeiger wurden in einer schlichten, stiftförmigen Gestalt neu gestaltet, wie man sie von Cockpituhren kennt. Die Spitze des Chronographen-Sekundenzeigers ist mit einem länglichen, flugzeugförmigen Ornament verziert. Die Verwendung von Orange ist ein weiteres typisches Detail einer Pilotenuhr. Der 60-Minuten- und der 12-Stunden-Zähler sind koaxial bei 3 Uhr angeordnet, die kleine Sekunde bei 9 Uhr. Ihr Design ist vom Fluglageanzeiger inspiriert, der die Neigung des Flugzeugs relativ zum Boden anzeigt.
Das Zifferblatt ist mattiert und gewährleistet so auch bei hellem Licht optimale Ablesbarkeit. Unterhalb des Speedmaster-Logos prangt der Schriftzug „FLIGHT QUALIFIED“, der die Exklusivität der Uhr zusätzlich unterstreicht.
Die Uhr ist mit dem METAS-zertifizierten Co-Axial Master Chronometer Uhrwerk Kal. 9900 ausgestattet, das nach modernen Maßstäben ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit bietet.
"Seamaster Diver 300M Chronograph" Ref. 210.30.44.51.01.001

Automatikwerk (Kal. 9900). 54 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 60 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 44 mm, Dicke 17.2 mm). Wasserdicht bis 300 m. Preis: 3.960.000 Yen (inkl. MwSt.).
Neben der Speedmaster umfasst Omegas umfangreiche Kollektion weitere Chronographenmodelle, die sich seit Langem großer Beliebtheit erfreuen. Ein solches Modell ist der Seamaster Chronograph. Diesmal konzentrieren wir uns auf den Seamaster Diver 300M Chronographen.
Die Seamaster wurde 1948 als vielseitige Uhr entwickelt, die verschiedenen Umgebungen standhielt und unter anderem hohe Wasserdichtigkeit bot. Seitdem wurden zahlreiche Modelle abgeleitet. Der Fokus der Seamaster als Freizeituhr bis etwa in die 1960er-Jahre wurde von der Seamaster Aqua Terra fortgeführt, während die Seamaster Diver 300M, eine Taucheruhr mit verbesserter Wasserdichtigkeit, eine Weiterentwicklung darstellte.
Diese professionelle Taucheruhr ist bis 300 m wasserdicht und mit einem Heliumauslassventil für Sättigungstauchgänge ausgestattet. Auch die Verarbeitungsqualität ist exzellent: Die polierte Keramiklünette und die Drücker verleihen der Uhr eine edle Optik. Das Zifferblatt ziert das charakteristische, lasergravierte Wellenmuster der Kollektion.
Sie ist mit dem METAS-zertifizierten Co-Axial Master Chronometer Uhrwerk Kal. 9900 ausgestattet und verfügt über einen 60-Minuten-Zähler und einen 12-Stunden-Zähler, die koaxial bei 3 Uhr angeordnet sind, sowie eine kleine Sekunde bei 9 Uhr.
Seamaster Regatta, Ref. 216.92.46.79.10.001

Quarz (Kal. 5701). Titangehäuse (Durchmesser 46.75 mm, Dicke 15.6 mm). Wasserdicht bis 50 m. 1.144.000 Yen (inkl. MwSt.).
Beim Begriff „Omega Chronograph“ denken viele an einen mechanischen Chronographen mit analoger Anzeige, rotierendem Sekundenzeiger und diversen Hilfszifferblättern, die synchron arbeiten. Doch Omegas technologische Kompetenz beschränkt sich nicht darauf; das Unternehmen bietet auch eine Reihe analog-digitaler Hybridmodelle an.
Die Seamaster Regatta ist ein Sondermodell zum Gedenken an den 37. America’s Cup, eine internationale Segelregatta, deren offizieller Uhrenpartner Omega ist. Sie ist speziell für die Zeitmessung bei Hochgeschwindigkeits-Bootsrennen konzipiert. Der Name „Regatta“ stammt vom italienischen Wort für „Wettkampf“ und bezeichnet im Segelsport Regatten mit unmotorisierten Booten.
Der America’s Cup gilt als die Königsklasse des Segelsports. Jedes Land kämpft mit Rennbooten, die mit modernster Technologie ausgestattet sind, um den Sieg. Auch die Messgeräte, die bei den Regatten zum Einsatz kommen, müssen hochentwickelt sein, und dieses Modell wurde speziell für diese Anforderungen entwickelt.

Das markanteste Merkmal dieses Modells, das mit dem neu entwickelten Quarzwerk Kaliber 5701 ausgestattet ist, ist das LCD-Zifferblatt mit verschiedenen Anzeigen, darunter eine Stoppuhr. Es verfügt außerdem über eine Mondphasenanzeige bei 3 Uhr und ist mit Funktionen ausgestattet, die für den Betrieb eines Bootes nützlich sind, wie z. B. ein Segellogbuch, ein Thermometer, ein Beschleunigungsmesser und drei Alarme.
Das Gehäuse besteht aus leichtem Titan und zeichnet sich durch bemerkenswerte Details aus, die Ihnen helfen sollen, Rennen zu gewinnen, wie z. B. die Verwendung unterschiedlicher Farben zur Vermeidung von Bedienungs- und Zeitmessfehlern, eine Hintergrundbeleuchtung und die Tatsache, dass sich Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger bei eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung entfernen, um die Sichtbarkeit des LCD-Bildschirms zu gewährleisten.







