Wir beleuchten die Rolle von Fliegeruhren in der heutigen Zeit neu. Dieser Artikel veröffentlicht erneut den Beitrag „Lob für Fliegeruhren“ aus der Ausgabe 98 von Chronos Japan auf webChronos. Er enthält Interviews mit Piloten, die über ihre Tätigkeiten, die Realität ihres Berufs und ihren Umgang mit der Zeit sprechen. Im Fokus steht Ken Okohara, der mit Breitling zusammenarbeitet, um die Flugsicherheit zu gewährleisten.
Fotos von Yu Mitamura
Yoko Koizumi: Interview und Schreiben
Text von Yoko Koizumi
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2022 von Kronos Japan]
Piloteninterview 3: Ken Okohara

Ken Okohara begann im Alter von 39 Jahren mit dem Fliegen, erwarb mit 45 seine Privatpilotenlizenz und genießt seither das Fliegen. Er ist derzeit der achte Präsident von AOPA-JAPAN und dort für die Flugsicherheit verantwortlich. Am linken Handgelenk trägt er stets eine Breitling-Uhr.
„Ich bin der Ansicht, dass die Funktionen des Navitimer gerade deshalb voll ausgeschöpft werden können, weil es sich um ein kleines Flugzeug handelt.“

Ken Okohara war ein Junge, der das Zeichnen und Präzisionsmaschinen liebte.
„Als ich in der sechsten Klasse war, veranstaltete eine von Gakken (heute Gakken Holdings) herausgegebene Wissenschaftszeitschrift ein Projekt, um Ideen für ‚Flugzeuge der Zukunft‘ zu sammeln. Damals dachte ich immer an V/STOL-Flugzeuge (Senkrechtstarter/Kurzstarter), also entwarf ich ein kleines Flugzeug, das der Osprey ähnelte, und reichte es ein.“
Das Werk wurde erfreulicherweise als höchste Auszeichnung ausgewählt, und als Belohnung erhielt der Gewinner einen Hin- und Rückflug von Haneda zum Flughafen Itami.
„Das Flugzeug war eine DC-6B, ein viermotoriges Propellerflugzeug, und ich kann mich noch lebhaft an die Rauchwolken und das Knistern erinnern.“

Das war 1963, im Jahr vor den letzten Olympischen Spielen in Tokio. Als Erwachsener entschied sich Okohara jedoch für eine Karriere als Ingenieur. Nach 25 Jahren engagierter Arbeit stieß er auf Breitling.
„Breitling-Uhren sind wunderschöne Präzisionsinstrumente, an deren Anblick man sich nie sattsehen kann. Die kleinen Skalen und Zifferblätter üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Liebhaber mechanischer Uhren aus“, schwärmt er. Seine erste Breitling war eine klassische „Old Navitimer“ Ende der 80er-Jahre. 90 hielt dann endlich der Begriff „Pilotenuhr“ Einzug in Okoharas Leben.
„Ein Kollege sagte: ‚Lass uns ein Flugzeug fliegen, lass uns eins kaufen.‘ Ich war sofort begeistert (lacht). Wenn ich ein Flugzeug fliegen wollte, brauchte ich einen Pilotenschein, also beschloss ich, mir einen zu besorgen.“

Sein erster Ausbildungstag war der 11. September desselben Jahres. Nach einer Flugausbildung mit einem Fluglehrer an Bord begann er mit dem Alleinflugtraining und hatte sich ein Flugzeug gekauft. Mit einer Pilotenausbildungserlaubnis flog er mit seinem Privatflugzeug in ganz Japan.
„Nachdem ich meine Breitling bekommen hatte, machte ich meinen Pilotenschein und meine Leidenschaft für Flugzeuge begann. Breitling und Flugzeuge gehören also einfach zusammen. Ich fliege zwar nicht jeden Tag, aber mit einer Breitling kann ich mir selbst beweisen: ‚Ich fliege!‘“
Sein derzeitiges Lieblingsflugzeug ist eine Cessna 182 Skylane aus dem Jahr 1975, deren Innenausstattung er persönlich nach höchsten Standards fertiggestellt hat.
„In letzter Zeit wurden kleinere Flugzeuge durch solche mit Glascockpits ersetzt (keine analogen Instrumente oder Lampen, alles wird auf einem LCD-Bildschirm angezeigt), aber ich bevorzuge runde Instrumente. Wenn Flugzeug und Uhr komplett analog sind, kann ich die Struktur verstehen und fühle mich dadurch wohler.“

Und er schätzt die Fähigkeiten des Navitimer als Backup-Gerät sehr.
„Selbst wenn alle Instrumente ausfallen, kann ich mit dem Rechenschieber an meiner linken Hand meine Geschwindigkeit anhand der Flugzeit problemlos bestimmen. Ich denke, diese hohe Leistungsfähigkeit ist der Grund, warum es immer noch als ‚Profi-Modell‘ gilt. Die einfache Bedienung per Drehknopf ist wunderbar, und das LCD-Display bleibt stets sichtbar. Gerade bei kleinen Flugzeugen kommt die wahre Leistungsfähigkeit des Navitimers voll zur Geltung.“
Okohara ist derzeit Vorsitzender von AOPA-JAPAN, und eine der Säulen seiner Aktivitäten ist die Vermeidung von Unfällen mit Kleinflugzeugen.
„Fliegen birgt immer ein gewisses Risiko. Ich habe Freunde verloren und selbst einige beängstigende Erlebnisse gehabt. Andererseits ist die Begeisterung, die man nur in der Luft erleben kann, unersetzlich, und dieser widersprüchliche Reiz ist der Hauptgrund, warum ich fliege. Um diesen Reiz jedoch voll auskosten zu können, hat die Sicherheit oberste Priorität. Sicheres Fliegen ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Zukunft der Kleinflugzeuge vielversprechender ist als heute, damit Kinder davon träumen können, Pilot zu werden, und damit auch Erwachsene wie ich ihre Träume verwirklichen können.“
Für diese Sicherheit ist Breitling der Begleiter, der an Ihrer linken Hand getragen werden sollte.
*Verband der Flugzeugbesitzer und -piloten/Japanischer Verband der Flugzeugbesitzer und -piloten





