Die Chiffre Rouge von Dior hat mit ihrem asymmetrischen Gehäusedesign die gängigen Vorstellungen von Uhren revolutioniert. Auch das 2024 erschienene Tourbillon-Modell besticht durch die Originalität, die nur ein Haute-Couture-Haus besitzen kann.

Ref. CD08452X1461. Das neue Chiffre Rouge Gold Bumper-Modell ist mit einem fliegenden Tourbillon ausgestattet, das auf dem Uhrwerk von La Fabrique du Temps Louis Vuitton basiert. Auf der Rückseite befindet sich ein Mikrorotor aus 18-karätigem Goldgrau mit einem Cannage-Muster, das sich nahtlos in die Brücke einfügt. Automatischer Aufzug (Kal. CD.003). 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 40 Stunden. Gehäuse aus Edelstahl + DLC x 18-karätigem Goldgrau (41 mm Durchmesser). Wasserdicht bis 100 m. Unverbindliche Preisempfehlung: 19 Millionen Yen (inkl. MwSt.).
Text von Naoto Watanabe
Herausgegeben von Yuto Hosoda (Chronos-Japan)
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2025 von Kronos Japan]
Für die Chiffre Rouge wurde ein Tourbillon-Modell herausgebracht.
Ein Jahr ist seit der Neuauflage der Dior Herrenuhrenkollektion „Chifr Rouge“ vergangen. Nun wurde die „Chifr Rouge Tourbillon“ vorgestellt, die mit dem komplexesten Mechanismus der Serie, einem fliegenden Tourbillon, ausgestattet ist. Die neue Kollektion umfasst zwei Modelle: eines mit einem DLC-beschichteten Edelstahlgehäuse und einem Stoßschutz aus 18-karätigem Weißgold, das andere mit einer Lünette aus 18-karätigem Weißgold, die mit Baguette-geschliffenen Saphiren, Amethysten, Turmalinen und Rubinen besetzt ist und so einen Farbverlauf von 60 Nuancen in sieben Farben ermöglicht.

Ref. CD08452X1462. Ein Modell mit einer Lünette aus 18-karätigem Bronze-Gold (18KPG) und Baguette-geschliffenen Edelsteinen ist ebenfalls erhältlich. Die Lünette ist mit Saphiren, Amethysten, Turmalinen und Rubinen besetzt, die einen Farbverlauf in 60 Stufen erzeugen. Ein atemberaubender Farbverlauf wird erzielt. Automatischer Aufzug (Kal. CD.003). 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 40 Stunden. Gehäuse aus Edelstahl + DLC x 18KPG (41 mm Durchmesser). Wasserdicht bis 100 m. Unverbindliche Preisempfehlung: 27 Millionen Yen (inkl. MwSt.).
Während Tourbillons üblicherweise so konstruiert sind, dass die Rotationsachse des Tourbillonkäfigs und die Unruhwelle (die zentrale Achse des Unruhrads) koaxial angeordnet sind, ist die Unruhwelle bei diesem Modell bewusst versetzt. Durch die Anbringung gitterartiger Elemente in unterschiedlichen Winkeln auf der Vorder- und Rückseite des Tourbillonkäfigs wird das Cannage-Muster, Diors charakteristisches Design, sichtbar. Das Cannage-Muster auf dem Zifferblatt wurde von der traditionellen Rillengravur zu einer mehrschichtigen, dreidimensionalen Gravur weiterentwickelt, und die an die Oberfläche des Tourbillonkäfigs angepasste Abschrägung verstärkt die Ähnlichkeit mit fliegenden Tourbillons. Im Stillstand ähnelt das ungewöhnliche Design einem konventionellen Tourbillon mit Brücke, doch tatsächlich handelt es sich um ein Konzept, das mit der für ein Haute-Couture-Haus typischen Originalität besticht.
Anders als Taschenuhren, die fest in der Tasche verbleiben, verändern Armbanduhren ihre Position am Handgelenk. Daher mag das Tourbillon als Mechanismus zur Kompensation der Schwerkraft zu einer bloßen Formalität geworden sein. Doch diese Uhr, bei der sich die Unruh langsam im kreisförmigen Fensterrahmen bewegt, während sich Käfig und Zifferblattheber alle 15 Sekunden einmal ineinandergreifen, verleiht dem Tourbillon-Mechanismus seinen einzigartigen Wert als „visuelle Kreativität“.



