Jedes Jahr im April ziehen die Neuheiten der Cartier Privé Kollektion die Aufmerksamkeit von Uhrenliebhabern weltweit auf sich. Cartier Privé wählt ein Meisterwerk der Vergangenheit als Thema und kreiert eine Uhr, die technologisch auf dem neuesten Stand ist. Die diesjährige Tank à Guichet besticht nicht nur durch ihr einzigartiges Design, sondern auch durch ihr außergewöhnliches Äußeres.

Text von Yuto Hosoda (Chronos-Japan)
[Artikel veröffentlicht am 18. Januar 2025]
Das diesjährige Privé ist das "Tank à Guiché" mit einem "kleinen Fenster"
Eine der Freuden im April ist es, zu spekulieren, welche Neuheiten die Cartier Privé Kollektion aufnehmen werden. Die Tortue, deren Aufnahme schon lange erwartet wurde, wurde erst für 2024 angekündigt, was Prognosen noch schwieriger macht.
Wie erwartet, wurde in Genf die Tank à Guichet mit ihrer springenden Stunden- und Minutenscheibe vorgestellt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Die Tank à Guichet, die erstmals 1928 erschien, wurde zuvor nur zweimal neu aufgelegt: 1997 zum 150-jährigen Jubiläum der Cartier-Gründung und 2005 auf der Cartier Kalender- und Uhrenausstellung. Ehrlich gesagt kannte ich sie nur als solches Modell.

Handaufzug (Kal. 9755 MC). 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 42 Stunden. Gehäuse aus Platin (37.6 x 24.8 mm, 6 mm dick). Nicht wasserdicht. Weltweit auf 200 Stück limitiert. Preis: 9.702.000 Yen (inkl. MwSt.).

Handaufzug (Kal. 9755 MC). 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 42 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold (37.6 x 24.8 mm, 6 mm dick). Nicht wasserdicht. Preis: 759 Millionen Yen (inkl. MwSt.).

Handaufzug (Kal. 9755 MC). 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 42 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Gold-Pellets (37.6 x 24.8 mm, 6 mm dick). Nicht wasserdicht. Preis: 759 Millionen Yen (inkl. MwSt.).

Handaufzug (Kal. 9755 MC). 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 42 Stunden. Gehäuse aus Platin (37.6 x 24.8 mm, 6 mm dick). Nicht wasserdicht. Preis: 8.844.000 Yen (inkl. MwSt.).
Eine Probe, die Ihnen den besten Eindruck vom "Privé-Außenbereich" vermittelt.
Doch wenn man diese Uhr tatsächlich in den Händen hält, ist man unweigerlich beeindruckt. Das Uhrwerk ist nicht herausragend (man kann es durch den Gehäuseboden nicht sehen), es hat keine faszinierend dreidimensionalen Zeiger (es gibt keine Zeiger), und das Zifferblatt beeindruckt nicht, wenn man es gegen das Licht hält (es ist ein schlichtes Zifferblatt). Aber woher kommt dieses Gefühl der Zufriedenheit, das einen beim Halten der Tank à Guiché überkommt? Es ist nichts anderes als die außergewöhnliche Qualität des Gehäuses.

Der größte Reiz von Cartier Privé, nicht nur dieser Uhr, liegt in der Qualität des Äußeren. Die makellosen Oberflächen, die präzisen Kanten und das feine Satin-Finish … Hält man eine Privé-Uhr in der Hand und betrachtet sie genauer, spürt man die Seele des Juweliers. Und die Tank à Guichet ist das Modell, das die beeindruckende Eleganz ihres Äußeren am besten zum Ausdruck bringt.
Wie Sie sehen, besitzt diese Uhr weder einen transparenten Gehäuseboden, der das Uhrwerk sichtbar macht, noch ein Zifferblatt. Sie besteht lediglich aus einem massiven Metallblock mit zwei kleinen Fenstern, die lediglich die Uhrzeit anzeigen. Dadurch kommt die herausragende Metallverarbeitung der gesamten Uhr voll zur Geltung.
Selbst wenn man auf die Scheibe schaut, um die Zeit abzulesen, fällt der Blick unweigerlich auf die Gestaltung des kleinen Fensters. Die tiefe C-Fase und die dort angewandte Politur ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, und man versucht gar nicht erst, die Zeit abzulesen. Aber mal ehrlich, ist der Rücklaufwinkel der Minutenscheibe nicht ziemlich extrem?
Bei so einem ansprechenden Äußeren spielt es eigentlich keine Rolle, ob man sich für die Type 3 mit ihrem originalgetreuen Design oder das auf 200 Stück limitierte Sondermodell mit versetzter Zeitanzeige entscheidet. „Schau nicht auf die Zeit, schau auf die Uhr!“ Genau dieses Gefühl vermittelt sie.

Tatsächlich hat sich die Verfügbarkeit leicht verbessert.
Übrigens schreibe ich immer, wenn ich diese Art von Uhr vorstelle: „Schade nur, dass sie so schwer zu bekommen ist.“ Es scheint jedoch, dass man sich beim dritten Modell, das dem Originaldesign folgt, nicht auf eine feste Stückzahl festlegen will. Stattdessen wird wohl eine kleine Auflage für einen Zeitraum von ein bis drei Jahren angeboten – eine sogenannte limitierte Auflage. Die Verfügbarkeit hat sich im Vergleich zu früher anscheinend etwas verbessert.
Dennoch dürfte es wohl weiterhin schwierig bleiben, sie zu bekommen. Trotz ihres extravaganten Designs ist die Tank à Guiché qualitativ so überzeugend, dass sie alle anderen in den Schatten stellt. Falls jemand das Glück hatte, eine zu erwerben, würde ich sie sehr gerne sehen.



