Die Marke wurde 1846 vom Uhrmacher Ulysse Nardin im schweizerischen Le Locle gegründet. Ihr Markenzeichen, ein Anker, symbolisiert ihren frühen Erfolg in der Herstellung hochpräziser Marinechronometer für die Navigation, die in der Logistik und im Militär stark nachgefragt wurden. Um 1960 verfeinerte das Unternehmen seine Technologie und erweiterte sein Geschäft um Modelle mit komplexen Mechanismen wie Minutenrepetitionen und Taschenchronometern. 1965 verlegte das Unternehmen seine Werkstatt in die Rue de la Jardin, wo sie sich noch heute befindet. Auch nach Ulysses Tod im Jahr 1976 setzte das Unternehmen sein Streben nach Präzision fort. So erhielt es 1911 ein Patent für einen verbesserten Chronographen-Zeitmessmechanismus und entwickelte 1935 einen Schleppzeiger-Taschenchronographen, der auf eine Zehntelsekunde genau messen konnte. Ein weiterer Meilenstein war 1975, als die Sternwarte Neuenburg den 50 Jahre alten Rekord für Chronometerleistung brach.
83 erwarb der Geschäftsmann Rolf W. Schneider das Unternehmen und wurde CEO. Er trieb die Entwicklung neuer Technologien und die Erweiterung der Kollektion voran. Die 2001 erschienene Freak, ausgestattet mit einem zentralen Karussellmechanismus, der die Zeit mithilfe des Uhrwerks selbst anzeigt, war ein wegweisendes Modell. Sie führte Elemente wie Silizium, eine neue Hemmung und ein Design ein, das das Uhrwerk in Szene setzt. Nach Schneiders Tod im Jahr 11 wurde das Unternehmen 14 Teil der Kering-Gruppe. Neben der Freak bietet das Unternehmen aktuell die Kollektionen Marine und Diver an, die das Design des Marinechronometers, dem Ursprung des Unternehmens, fortführen.