Vacheron Constantin feiert sein 270-jähriges Jubiläum und hat eine neue Grand Complication kreiert. Dieses Meisterwerk vereint 41 Uhrwerke in einem Gehäuse im Armbanduhrformat. Auch wenn wir die Uhr selbst noch nicht zu Gesicht bekommen haben, werfen wir einen Blick auf ihre Konturen anhand vorläufiger Dokumente.
Herausgegeben von Yuto Hosoda (Chronos-Japan)
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2025 von Kronos Japan]
Eine gewaltige Komplikation mit 41 Mechanismen in ihrem Gehäuse

Zeitgleich mit dem Erscheinen dieser Zeitschrift im Buchhandel findet in Genf die Uhrenmesse Watches & Wonders statt. Dort wird die hochkomplizierte Uhr von Vacheron Constantin, die „Les Cabinotiers Solaria Ultra Grande Complication – La Première“, offiziell vorgestellt. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 270-jähriges Bestehen. Dieses Meisterwerk wird zweifellos mit der „Tour de l’Ile“ zum 250-jährigen Jubiläum und der „Ref. 57260“ zum 260-jährigen Jubiläum konkurrieren und diese sogar übertreffen.
Das handaufgezogene Basiswerk verfügt über ein Tourbillon, einen Schleppzeigerchronographen und eine Minutenrepetition mit Westminster-Glockenspiel; allein der neue Schlagmechanismus umfasst sieben Patente.
Die Stunden- und Minutenanzeige, die auch GMT und Weltzeit umfasst, scheint über separate Einstellmechanismen mit Differenzialgetrieben zu verfügen. Der Mechanismus der Stunden- und Minutenanzeige besitzt ein eigenes Getriebe für bürgerliche Zeit, Sternzeit und Sonnenzeit, die alle gleichzeitig über Zifferblätter auf der Vorder- und Rückseite angezeigt werden.
Das Highlight des in der La Première installierten Kalibers 3655 ist wohl das Modul, das die astronomische Anzeige und den gregorianischen ewigen Kalender vereint. Dieses Modul zeigt nicht nur die Position, Höhe, Kulmination und Deklination der Sonne an, sondern ermöglicht mithilfe des rückseitigen Zifferblatts auch die „Verfolgung der Himmelszeit“. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine astronomische Anzeige mit einer herkömmlichen Sternkarte, doch das Sichtfenster der Sternkarte ist außermittig positioniert und kann sich drehen. Da es sich um eine Weltneuheit handelt, kann es als astronomische Anzeige mit einem völlig neuen Konzept betrachtet werden. Ich werde nach meinem Besuch in Genf ausführlicher darüber berichten.

Dieses ambitionierte Meisterwerk vereint 41 hochkomplexe Uhrwerke in einem kompakten Gehäuse. Das nur 2.8 mm flache Himmelsmodul mit neu entwickeltem Schlagwerk ist über ein patentiertes „Plug-and-Play“-System mit dem Basiswerk verbunden. Handaufzug (Kal. 3655). 204 Steine. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 72 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold (45 mm Durchmesser, 14.99 mm dick). Einzigartiges Einzelstück.



