Bildungsaktivitäten zur Vermittlung der Pracht von Luxusuhren
Als gute Plattform für den Informationsaustausch
Fotografien von Daisuke Akita
Naomasa Furukawa (Web Chronos): Interview und Schreiben
Text von Naomasa Furukawa (Web Chronos)
Dies ist der dritte Artikel über die Dubai Watch Week, die vom 15. bis 19. November letzten Jahres im Dubai International Financial Centre stattfand. Da die Details bereits berichtet wurden, werde ich hier nicht weiter darauf eingehen, aber es sei noch einmal betont, dass es sich um eine Veranstaltung mit geringem kommerziellen Fokus handelte, deren Ziel es war, „eine neutrale Bildungsplattform zu bieten“ (so eine beteiligte Person).
Die konkreten Inhalte der fünftägigen Veranstaltung lassen sich grob in drei Teile unterteilen: „Ausstellung“, „Forum“ und „Meisterklasse“. Beginnen wir mit der Vorstellung der Ausstellung.
Die berühmte Ausstellung „Meisterschaft der Zeit“ in der Dubai Mall, dem größten Einkaufszentrum der Welt, ist ein Paradebeispiel für diese Art von Ausstellung. Basierend auf dem gleichnamigen Buch des Uhrenhistorikers Dominique Frechon, präsentiert die Ausstellung große Zeitmesser, tragbare Uhren, Atomuhren und aktuelle Meisterwerke, die für die Geschichte der Uhrmacherei von Bedeutung sind. Sie ist zwar etwas kompakt, aber dennoch faszinierend.
Die Ausstellung des Genfer Uhren-Grand-Prix, die alle prämierten Werke des Jahres 2016 vereinte, war ebenfalls faszinierend. Die Fondation de la Haute Horlogerie de Genève, die den Grand Prix organisiert, pflegt eine enge Beziehung zu AHMED SEDDIQI & SONS, dem Veranstalter. Direktorin Carin Maillard erklärte, die Ausstellung sei mit dem Ziel organisiert worden, „die prämierten Werke einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen und ihren künstlerischen Wert zu vermitteln“. In den letzten Jahren stammte die Mehrheit der prämierten Werke von aufstrebenden oder kleineren Marken und nicht von etablierten Größen. Dies bot eine seltene Gelegenheit, die kostbaren Werke von Marken, die in Japan nicht vertreten sind, aus nächster Nähe zu betrachten. Noch überraschender war jedoch das Uhrengeschäft in der Dubai Mall, das von einem führenden arabischen Uhrenhersteller betrieben wird. Ein Werk von Ferdinand Berthoud, der gerade die Goldene Nadel (Grand Prix) gewonnen hatte, war dort beiläufig in der Vitrine platziert, und neben Dior und Movado wurden auch einige andere herausragende Stücke von MB&F, Cabestan und Debethune ausgestellt. Als ich den Verkäufer nach dieser ungewöhnlichen Produktauswahl fragte, antwortete er gelassen: „Wir haben die coolsten Artikel ausgewählt und präsentiert.“ In diesem Moment spürte ich den Unternehmergeist des Nahen Ostens. Apropos: Maximilian Büsser von MB&F erzählte, er sei nach Dubai gezogen, weil ihn der besagte Veranstalter so fasziniert habe. Anscheinend hatte dieser bei der Gründung von MB&F zugesagt, Produkte zu kaufen und finanzielle Unterstützung zu leisten, obwohl das erste Produkt noch gar nicht fertig war.
