Die IWC Portugieser entstand in den 1930er-Jahren auf Bestellung eines portugiesischen Kaufmanns. Ihr großes Gehäuse, in dem ein hochpräzises Taschenuhrwerk tickt, wurde schnell zur Ikone und ermöglicht heute die Integration verschiedenster komplexer Mechanismen. Dank dieses Vorteils verfügt die Uhr über einen robusten Flyback-Chronographen und zeichnet sich durch hohe Ablesbarkeit und Wasserdichtigkeit aus – ein wahrhaft praktischer Zeitmesser.

Dieses Modell bewahrt das ikonische Portugieser-Design und verfügt über einen Flyback-Chronographen. Das Armband ist mit einem intelligenten Gliedermechanismus ausgestattet, der die Anpassung der Glieder per Knopfdruck ermöglicht. Automatikwerk (Kal. 89361). 38 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 68 Stunden. Edelstahl (Durchmesser 44.6 mm, Dicke 14.3 mm). Wasserdicht bis 10 bar. Preis: 1.754.500 Yen (inkl. MwSt.).
Nojima Tsubasa: Interview und Schreiben
Text von Tsubasa Nojima
Herausgegeben von Yuto Hosoda (Chronos-Japan)
[Artikel erschienen in der Septemberausgabe 2023 von Kronos Japan]
Klassische Designelemente wurden in einen sportlichen Stil integriert. Handwerkskunst verbirgt sich hinter der Eleganz.
Eine Uhr visualisiert das Konzept der Zeit. Solange sie mit Energie versorgt wird, bewegt sie ihre Zeiger in einer festgelegten Reihenfolge weiter. Der Chronograph, der es dem Träger ermöglicht, jeden beliebigen Zeitpunkt manuell einzustellen, ist daher einer der bekanntesten Mechanismen, der einen Eingriff in diese Reihenfolge erlaubt. Der Portugieser Yacht Club Chronograph ist eine sportlichere Version des Portugieser Chronographen. Stundenmarkierungen und Zeiger sind mit Leuchtmasse beschichtet, das Gehäuse verfügt über einen Kronenschutz, und die verschraubte Krone sowie der verschraubte Gehäuseboden gewährleisten Wasserdichtigkeit bis 10 bar. Obwohl er äußerlich wenig Ähnlichkeit aufweist, macht ihn seine Funktionalität zu einem würdigen Nachfolger des 1967 eingeführten Yacht Club Chronographen.

Das Zifferblatt mit Sonnenschliff besticht durch abgerundete arabische Ziffern und blattförmige Zeiger. Die großzügige Anordnung der Ziffern verleiht ihm eine elegante Note. Der koaxiale Stunden- und Minutenzähler befindet sich bei 12 Uhr, die kleine Sekunde bei 6 Uhr. Beide sind mit einer schallplattenartigen Rille versehen, die die Konturen des Zifferblatts betont und gleichzeitig Lichtreflexionen reduziert. Die Datumsscheibe, in der gleichen Farbe wie das Zifferblatt, geht nahtlos in den Sekundenzeiger über, und die sorgfältig abgeschrägten Kanten verbessern die Ablesbarkeit. Der klare, weiße Druck ist selbst unter Vergrößerung makellos. Leuchtmasse sorgt für optimale Ablesbarkeit auch bei starkem Sonnenlicht. Das Zifferblatt allein ist schlichtweg beeindruckend und verleiht der Uhr einen sportlichen Stil, ohne die Designmerkmale der Portugieser zu vernachlässigen.

Das Gehäuse mit 44.6 mm Durchmesser wirkt überraschenderweise weder einschüchternd noch wuchtig. Dies ist vermutlich der dünnen und eleganten Lünette zu verdanken. Das Gehäuse ist überwiegend poliert und weist an den Seiten feine feine Linien auf. Das Spiegelbild ist verzerrungsfrei, und die Linien sind gleichmäßig. Die Kanten der Bandanstöße sind leicht abgerundet, um Hautirritationen zu vermeiden – ein Zeichen für die Sorgfalt, die eine traditionsreiche Marke auszeichnet.
Das Armband trägt maßgeblich zum angenehmen Tragegefühl der Uhr bei. Die Glieder sind mit den standardmäßigen, dicken Stiften des Herstellers verbunden und lassen sich mithilfe des beiliegenden Werkzeugs einfach anbringen und entfernen. Der Bewegungsspielraum der einzelnen Glieder ist zwar nicht besonders groß, doch durch Drücken des Logos am Verschluss sind Feineinstellungen möglich, sodass die Uhr perfekt an Ihr Handgelenk angepasst werden kann. Die Dicke der Glieder kann zwar bei Büroarbeiten etwas störend sein, die Stabilität des Armbands bietet dem großen Gehäuse jedoch einen festen Halt.

Das Flyback-Chronographenkaliber 89361 ist durch den transparenten Gehäuseboden sichtbar. Seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit verdankt das Uhrwerk seiner einzigartigen Konstruktion, bei der Federhaus und Krone getrennt sind. Dies ermöglicht ein anspruchsvolles Design mit einem robusten Rückstellhammer im Zentrum des Uhrwerks. Anders ausgedrückt: Dieses Chronographenwerk nutzt die Flyback-Funktion optimal aus. Durch die Lücke in der Brücke ist die Sperrklinke zum Aufziehen der Zugfeder zu erkennen, und unter den überlappenden Hebeln befindet sich das Säulenrad.

Wie sieht es mit der Bedienung aus? Ich versuchte sofort, die Krone abzuschrauben, was sich jedoch als schwierig erwies. Kronenschutz und Lünette waren im Weg. Nachdem ich sie aber abgeschraubt hatte, gab es keinerlei Probleme. Das Herausziehen ging sicher und reibungslos. Die Zeiteinstellung erfolgt mit nahezu konstantem Drehmoment in beide Richtungen, sodass ich die Uhrzeit exakt einstellen konnte. Das Drücken der Krone führte nicht zu einem Springen der Zeiger, und das präzise Gefühl beim Drehen war angenehm. Einziger Kritikpunkt: Das Summen beim manuellen Aufziehen ist laut und nervig. Das Datum wechselt nicht sofort, sondern langsam ab 23:00 Uhr. Der Drücker bei 2 Uhr dient zum Starten und Stoppen der Zeitmessung, der bei 4 Uhr zum Rücklauf und Zurücksetzen. Die Drücker haben ein kurzes, leichtes Spiel. Beim Drücken knackte es beim Starten der Zeitmessung, ähnlich wie beim Abbrechen eines Zweigs. Die solide Funktionsweise ist wirklich praktisch und verbindet die Absichten des Benutzers ohne jegliche Zeitverzögerung mit dem Bewegungsablauf.

Der wahre Wert des großen Zifferblatts zeigt sich erst im Chronographenbetrieb. Die Sekundenskala, unterteilt nach der Schwingungsfrequenz, ermöglicht präzise Zeitmessung. Der koaxiale Zähler bei 12 Uhr verfügt über 60-Minuten- und 12-Stunden-Skalen und kann somit wie die Zeitanzeige genutzt werden. Allerdings sind die Minuteneinteilungen des Minutenzählers sehr fein, was das sofortige Ablesen der Minuten erschwert. Ein horizontales Kupplungs-Schwingritzel überträgt die Kraft, doch selbst bei wiederholtem Starten und Stoppen traten keine Zeigersprünge auf. Auch die Flyback-Funktion nutzte ich wiederholt und selbstverständlich ohne jegliche Fehlfunktion.

Die Ganggenauigkeit der Uhr lag beim Tragen bei etwa +1 bis +2 Sekunden pro Tag. Im Ruhezustand war die Ganggenauigkeit gut, wenn die Uhr flach auflag. Ließ sie sich jedoch unterhalb der 3- oder 9-Uhr-Position, nahm sie tendenziell ab. Dies wurde im praktischen Gebrauch aber wahrscheinlich weitgehend kompensiert. Ich vermute jedoch, dass der Hersteller die Ganggenauigkeit auf positiv eingestellt hat. Vor diesem Hintergrund ist es bedenklich, dass die negative Gangabweichung je nach Lage stärker auffiel.
Das elegante Äußere vermittelt ein Gefühl von Außergewöhnlichkeit, während das robuste Uhrwerk die Erwartungen des Trägers zuverlässig erfüllt. Dies ist wahrlich der ultimative „tragbare Chronograph“. Mit dieser Uhr können Sie die Freude am Festhalten Ihrer ganz persönlichen Momente im gemächlichen Fluss der Zeit voll und ganz genießen.


Kontaktinformationen: IWC Tel. 0120-05-1868
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http://www.webchronos.net/features/101024/

http://www.webchronos.net/features/105189/
