Das Hiko Mizuno College für Schmuck bringt jedes Jahr zahlreiche talentierte Uhrmacher hervor. Ein Stück, das bei der Abschlussausstellung 2025 besonders ins Auge stach, war das mechanische Metronom „Tempo Rubato“ von Raku Okada.

Das weltweit erste mechanische Metronom im Armbanduhr-Design, entwickelt vom aufstrebenden Uhrmacher Raku Okada. Es ist nicht nur das kleinste der Welt, sondern ermöglicht auch die freie Einstellung der Taktfrequenz (BPM). Wie auf dem Foto zu sehen, ist es bereits so ausgereift, dass es kommerziell eingesetzt werden kann. Handaufzug (Kal. TempoRubato). 7200–14.400 Halbschwingungen pro Stunde. Edelstahlgehäuse (39.5 mm Durchmesser, 13 mm dick). Spritzwassergeschützt. Nicht im Handel erhältlich.
Text von Masayuki Hirota (Chronos-Japan)
Herausgegeben von Yuto Hosoda (Chronos-Japan)
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2025 von Kronos Japan]
Das weltweit erste mechanische Metronom im Armbanduhr-Stil
Raku Okada, Student am Hiko Mizuno College of Jewelry, entwickelte für sein Abschlussprojekt ein beeindruckendes Gerät: das weltweit erste mechanische Metronom im Armbanduhr-Design, das „Tempo Rubato“. Zu seinen einzigartigen Merkmalen zählen seine geringe Größe, die Möglichkeit, das Tempo (BPM) auch während des Betriebs frei zu ändern, und seine tatsächliche Nutzbarkeit. Okada, dessen Hobby Jazz-Schlagzeug ist, testete die Stoßfestigkeit des Tempo Rubato sogar am Handgelenk – es handelt sich also nicht nur um ein bloßes Gadget.

Die Bedienung ist sehr einfach: Drücken Sie den unteren linken Knopf, um das Metronom zu aktivieren, drehen Sie die Lünette nach links und rechts, um die BPM (120-240) einzustellen, und drehen Sie sie nach rechts, um die Zugfeder aufzuziehen.
Möglich wurde dies durch die Idee, den Anker einer mechanischen Uhr als Zeiger eines Metronoms zu verwenden. Auch die Möglichkeit, die BPM-Zahl durch die Auf- und Abwärtsbewegung des mit der drehbaren Lünette und den Zeigern verbundenen Gewichts zu verändern, war einzigartig. Die Belastung des Mechanismus erscheint hoch, doch Okada löste dieses Problem durch den Einsatz von Kugellagern der Firma MinebeaMitsumi in Bereichen mit hohem Drehmoment, wie beispielsweise der Auf- und Abwärtsbewegung der Zeigerachse.

Was mich beeindruckt hat, war die clevere Verpackung. Mit einem Durchmesser von 39.5 mm und einer Dicke von 13 mm trägt sie sich sehr angenehm am Handgelenk. Und die drehbare Lünette fühlt sich so dezent an, dass man sie einfach nur zum Vergnügen berühren möchte. Ehrlich gesagt, wer hätte gedacht, dass das ein Abschlussprojekt ist?
Auch wenn Sie nicht in der Musikbranche tätig sind, sollten Sie sich als Mechanik-Fan unbedingt die Tempo Rubato ansehen. Es handelt sich dabei lediglich um Okadas Abschlussprojekt, doch er erwägt eine baldige Markteinführung. Wir können uns freuen, dass es in Zukunft weitere Uhrmacher mit vielversprechender Zukunft geben wird!



