Tudor Black Bay Fifty-Eight Bronze Testbericht: Eine Uhr mit einem tiefen, wohltuenden Gefühl / Eindrücke

FEATURE Eindruck
2023.08.22

Dies ist ein ausführlicher Testbericht der Tudor Black Bay Fifty-Eight Bronze. Diese Taucheruhr verfügt über ein kompaktes 39-mm-Bronzegehäuse. Sie vereint die für Tudor typische Funktionalität mit der ästhetischen Anziehungskraft eines Bronzegehäuses.

Tudor Black Bay 58 Bronze

Text und Fotos von Tsubasa Nojima
Text und Fotos von Tsubasa Nojima
[Artikel veröffentlicht am 22. Januar 2023]


Die Black Bay, ein Meilenstein, der den Grundstein für die moderne Tudorzeit legte

 Man kann ohne Übertreibung sagen, dass „Reproduktionsuhren“ längst keine Modeerscheinung mehr sind, sondern sich als eigenständiges Genre etabliert haben. Eine der Marken, die diesen Trend maßgeblich geprägt hat, ist Tudor. Das Unternehmen erweiterte sein Sortiment in rascher Folge um die Heritage Chrono (2010), die Heritage Black Bay (2012) und die Heritage Ranger (2014). Wie der Name „Heritage“ bereits andeutet, ist jedes Modell von ikonischen Uhren der Vergangenheit inspiriert. Insbesondere die Heritage Black Bay, die 2012 beim Genfer Grand Prix für Uhren (GPHG) in der Kategorie „Reproduktionsuhr“ ausgezeichnet wurde, festigte Tudors Image als Marke, die seit dem Jahr 2000 neue Wege beschreitet.

 Tudor wurde 1926 von Hans Wilsdorf, dem Gründer von Rolex, gegründet und kombinierte ein robustes Oyster-Gehäuse mit einem Allzweck-Uhrwerk, um dem Markt hochwertige und erschwingliche Uhren anzubieten. Nicht nur in der Leistung, sondern auch im Design integrierte Tudor Merkmale, die auf eine Verwandtschaft mit Rolex hindeuteten. So wies beispielsweise die Tudor Submariner, eine Taucheruhr, viele Ähnlichkeiten mit dem gleichnamigen Rolex-Modell auf.

Tudor Oyster Prince Submariner

Die Tudor Oyster Prince Submariner wurde fast ein halbes Jahrhundert lang produziert. Das hier gezeigte Modell erschien 1969. Ihre ikonischen Schneeflockenzeiger sind ein Designmerkmal, das noch heute in der modernen Black Bay Verwendung findet.

 Die Submariner, die von 1954 bis 1999 in mehreren Modellvarianten verkauft wurde, besaß jedoch einen Reiz, der weit über die Rolle als günstige oder alternative Uhr hinausging. Dieser Reiz lag in ihrer großen Vielfalt an Varianten. Sie war in vier Größen erhältlich: nicht nur für Herren, sondern auch als Mid, Mini und Damenuhr. Die Zifferblattfarben umfassten neben den Standardfarben Schwarz und Blau auch Silber und Rosa. Selbst heute, lange nach dem Verkaufsstopp, ist sie noch immer liebevoll als „Chew Sub“ bekannt – ein Beweis für die vielen Sammler, die von ihrem einzigartigen Charakter fasziniert waren.

 Danach verfolgte Tudor im Design einen ganz anderen Ansatz als Rolex. Sie brachten Kollektionen wie die „Iconaut“ und die „Aeronaut“ mit komplexen Mechanismen auf den Markt, und die Taucheruhr wurde durch die „Hydronaut“ ersetzt. Die Details der Uhr zeigten deutlich den Wunsch, sie von der traditionellen Submariner abzugrenzen, doch sie konnte sich nicht als Markenikone etablieren.

 Die Black Bay ist ein neuer Schritt, der in Zeiten der Krise entwickelt wurde. Ihr Design greift Elemente vergangener Submariner-Modelle auf und interpretiert sie neu. Die klare Gehäuseform ohne Kronenschutz stammt von der ersten Taucheruhr des Unternehmens, der Referenz 7922 aus dem Jahr 1954. Die Krone mit großem Durchmesser ist von der Referenz 7924 aus dem Jahr 1958 inspiriert, die den Spitznamen „Big Crown“ trägt. Die Zeiger mit quadratischen Spitzen, die auch als „Tintenfischhände“ oder „Schneeflockenhände“ bekannt sind, wurden von Modellen übernommen, die in den 1970er-Jahren an die französische Marine geliefert wurden.

Die 2023 neu erschienene Black Bay GMT besticht durch ihre zweifarbige Lünette in Burgunderrot und Blau sowie ihr opalisierendes Zifferblatt mit galvanischer Beschichtung. Sie hebt sich deutlich von den zahlreichen Black Bay-Modellen mit schwarzem Zifferblatt ab. Tudor erweitert seine Black Bay-Kollektion kontinuierlich, um den Bedürfnissen einer breiten Käuferschicht gerecht zu werden.

 Die Black Bay erregte bei ihrer Markteinführung 2012 großes Aufsehen, doch ein weiterer Wendepunkt kam 2016. Sie wurde mit einem Uhrwerk von Kenissi, einem Uhrwerkhersteller von Tudor, neu gestaltet. Dies verbesserte die Alltagstauglichkeit der Black Bay deutlich, und die Modellreihe wurde als Kernkollektion des Unternehmens erweitert. Heute umfasst die Black Bay nicht nur Modelle mit einseitig drehbarer Lünette, wie sie für Taucheruhren typisch ist, sondern auch schlichtere Modelle mit glatter Lünette sowie Modelle mit GMT- und Chronographenfunktion.

 Bei ihrer Markteinführung wirkte sie wie eine nostalgische Taucheruhr, doch heute, über zehn Jahre später, positioniert sie sich als traditionelle Kollektion, die die 1954 begonnene Tradition der Tudor-Taucheruhren fortsetzt. Angesichts der Tatsache, dass die Modellnummer bei ihrer Markteinführung 2012 „Ref. 79220“ lautete – also die ursprüngliche Submariner „Ref. 7922“ mit einer angehängten „0“ –, muss das Unternehmen von der Black Bay sehr begeistert gewesen sein.


Black Bay Fifty-Eight Bronze – Ein erster Eindruck

 Das war eine lange Einleitung, aber nun zum Hauptthema: einem Testbericht der Black Bay Fifty-Eight Bronze. Dieses Modell ist eine Variante der Black Bay Fifty-Eight mit einem kompakten 39-mm-Gehäuse und ist ein exklusives Boutique-Modell aus einer Aluminium-Bronze-Legierung. Mit der Zeit nimmt die Bronze eine matte Farbe an und entwickelt mitunter eine Patina. Wohl in Erwartung dieser Alterung weist dieses Modell viele Details im Vintage-Stil auf. Beginnen wir mit dem Äußeren.

Tudor Black Bay 58 Bronze

Das hier vorgestellte Modell ist die Black Bay Fifty-Eight Bronze mit Textilarmband. Das für das Gehäuse verwendete Bronzegehäuse ist mit Aluminium legiert, wodurch die Uhr mit der Zeit eine sanfte Patina entwickelt. Der Träger kann diesen Prozess durch das Tragen der Uhr genießen oder die Veränderungen über einen kürzeren Zeitraum beobachten. Automatikwerk (Kal. MT5400). 27 Steine. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Gangreserve von ca. 70 Stunden. Bronze (Durchmesser 39 mm, Dicke 11.9 mm). Wasserdicht bis 200 m. Exklusiv in Boutiquen erhältlich. 611.600 Yen (inkl. MwSt.).


Details im Vintage-Stil, die zum bronzenen Gehäuse passen

 Als Erstes fallen die arabischen Ziffern bei 3, 6 und 9 Uhr ins Auge. Das Standardmodell der Black Bay ohne Datumsanzeige verwendet hauptsächlich Punktindizes, ein umgekehrtes Dreieck bei 12 Uhr und Strichindizes bei 3, 6 und 9 Uhr. Die Kombination der Indizes erinnert an Vintage-Rolex-Submariner-Modelle.

Tudor Black Bay 58 Bronze

Das Zifferblatt mit Farbverlauf und die arabischen Ziffern sind ein besonderes Designmerkmal, das bei anderen Black Bays nicht zu finden ist. Das bronzebraune Zifferblatt und die Lünetteneinlage harmonieren perfekt mit dem patinierten Bronzegehäuse.

 Das Zifferblatt hat einen Farbverlauf von Bronze zu Braun, der in der Mitte etwas heller ist. Stunden- und Minutenzeiger, die Ränder der Indizes und der Minutenring sind aus Roségold und sorgen so für ein harmonisches Gesamtbild. Das gewölbte Saphirglas passt perfekt zum geschwungenen Zifferblatt und wirkt dadurch weich, fast wie ein Kunststoffglas. Die Lünette ist aus bronzebraunem Aluminium gefertigt.

 Das Bronzegehäuse der Testuhr wies bereits Verfärbungen auf. Das Mittelgehäuse war gleichmäßig dunkel angelaufen, und die Krone, die vermutlich am stärksten der Reibung ausgesetzt ist, war recht dunkel. Im Gegensatz dazu zeigte sich an der Innenseite der Bandanstöße (nahe den Löchern), die sich nur schwer pflegen lassen, eine leichte Patina. Bronzeuhren werden oft als „sich entwickelnd“ beschrieben, doch die Betrachtung in natura verdeutlicht, dass die Ergebnisse ihres Alterungsprozesses stark von der Pflege durch den Besitzer abhängen.

Tudor Black Bay 58 Bronze

Der Grad der Alterung variiert je nach Handhabung. Die Krone ist insgesamt dunkler geworden, was auf häufigen Gebrauch hindeutet. Im Gegensatz dazu ist der Übergang zwischen Bandanstößen und Lünette, der weniger zugänglich ist, relativ hell geblieben.

 Darüber hinaus wurde diesem Modell ein Design verliehen, das die natürliche Patina des Bronzegehäuses gekonnt in Szene setzt. Besonders hervorzuheben ist die Farbabstufung des Zifferblatts. Je nach Behandlung verläuft die Verfärbung des Gehäuses ungleichmäßig. Diese Unregelmäßigkeit harmoniert mit der Farbabstufung des Zifferblatts und verleiht ihm den Eindruck, über viele Jahre gealtert zu sein. Auch im Neuzustand sähe die Uhr ansprechend aus, doch ein gealtertes Gehäuse lässt das Zifferblatt noch attraktiver wirken. Die im Laufe der Zeit entstandenen Veränderungen runden dieses Modell perfekt ab.

 Auch wenn die Verfärbung ungleichmäßig ist, wäre es unerwünscht, wenn beispielsweise Fingerabdrücke deutlich sichtbar wären. Ein weiterer Aspekt ist die feine Oberflächenstruktur des Gehäuses, die dazu beiträgt, dass die Uhr mit der Zeit eine schöne Patina entwickelt. Dies ist ein seltenes Merkmal bei Black Bay-Modellen, von denen viele polierte Gehäuseseiten aufweisen.

 Im Gegensatz zum Gehäusemittelteil weist der Gehäuseboden keinerlei Verfärbungen auf. Dies liegt daran, dass er aus Edelstahl mit einer bronzefarbenen PVD-Beschichtung gefertigt ist. Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, dass Bronze ein Material ist, das Allergien auslösen kann, oder es soll verhindert werden, dass Flecken mit der Haut in Berührung kommen.


Flexibles und robustes Textilband

Tudor Black Bay 58 Bronze

Die Schließe ist ebenfalls aus Bronze gefertigt und entwickelt daher mit der Zeit eine Patina. Die Armbandlänge lässt sich an der Schließe verstellen, sodass überschüssiges Band nicht wie bei einem NATO-Armband umgeschlagen werden muss. Dieses Textilarmband ist ein Zubehörteil; die Uhr ist serienmäßig mit einem Bronzearmband ausgestattet.

 Die Testuhr wurde mit einem Textilarmband geliefert. Obwohl heute viele Marken Textilarmbänder verwenden, war es Tudor, das maßgeblich zu deren Popularisierung beitrug. Mit der Heritage Chrono führte das Unternehmen 2010 ein Textilarmband ein – etwas, das viele Marken damals für eine Luxusuhr als unpassend ansahen.

 Das Armband der Black Bay Fifty-Eight Bronze ist dunkelbraun mit einem hellbraunen Streifen in der Mitte. Besonders hervorzuheben sind seine Geschmeidigkeit und Robustheit, wodurch es perfekt zu einer Luxusuhr passt.

 Die Riemen werden von Julien Faure hergestellt, einem traditionsreichen Posamentenhersteller aus der Region Saint-Étienne in Frankreich, der Tudor mit strapazierfähigen und flexiblen Stoffriemen beliefert. Diese zeichnen sich durch ihre hohe Fadenzahl und die dichte Webart aus, die mit traditionellen Jacquard-Webstühlen hergestellt wird.

 Die markant geformte Schließe ist ebenfalls aus der gleichen Bronze gefertigt wie das Mittelgehäuse, sodass man sich keine Sorgen um eine Verfärbung des Gehäuses machen muss, während die Schließe glänzend bleibt.


Kenissi-Bewegung für höchste Praktikabilität

Neben Spezifikationen wie einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und einer Gangreserve von ca. 70 Stunden ist die MT5400 auch ein schweizerisch zertifiziertes Chronometer. Eine weitere große Stärke von Tudor ist ihre hervorragende Alltagstauglichkeit.

 Das in dieser Uhr verbaute Uhrwerk ist das Kaliber MT5400 von Kenissi, einem Uhrwerkhersteller unter dem Dach von Tudor. Es handelt sich um ein einfaches Dreizeiger-Automatikwerk ohne Datumsanzeige, dessen Leistung jedoch besonders ausgewogen ist. Es bietet eine Gangreserve von ca. 70 Stunden und die Verwendung einer Silizium-Spiralfeder sorgt für eine ausgezeichnete Magnetfeldresistenz. Darüber hinaus machen die freischwingende Unruh und der doppelt gelagerte Unruhkloben das Uhrwerk theoretisch stoßfest.

 Es ist außerdem dünner als das Kaliber MT5602, das in der Black Bay verwendet wird und ein Standardgehäuse mit 41 mm Durchmesser hat, was zu einer Verringerung der Gesamtdicke des Gehäuses führt.

 Kenissi-Uhrwerke werden mittlerweile von immer mehr Marken als hochwertige Allzweckwerke eingesetzt. Ihre hohe Zuverlässigkeit beweist die Tatsache, dass sie von Chanel verwendet werden, die – wie Tudor – eine enge Geschäftsbeziehung zu Kenissi unterhält, sowie von anderen renommierten Marken, die sich auf praktische Uhren spezialisiert haben, wie Norqain, Tag Heuer und Breitling.


Das kompakte Etui sorgt für ein solides Tragegefühl

Tudor Black Bay 58 Bronze

Das Gehäuse ist nicht nur klein im Durchmesser, sondern auch dünn, was die Handhabung erleichtert und einen niedrigen Schwerpunkt ermöglicht. Ungewöhnlich für eine Black Bay: Die satinierten Gehäuseseiten verleihen ihr ein noch kompakteres Erscheinungsbild.

 Als ich die Uhr anprobierte, passte das 39 mm große und 11.9 mm dicke Gehäuse perfekt an mein Handgelenk mit einem Umfang von ca. 16.5 cm. Die Dicke ist deutlich geringer als beim Modell mit 41 mm Durchmesser, sodass sie sich auch bei längerem Tragen nicht klobig anfühlte. Obwohl sie ein Zifferblatt mit Farbverlauf hat, sind die großen Indizes und Zeiger gut ablesbar.

 Das Armband, das den Gehäuseboden bedeckt, ist nicht so unangenehm steif wie viele Textilarmbänder. NATO-Armbänder, die ähnlich aussehen, lassen sich zwar ohne Entfernen der Federstege anbringen, doch je nach Befestigungsmethode kann sich die Position der Uhr verändern, was zu einem etwas anderen Sitz führt. Da das Armband selbst lang geschnitten ist, muss das überstehende Ende nach innen gefaltet werden. Das Textilarmband von Tudor hingegen verfügt über einen festen Federsteg, sodass die Uhr stets sicher sitzt. Die Länge lässt sich zudem mit der Schließe anpassen, um ein Abstehen des Armbandendes zu verhindern.

Tudor Black Bay 58 Bronze

Das Armband und das Gehäuse werden von Federstegen gehalten. Das geschmeidige Textilarmband bietet auch im Sommer einen angenehmen Tragekomfort. Wie bereits erwähnt, besteht der Gehäuseboden aus bronzefarbenem, PVD-beschichtetem Edelstahl.

 Die einseitig drehbare Lünette verfügt über 60 Klicks. Obwohl sie selbst dünn ist, ist ihr Außenrand fein gerändelt und bietet so einen sicheren Halt. Die Lünette, die etwa den gleichen Durchmesser wie das Gehäuse hat, beschädigt die Ärmel von Kleidungsstücken weniger leicht.

 Nach dem Abschrauben der Krone lässt sich die Uhr in dieser Position manuell aufziehen oder die Zeit durch Herausziehen der Krone um eine Raste einstellen. Da kein Kronenschutz vorhanden ist und die Krone selbst groß ist, lässt sich jede Bedienung äußerst leichtgängig ausführen. Sekunden- und Minutenzeiger erreichen den äußeren Rand des Minutenkreises und springen nicht, sodass die Zeit sekundengenau und mühelos eingestellt werden kann.

 Schlicht, gut ablesbar, absolut wasserdicht und kompakt – die Black Bay Fifty-Eight ist eine erstklassige, praktische Uhr für den Alltag. Sie war lange Zeit schwer erhältlich, unabhängig von Material oder Farbe. In letzter Zeit ist sie häufiger in Schaufenstern zu sehen, und wenn man sie einmal anprobiert, versteht man sofort, warum sie so beliebt ist.


Nur der Besitzer kann den wahren Wert des Bronzekastens erkennen.

 Dieses Modell mit Bronzegehäuse ruht sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren aus. Bronze, aufgrund ihrer hervorragenden Korrosionsbeständigkeit, wurde einst für Taucherhelme und andere Ausrüstungsgegenstände verwendet. Das mit der Zeit patinierte Bronzegehäuse verleiht der Uhr in Kombination mit dem klassischen Design einer Taucheruhr ein authentisches Aussehen. Besitzer können über die Veränderungen ihrer einzigartigen Uhr nachdenken und den Lauf der Zeit miterleben. Die mit den Jahren fortschreitende Patina der Lünette trägt zweifellos zu ihrem Charme bei.

Tudor Black Bay 58 Bronze

Die geschwärzte Krone und das allmählich gealterte Gehäuse weisen eine wunderschöne Textur auf. Dies ist wahrlich eine Art der Uhrenpflege, die den Begriff „fürsorglich“ verdient.

 Leider war die Bronze des Testgeräts bereits verfärbt, sodass wir die Veränderungen nicht deutlich erkennen konnten. Der Testzeitraum allein hätte den natürlichen Alterungsprozess nicht zugelassen. Dieses Erlebnis ist nur Besitzern vorbehalten und lässt sich nicht gewinnen, wenn man das Produkt lediglich im Geschäft betrachtet oder kurzzeitig ausprobiert.

 Andererseits sollte man bedenken, dass die Wahrnehmung des Alterns individuell ist. Ein abgenutzter Look passt gut zu legerer Urlaubsmode, doch im Business-Umfeld zum Anzug könnte man leicht den Eindruck gewinnen, die Uhr sei schmutzig. Es besteht die Gefahr, dass sie mit der Zeit als „abgenutzt“ wahrgenommen wird. Auch wenn unklar ist, ob dies für dieses Modell gilt, können manche Bronzeuhren Hemdmanschetten verfärben. Für diejenigen, die sich für diese Uhr entscheiden, mag dies selbstverständlich sein, aber da es sich um ein sehr persönliches Accessoire handelt, sollte man sorgsam damit umgehen.


Die Vielfalt der Tudor-Zeit ist lebendig und gesund.

  Viele Marken stellen mittlerweile Bronzeuhren her, und der Grund für deren große Beliebtheit liegt vielleicht in der Tatsache, dass moderne Uhren immer komplizierter werden.

 Aktuelle Modelle mit Merkmalen wie dauerhaft weißer Leuchtfarbe, einer farb- und kratzfesten Keramiklünette und extrem hartem Saphirglas sind zwar mit der Zeit immer noch anfällig für Dellen und Kratzer, aber im Vergleich zu Uhren aus den 1990er-Jahren und früher deutlich weniger empfindlich. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung für alle, die ihre Uhr über Jahre hinweg in einem makellosen Zustand erhalten möchten. Die steigende Anzahl von Modellen mit Saphirglas und Keramikgehäuse deutet auf eine gewisse Nachfrage nach diesen Materialien hin.

 Da Uhren, insbesondere Luxusuhren, sich von rein praktischen Gebrauchsgegenständen zu einem begehrten Hobby entwickelt haben, entdecken immer mehr Menschen den Wert von Veränderungen, die auf den ersten Blick wie Abnutzungserscheinungen wirken mögen, und empfinden dabei Nostalgie. Dieser Trend dürfte die Beliebtheit von Bronzeuhren gesteigert haben. Für diese Menschen mag ein Aspekt moderner Uhren den Eindruck erwecken: „Zu viel ist genauso schlimm wie zu wenig.“ Auch Tudor bietet eine Alternative zu dieser Vorstellung.

 Wie bereits erwähnt, bietet Tudor seit den Zeiten der Submariner eine große Vielfalt an Modellen an. Die Black Bay bildet da keine Ausnahme: Die Gehäusegrößen reichen von 43 mm bis 37 mm, und die Materialien umfassen neben Edelstahl auch Bronze, Silber, Gelbgold und sogar Keramik. Tudor entwickelt sich heute sowohl im Inneren als auch im Äußeren stetig weiter, sowohl was das Design als auch die Uhrwerke betrifft. Die traditionelle Großzügigkeit bleibt dabei jedoch erhalten.



Kontaktinformationen: Rolex Japan / Tudor Tel. 0120-929-570


Tudor Black Bay Fifty-Eight 925 – Hands-on-Testbericht/Eindrücke

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[85 Punkte] Tudor „Black Bay Fifty-Eight 925“ / Spezifikationstest

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Gründe für Tudor: Von Auslaufmodellen bis hin zu klassischen Kollektionen

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