Post-„Luxus-Sportuhren“: Die neue Ära der eleganten Uhren anhand der neuesten Modelle verstehen ③ Uhrwerk

2025.04.14

Nachdem luxuriöse Sportuhren zum absoluten Trend und Standard geworden sind, gewinnen elegante Uhren als neuer Trend zunehmend an Bedeutung. Dieses klassische Genre, das einst als etwas umständlich in der Handhabung galt, hat sich rasant weiterentwickelt und ist heute deutlich praktischer. Wir haben diese neue Ära der eleganten Uhren bereits in der Januar-Ausgabe 2024 (Vol. 110) von Chronos Japan beleuchtet. Dieser Artikel ist nun auch auf webChronos verfügbar. In diesem dritten Teil definieren wir dieses Genre aus der Perspektive des Uhrwerks, das modernen eleganten Uhren ihre Funktionalität verleiht.

Post-„Luxus-Sportuhren“: Die neue Ära der eleganten Uhren anhand der neuesten Modelle verstehen: Tragekomfort

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Post-„Luxus-Sportuhren“: Die neue Ära der eleganten Uhren anhand der neuesten Modelle verstehen ② Veredelung

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Fotos von Eiichi Okuyama und Masaru Mitamura
Fotografien von Eiichi Okuyama, Yu Mitamura
Tomoe Kase und Masamasa Hirota (dieses Magazin): Interview und Text
Text von Tomoshige Kase, Masayuki Hirota (Chronos-Japan)
Herausgegeben von Tomoshige Kase, Yukiya Suzuki (Chronos-Japan), Yuto Hosoda (Chronos-Japan)
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2024 von Kronos Japan]


New Era Dresswatch Kapitel 3 Uhrwerk

Einer der Hauptgründe für die aktuelle Renaissance eleganter Uhren ist zweifellos die Möglichkeit, äußerst luftdichte und robuste Gehäuse herzustellen. Doch es gibt einen weiteren Faktor, der die Beliebtheit dieser Uhren zusätzlich steigern dürfte: neu entwickelte Manufakturwerke. Merkmale wie automatische Aufzugsmechanismen mit deutlich verbesserter Aufzugsleistung und stoßfeste, freischwingende Unruhen verleihen der neuen Generation eleganter Uhren die nötige Performance für den Alltag. Sehen wir uns einige Beispiele an.


① Automatischer Aufzugsmechanismus

Früher herrschte in der Uhrenindustrie die weitverbreitete Ansicht, dass „flache Dresswatches Probleme beim Aufziehen ihrer Zugfedern haben“. Zwar versuchten Uhrmacher, dies durch die Platzierung des Rotorgewichts am Rand zu verbessern, doch war von einem dünnen und leichten Rotor keine hohe Aufzugsleistung zu erwarten. Die neue Generation von Manufaktur-Automatikuhren stellt diese gängige Meinung jedoch grundlegend infrage. Beispiele hierfür sind Automatikuhren mit Sperrklinkenaufzug, leichtgängige Rotoren und bidirektionale Mikrorotoren.

IWC Portugieser Automatik 40

Bis auf wenige Ausnahmen fertigt IWC weiterhin robuste Automatikuhren. Die ohnehin schon hohe Aufzugsleistung wurde durch den Einsatz von Keramikwerkstoffen weiter optimiert. Das neueste Pellaton-Automatikwerk der Kaliberreihe 82000 verwendet Keramik für das Zwischenrad, das Aufzugsklinke und Kronenrad verbindet. Dieses Material ist leicht, verschleißfest und benötigt keine Schmierung, wodurch die hohe Aufzugsleistung dauerhaft erhalten bleibt. Ein weiterer Vorteil: Der automatische Aufzugsmechanismus verschleißt auch bei manuellem Aufziehen nicht.

IWC Portugieser Automatik 40

IWC Portugieser Automatik 40
Die Portugieser, eine in den 1930er-Jahren entstandene, große und hochpräzise Armbanduhr mit einem Taschenuhrwerk. Dieses Modell besticht durch sein schlichtes Design und seine handliche Größe. Der automatische Aufzugsmechanismus Pellaton aus Keramik sorgt für hervorragende Langlebigkeit. Auch die große Auswahl an Zifferblättern ist ein echter Hingucker. Automatikaufzug (Kal. 82200). 31 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 60 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 40.4 mm, Höhe 12.3 mm). Wasserdicht bis 3 bar. (Anfragen) IWC Tel. 0120-05-1868

 Flache Automatikwerke wurden ab den späten 1960er Jahren zum Standard in eleganten Armbanduhren. In den 80er Jahren verloren sie jedoch rasch an Beliebtheit. Ein Grund dafür war ihre geringe Aufzugsleistung. Durch die Miniaturisierung der Werke mussten leichtere Rotoren verwendet werden. Zudem verlor das zur Verschleißminderung eingeführte Automatikwerk mit Kipphebelmechanismus schnell an Aufzugsleistung, sobald das Öl zur Neige ging.

 Die Hersteller versuchten, den Rotor durch die Verwendung von Platin oder Gold, die eine hohe Dichte aufweisen, zu beschweren, doch von Erfolg kann man nicht sprechen. Zwar gab es erfolgreiche Beispiele wie den Mikrorotor Kaliber 240 von Patek Philippe, doch viele flache Dresswatches begannen, Quarzwerke anstelle von Automatikaufzug zu verwenden. Selbst nach dem Wiederaufleben mechanischer Uhren blieb die weit verbreitete Annahme, dass „flache Dresswatches keine Zugfeder aufziehen“, bestehen.

Chopard "LUC XP"

Chopard kombiniert seit Langem einen Mikrorotor mit einem automatischen Aufzugsmechanismus mit Ratschenmechanismus. Dieser hochentwickelte Mechanismus ist zwar verschleißfest, hat aber eine Schwäche: Das Aufziehen ist am Schreibtisch umständlich. Das Kaliber LUC 96.53-L behebt dieses Problem. Der automatische Aufzugsmechanismus nutzt Zahnräder für bidirektionales Aufziehen. Dank des leichteren Mechanismus konnte die theoretische Aufzugseffizienz verbessert werden. Damit wird die gängige Annahme widerlegt, dass herkömmliche Mikrorotoren nur unidirektional aufziehen können.

Chopard "LUC XP"

Chopard "LUC XP"
Das marineblaue Zifferblatt mit arabischen Ziffern und vertikalem Satinschliff sowie das Textilarmband machen diese Uhr zum idealen Begleiter für den Alltag. Das durch den Sichtboden sichtbare Uhrwerk besticht durch zahlreiche Details wie die abgeschrägten Brücken, den Genfer Streifenschliff und den Mikrorotor. Automatikaufzug (Kal. LUC 96.53-L). 27 Steine. 2 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 58 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 40 mm, Dicke 7.2 mm). Wasserdicht bis 30 m. (Anfragen) Chopard Japan Pressestelle Tel. +8800 03-5524-8922

 In den letzten zehn Jahren erlebten flache Automatikuhren jedoch ein Comeback. Grund dafür ist die Weiterentwicklung von automatischen Aufzugssystemen mit hoher Aufzugseffizienz. Automatische Aufzugssysteme mit Sperrklinken, wie Seikos Magic Lever, IWCs Pellaton und Richemonts MagicClick, die anstelle von Zahnrädern Sperrklinken zum Aufziehen der Zugfeder verwenden, sind so effizient, dass die Zugfeder selbst beim Arbeiten am Schreibtisch gespannt bleibt. Darüber hinaus haben die Mikrokeramiklager von MPS die zuvor extrem ineffizienten peripheren Rotoren endlich nutzbar gemacht. Auch die Mikrorotoren selbst entwickeln sich weiter. Während Mikrorotoren früher nur für unidirektionales Aufziehen geeignet waren, ändern hocheffiziente bidirektionale Mikrorotoren diese Ansicht.

 Der Mythos, dass dünne Armbanduhren Probleme beim Aufziehen ihrer Zugfedern haben, gehört nun der Vergangenheit an.

Carl F. Bucherer "Manero Peripheral"

Das Geheimnis flacherer Automatikuhren liegt im peripheren Rotor, der am äußeren Rand des Uhrwerks angebracht ist. Carl F. Bucherer gelang dies als Erster durch die erfolgreiche Serienproduktion. Der automatische Aufzugsmechanismus, inklusive Rotor, basiert auf einem System von MPS. Dieser Mechanismus verwendet Keramiklager, um einen reibungslosen Lauf des leichten Rotors zu gewährleisten. Nach dem Erfolg dieses Uhrwerks erfreuten sich periphere Rotoren schnell großer Beliebtheit. Aktuell profitiert vor allem Bulgari von MPS.

Carl F. Bucherer "Manero Peripheral"

Carl F. Bucherer "Manero Peripheral"
Diese Uhr besticht durch ihre von der Natur inspirierten Farben. Das blaue Zifferblatt verleiht klassischen Elementen wie den keilförmigen Indizes, den Dauphine-Zeigern und dem kleinen Sekundenzeiger eine warme Note. Der periphere Rotor zeichnet sich durch hohe Aufzugsleistung aus und gibt den Blick auf die kunstvolle Verarbeitung der Brücken frei. Ein austauschbares Armband ist im Lieferumfang enthalten. Automatikaufzug (Kal. CFB A2050). 33 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 55 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 40.6 mm, Dicke 11.2 mm). Wasserdicht bis 3 bar.


②Freifederung

Wir haben in dieser Zeitschrift bereits mehrfach über die freischwingende Unruh berichtet, ein System zur Gangregulierung, das ohne Regler auskommt. Anstelle eines Unruhstifts, der mit der Unruhspirale in Kontakt kommt, gleicht dieses System die Gangabweichung einer Uhr durch Drehen eines am Unruhrad befestigten Gewichts aus. Früher galt es als Garant für langfristig stabile Ganggenauigkeit mechanischer Uhrwerke, doch die Konstruktion ohne Teile, die mit der Unruhspirale in Berührung kommen, hat auch die Stoßfestigkeit mechanischer Uhrwerke deutlich verbessert. Dieser Mechanismus könnte in Zukunft bei eleganten Armbanduhren häufiger anzutreffen sein.

Rolex Perpetual 1908

Die Perpetual 1908 besticht durch ihr für eine Rolex ungewöhnlich flaches Profil. Möglich macht dies ein neuartiger Regler. Anstelle einer Parachrom-Spirale verwendet dieses Modell eine flache Syloxi-Spirale aus Silizium. Dadurch wird die Bauhöhe des Uhrwerks reduziert, was zu einem merklich flacheren Gehäuse führt. Die Kombination aus Siliziumspirale und freischwingender Unruh ist mittlerweile Standard bei mechanischen Luxusuhren, allen voran bei den Unternehmen der Swatch Group. Doch wer hätte gedacht, dass Rolex in diesen Markt einsteigen würde?

 Eine freischwingende Unruh ohne Regler ist ein Kennzeichen hochwertiger mechanischer Uhrwerke. Patek Philippe und später Rolex gehörten zu den ersten Herstellern, die diesen Mechanismus einsetzten, da er über lange Zeiträume eine gleichbleibende Ganggenauigkeit gewährleistet. Die freischwingende Unruh bietet jedoch noch einen weiteren Vorteil: Da keine Haarnadeln mit der Unruhspirale in Berührung kommen und deren Länge verändern, ist die Unruhspirale selbst bei starken Stößen weniger anfällig für Beschädigungen.

 Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Hersteller, die seit den 2000er Jahren ihre eigenen Uhrwerke entwickeln, aktiv auf freischwingende Unruhen anstelle von Reglern setzen, und dieser stoßfeste Mechanismus hat dazu beigetragen, den Boom bei Luxus-Sportuhren seit 15 zu untermauern.

Rolex Perpetual 1908

Rolex Perpetual 1908
Dies ist das neueste Modell von Rolex, benannt nach dem Jahr der Markeneintragung. Das klassische Zifferblattdesign ist eine moderne Neuinterpretation der ursprünglichen Oyster Perpetual. Der transparente Gehäuseboden gibt den Blick auf das neu entwickelte Automatikwerk Kaliber 7140 frei. Automatikwerk (Kal. 7140). 38 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 66 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold (Durchmesser 39 mm, Dicke 9.5 mm). Wasserdicht bis 50 m.

 Eine freischwingende Unruh verbessert nicht nur die Ganggenauigkeit, sondern auch die Stoßfestigkeit des Uhrwerks. Nachdem die Vorteile erkannt wurden, begannen die Hersteller, diesen Mechanismus in elegante Armbanduhren zu integrieren. Ein gutes Beispiel ist die Rolex Perpetual 1908 aus dem Jahr 23 mit dem darin verbauten Kaliber 7140. Anstelle der traditionellen Parachrom-Spirale verwendet diese Silizium, das sich auch bei Stößen weniger leicht verformt. Da ein Regler nicht mit einer Silizium-Spirale verwendet werden kann, ist es nicht verwunderlich, dass für den Regler eine freischwingende Unruh gewählt wurde. Diese Kombination sollte der neuen eleganten Armbanduhr theoretisch hohe Präzision und außergewöhnliche Stoßfestigkeit verleihen.

 Die Swatch Group setzt verstärkt auf freischwingende Unruhen. Ihre Premiummarken Breguet und Blancpain verwenden mittlerweile fast alle Uhrwerke mit freischwingenden Unruhen. Das Uhrwerk der abgebildeten Villeret-Uhr basiert auf dem klassischen Frédéric Piguet Kaliber 1150. Durch den Austausch des ursprünglichen Reglers gegen eine freischwingende Unruh konnte die Ganggenauigkeit weiter verbessert werden.

Blancpain „Villeret Komplettkalender“

Das Kaliber 1150 von Frederic Piguet gilt als Meisterwerk flacher Automatikwerke. Dank seines unidirektionalen Aufzugsmechanismus zeichnete es sich durch eine für eine so flache Uhr ungewöhnlich hohe Aufzugsleistung aus. Blancpain hat dieses Werk umfassend modifiziert. Der ursprüngliche Regler und die Nivarox-Spirale wurden durch eine Kombination aus einer freischwingenden Spirale und einer Silizium-Spirale ersetzt. Auch die Form der Unruh wurde optimiert, um den Luftwiderstand zu verringern. Daher ist der aktuelle Villeret-Vollkalender so praktisch.

 Freischwingende Unruhen sind auch in Uhrwerken anderer Hersteller üblich. Die Portugieser von IWC und die eleganten Uhren von Patek Philippe sind allesamt mit freischwingenden Unruhen ausgestattet. Auch Omega und die neuesten Longines-Modelle verwenden nun freischwingende Unruhen. Die weitverbreitete Verwendung von Silizium-Spiralfedern hat die Popularität freischwingender Unruhen zweifellos beschleunigt, doch wäre der Mechanismus nicht von vornherein nützlich gewesen, hätte er sich wohl kaum so weit verbreitet.

 Die freischwingende Unruh rückte luxuriöse Sportuhren in den Vordergrund und entwickelte die einst als unpraktisch geltenden eleganten Uhren zu Uhren, die in jeder Situation getragen werden konnten.

Blancpain „Villeret Komplettkalender“

Blancpain „Villeret Komplettkalender“
Blancpain hat maßgeblich zur Renaissance mechanischer Uhren beigetragen, indem das Unternehmen deren Faszination durch komplexe Mechanismen unterstrich. Die Uhr verfügt über einen vollständigen Kalender mit Anzeige von Monat, Datum, Wochentag und Mondphase und besticht gleichzeitig durch ein elegantes Zifferblatt und ein schlankes Gehäuse. Der geschwungene Datumszeiger und die Mondphasenanzeige mit aufgemaltem Zifferblatt sind ikonische Designmerkmale, die das Unternehmen symbolisieren. Automatikwerk (Kal. 6654.4). 28 Steine. 2 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 72 Stunden. Edelstahlgehäuse (Durchmesser 40 mm, Dicke 10.9 mm). Wasserdicht bis 3 bar. (Anfragen) Blancpain Boutique Ginza, Tel. +8800 03 6254 7233


③ Ästhetik

Elegante Armbanduhren erfordern aufgrund ihrer wenigen Bauteile eine exzellente Verarbeitung. Dies gilt auch für die darin verbauten Uhrwerke. Die Vorstellung, dass eine elegante Armbanduhr ein Modell mit einem hochwertig verarbeiteten Uhrwerk ist, hat sich im Laufe der Zeit nicht verändert. Mit der Weiterentwicklung eleganter Armbanduhren weisen einige der neuesten Modelle jedoch neuartige Oberflächenveredelungen auf. Ein Beispiel hierfür ist die matte Oberfläche, die den Glanz bewusst reduziert. Die Vorstellung, dass „Luxus“ gleichbedeutend mit „etwas Glänzendem“ ist, könnte sich in Zukunft deutlich wandeln.

Piaget Altiplano Origin

Piaget, ein führender Hersteller flacher Uhren, legt auch großen Wert auf Funktionalität. Daher ist die Verarbeitung überraschend schlicht. Das ist nachvollziehbar, denn aufwendige Veredelungen verändern oft die Dicke der Bauteile. Piaget hat seine Individualität stattdessen durch die besondere Art der Präsentation zum Ausdruck gebracht. Dieses Modell verfügt über einen abgerundeten Genfer Streifenschliff, der den Mikrorotor hervorhebt. Diese Technik wurde bereits von Maurice Lacroix und anderen angewendet, doch die Verwendung zur Betonung des Rotors ist neu.

Piaget Altiplano Origin

Piaget Altiplano Origin
Piaget fertigt seit den 1950er-Jahren flache Uhrwerke. Das in dieser Uhr verbaute Mikrorotor-Automatikwerk ist nur 3 mm dick und besticht selbstverständlich durch seine makellose Verarbeitung. Das schlanke Gehäuse, das nicht unter den Manschetten stört, und das elegant gestaltete Zifferblatt verleihen jeder Feier einen Hauch von Glamour. Automatik (Kal. 1205P1). 27 Steine. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 44 Stunden. Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold (Durchmesser 40 mm, Dicke 6.36 mm). Wasserdicht bis 3 bar. (Anfragen) Piaget Kontaktcenter Tel. 0120-73-1874

 Bei hochwertigen mechanischen Uhrwerken ist die Kombination aus linearem Genfer Schliff und kreisförmigem Perlschliff Standard. Und im höheren Preissegment sind handgefertigte, abgerundete Kanten unerlässlich. Diese Details verleihen eleganten Uhren zweifellos einen unverwechselbaren Hauch von Luxus.

 Da sich der Charakter von eleganten Armbanduhren stetig wandelt, integrieren einige Hersteller neue Oberflächenveredelungen in ihre Uhrwerke. Audemars Piguet und Cartier sind zwei Beispiele dafür. Durch die Skelettierung des Uhrwerks und die Satinierung verleihen beide Unternehmen eleganten Armbanduhren einen modernen Touch. Während es früher Standard war, dass elegante Armbanduhren – genau wie das Gehäuse – über ein Leuchtwerk verfügten, ist diese Regel heute nicht mehr zwingend.

Glashütte Original „Senator Chronometer“

Der Senator Chronometer, dessen Design an die Marinechronometer vergangener Zeiten angelehnt ist, präsentiert sich nun in einem neuen, monochromen Design. Auch das Uhrwerk hat eine andere Farbe als seine Vorgänger. Die gleichmäßig sandgestrahlte Oberfläche harmoniert jedoch mit der rauen Oberfläche des Zifferblatts. Um das Grau zu betonen, wurde die Farbe der Unruh von Grau auf Silber geändert. Dies ist ein Versuch, eine Technik moderner Sportuhren auf eine klassische Dresswatch anzuwenden. Ohne diesen zusätzlichen Aufwand wäre der Gesamteindruck jedoch wahrscheinlich unharmonisch gewesen.

Glashütte Original „Senator Chronometer“

Glashütte Original „Senator Chronometer“
Das Design ist den hochgelobten Glashütter Marinechronometern des 19. und 20. Jahrhunderts nachempfunden. Das Zifferblatt ist handbemalt mit einer Mischung aus Silberpulver, Salz und Wasser, wodurch es eine raue Textur erhält. Ausgestattet mit einem fortschrittlichen Sekundenzeigerregulierungsmechanismus, der den Sekundenzeiger beim Einstellen der Zeit auf Null zurücksetzt. Handaufzug (Kal. 58-08). 58 Steine. 2 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve ca. 44 Stunden und 40 Minuten. Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold (Durchmesser 42 mm, Höhe 11.4 mm). Wasserdicht bis 5 bar. (Anfragen) Glashütte Original Boutique Ginza Tel. +8800 03 6254 7266

 Der Senator Chronometer von Glashütte Original präsentiert ebenfalls einen neuen Ansatz. Die Werkbrücke wird gestrahlt, um eine perfekte Übereinstimmung zwischen dem monochromen Gehäuse und dem Werk zu erzielen. Obwohl das Strahlen kostengünstig erscheinen mag, erfordert die Erzielung einer hochwertigen Oberfläche die ebene Vorbereitung des Gehäusebodens. Dadurch ist es zeitaufwändiger als das Genfer Polieren, bei dem lediglich die Oberfläche abgeschliffen wird. Nur weil etwas nicht glänzt, heißt das nicht zwangsläufig, dass es billiger ist.

 Auch bei Uhrwerken mit klassischer Veredelung gibt es Neuerungen. Piagets Altiplano verwendet ein Uhrwerk, bei dem der vertikale Genfer Streifenschliff durch eine abgerundete Veredelung ersetzt wurde, die den Mikrorotor hervorhebt. Die Umwandlung von Dekoration in ein Gestaltungselement ist neu.

 Der Charakter von eleganten Armbanduhren unterliegt derzeit einem tiefgreifenden Wandel, und damit einhergehend dürften in Zukunft auch die Oberflächenveredelungen der Uhrwerke vielfältige Variationen aufweisen.


Wahl eines klassischen Uhrwerks

Elegante Armbanduhren entwickeln sich rasant weiter und sprengen dabei traditionelle Grenzen. Das liegt zum Teil an den völlig neuen Manufakturwerken. Doch bei eleganten Armbanduhren geht es nicht um Leistung. Warum also nicht auf klassische Uhren zurückgreifen?

Tutima Patria & Cal.617

Foto von Masahiro Okamura
Tutima Patria & Cal.617
Die elegante Damenuhr Patria von Tutima ist mit dem neu entwickelten Kaliber 617 ausgestattet. Sie besticht durch klassische Details wie eine kleine Sekunde, handgeschliffene Kanten und eine manuelle Unruhspirale. Handaufzug. 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. 20 Steine. Gangreserve ca. 65 Stunden. Edelstahlgehäuse (43 mm Durchmesser, 11 mm dick). Wasserdicht bis 5 bar.

 In dieser Rubrik „Dresswatches der neuen Generation“ stellen wir Ihnen Uhren mit robusten Uhrwerken der neuesten Generation vor. Das heißt, das Gehäuse ist flach und elegant, doch das Uhrwerk ist ebenso alltagstauglich wie bei einer Alltagsuhr. Freischwingende Unruhen und Unruhen mit großem Durchmesser haben die Möglichkeiten für flache Dresswatches deutlich erweitert.

 Wenn Sie die Uhr jedoch nicht für robuste Einsätze nutzen möchten, ist eine elegante Dresswatch mit einem klassisch designten Uhrwerk eine gute Wahl. Meisterwerke wie die Patek Philippe 215 PS, die Piaget 430P, die Frederic Piguet 21, die Jaeger-LeCoultre 849, die Audemars Piguet 2003 und die Vacheron Constantin 1003 sind fast vollständig vom Markt verschwunden. Mit etwas Suche finden sich aber noch immer klassische Uhrwerke, die sich für elegante Uhren eignen.

Cal.LUC 96.40-L

Die LUC 96.40-L von Chopard ist ein Meisterwerk, das Funktionalität und Ästhetik vereint.

 Das bekannteste Beispiel ist das Kaliber LUC 96.40-L, das in der Chopard LUC 1860 zum Einsatz kommt. Es wurde 1996 erstmals als Kaliber 96.01-L (ehemals 1.96) vorgestellt. Es handelt sich um ein Automatikwerk mit Mikrorotor, das jedoch nicht unidirektional, sondern über einen aufwendigen Sperrklinkenmechanismus verfügt. Die Kombination aus feinem Perlschliff, Aufzugsspirale und Schwanenhalsregulierung trägt zur Attraktivität dieses Uhrwerks bei.

Kal. 1120QP

Das Kaliber 1120QP von Vacheron Constantin, das auch über einen ewigen Kalender verfügt, ist ein Juwel der Uhrenindustrie. Das Grunddesign stammt aus dem Jahr 1967, und es grenzt an ein Wunder, dass dieses Automatikwerk noch immer erhältlich ist.

 Das Kaliber 1120 von Vacheron Constantin ist ebenfalls eine empfehlenswerte Wahl. Sein Grunddesign stammt aus dem Jahr 1967 und wird noch heute in den Komplikationen der Uhren des Unternehmens verwendet. Obwohl Aufzugseffizienz und Präzision nach heutigen Maßstäben nicht mehr so ​​hoch sind, gilt sein Design nach wie vor als Inbegriff flacher Automatikwerke. Leider ist es nicht für einfache Zweizeigermodelle erhältlich, jedoch weiterhin für Uhren mit ewigem Kalender.

 Das im Credor Gold Feather verwendete Kaliber 68 bewahrt das Design vergangener Zeiten. Weltweit sind die einzigen noch existierenden ultraflachen Handaufzugswerke das Piaget 430P und die Kaliber 68. Betrachtet man die klassische Definition eines flachen Zweizeiger-Handaufzugswerks, ist das der Gold Feather wohl die einzige Option weltweit.

Cal.68-Serie

Die Credor Gold Feather ist eine vom Aussterben bedrohte Art – ein schlankes Zweizeigermodell. Sie ist nahezu das einzige Modell, das die klassisch definierte Form einer eleganten Armbanduhr bewahrt hat.

 Und schließlich gibt es noch die Tutima Patria. Ihr Kaliber 617 ist eine komplette Neukonstruktion, vereint aber klassische Elemente wie ein Räderwerk mit kleiner Sekunde und eine aufziehende Unruhspirale.

 Die neuesten Uhrwerke sind natürlich toll, aber gerade bei eleganten Armbanduhren würde ich mir mehr Uhrwerke wünschen, die besser sichtbar sind.


Seiko Credor „Cal. 68 Serie“. Ein Uhrenerbe, das für die Zukunft bewahrt werden muss [Eine Serie meisterhafter Uhrwerke]

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Wie man eine gute Uhr an ihrem Uhrwerk erkennt. Wie man eine hochwertige Uhr beurteilt: Vergleich der Verarbeitungsqualität von Spitzenuhren, hochwertigen und praktischen Uhren.

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Chopard/LUC